Neujahrswünsche in der deutschen Sprache


Als ich vor Jahren in Ungarn lebte, fand ich den Neujahrswunsch „BÚÉK“ ungemein praktisch. Dieser setzte sich aus den Worten „Boldog Ùj Èvet Kívánok!“ zusammen, was so viel wie „Glückliches neues Jahr (wünsche ich)“ bedeutet. Die kurze Form ermöglicht es auch Nicht-Ungarn, den Neujahrswunsch mehr oder weniger korrekt vorzutragen, auch wenn der Alkoholspiegel sich schon der kritischen Grenze nähert.

Eine Wunschformel für ein positives neues Jahr zum Beginn des neuen Jahres kennt natürlich auch die deutsche Sprache. Nur gibt es hier (wie so oft) regionale Unterschiede. Nachzulesen sind diese im  „Atlas zur deutschen Alltagssprache“ (www.atlas-alltagssprache.de). Ziel des Projektes ist es, „die aktuelle Vielfalt des Deutschen zu erfassen und anschaulich auf Karten darzustellen“.

Nachtrag: Der Atlas zur deutschen Alltagssprache hat die Ergebnisse veröffentlicht. Die Karte findet ihr hier: http://www.atlas-alltagssprache.de/r8-f1a-b-2/

Bei der Umfrage zu den Neujahrswünschen unterscheidet der Atlas zwischen dem Zeitpunkt des Neujahrswunsches: a) in der Silvesternacht um 0:00 Uhr, wenn man auf das neue Jahr anstößt und b) für den Wunsch am 1. Januar.

Die Varianten reichen in der Silvesternacht (von Nord nach Süd) von „Frohes neues Jahr“, „Prosit Neujahr“,  „Gesundes neues (Jahr)“ und „Gutes neues (Jahr)“ (Österreich).

Im zweiten Teil geht es um den Wunsch am 1. Januar. Hier gibt es vor allem für die Gebiete eine Veränderung, wo es in der Silvesternacht „Prost“/“Prosit“ (Wunschformel: „Es möge nützen“ bzw. „Es möge zuträglich sein“) heißt. Diese werden meist durch benachbarte Varianten, wie „Gesundes neues Jahr“, ersetzt.

Wer Lust auf mehr bekommen hat, der findet im „Atlas zur deutschen Alltagssprache“ eine kurzweilige Reise durch die Varianten der deutschen Sprache und wer aus den drei deutschsprachigen Ländern kommt, der kann an der neuen Umfrage (Neunte Runde) teilnehmen, indem er den Online-Fragebogen ausfüllt.

Ich wünsche allen Leser des Blogs, ein gesundes, glückliches und frohes neues Jahr!

Links:

Siehe auch im Blog:

Quizlet spricht jetzt auch Deutsch


Der bekannte und teilweise kostenlose online Lernkarten- und Vorkabeltrainer Quizlet  hat jetzt aufgerüstet und bietet eine weitere nützliche Erweiterung an. Man kann sich die zu lernende Lexik nun auch vorlesen lassen. Dies war bisher nur dem Englischen und vier weiteren Sprachen vorbehalten und soll nun bei insgesamt  18 Sprachen funktionieren. Das nun auch Deutsch zu den auserwählten Sprachen gehört, hat mich erst einmal sehr gefreut. Aber was bringt das für Deutsch als Fremdsprache? Ich habe einige Wörter kurz getestet.

Die Einbindung der Audiofunktion erfolgt automatisch. Alle bereits erstellten Lernkartensätze, die mit einer der 18 Sprachen erstellt wurden, erhalten ein kleines „Lautsprechersymbol“.

Klickt man auf das Symbol, wird der gesamte Text vorgelesen, also hier das Hauptwort und der Artikel in der eingetragenen Reihenfolge.

Wie ist die Qualität der vorgelesenen Wörter?

Sehr unterschiedlich. Funktioniert das Lesen bei beiden Begriffen hier noch ganz ordentlich, hat das Programm zum Beispiel Probleme bei dem Wort „Bleistift“ (i klingt nicht korrekt) und bei dem Wort „Beamer“ (Bildwerfer, Digitalprojektor, Daten-Video-Projektor), das vollkommen schief geht, da sich das Wort als „Scheinanglizismus“ bei der Aussprache am Englischen orientiert. Leider lässt sich die Sprache nicht für einzelne Wörter einstellen, sondern immer nur für den gesamten Lernkartensatz. Der Lehrer wird also jetzt neben der von den Lernern eingetragenen Begriffe und Erklärungen, auch die Aussprache der Wörter kontrollieren müssen, was den Mehrwert der neuen Funktion etwas trübt.

Eine weitere Neuerung ist die Übung „Buchstabieren“ (Spelling).

Hier soll der Lerner schreiben, was er hört:

Bei richtiger Aussprache, ist das sicherlich eine sinnvolle Übung.

Insgesamt sind die Neuerungen nützliche Erweiterungen, die bei weiteren Verbesserungen das Sprachenlernen unterstützen können. Quizlet ist als Tool auch deshalb interessant, weil es sich einfach in andere Lernumgebungen (zum Beispiel Moodle oder Wiki) einbetten lässt.

Redemittel für DSD-Vorträge


Im DSD-Wiki hatte ich schon vor längerer Zeit eine Sammlung von Redemitteln für eine Präsentation zusammengestellt.

Jetzt bin ich auf den Seiten des Klett Lehrwerkes „Mittelpunkt“ auf eine anspruchsvolle Darstellung solcher Redemittel in Form von Unterrichtsplakaten  gestoßen. Sinnvoll finde ich vor allem die Konzentration auf wenige wichtige Formulierungen, da die Lerner oft von „gut gemeinten“ Arbeitsblättern überfordert werden.

Daneben gibt es auch ein Lernplakat zu Diskussionsmitteln:

Schüler erstellen Test-Übungen im Wiki


DaF-Übungen im Internet

Im Internet gibt es unzählige interaktive Übungen für Deutsch als Fremdsprache, wo Lerner ihr sprachliches und landeskundliches Wissen testen können. Einige seien hier nochmal genannt: das e-DaF-Selbstlernerportal der USZ Düsseldorf, Quiz und Spiele auf der Seite des Goethe Instituts, natürlich die Seiten von Ralf Kinas und die Seite DaF-ÜBUNGEN.online.offline mit 15 Grammatik-Modulen. Eine gute Zusammenfassung vieler Übungen findet man auf der schon hier früher besprochenen Seite http://www.nemcina.org: Hier die Link-Sammlung dieser Seite: Online-Aktivitäten/ Übungen – Grammatik.

Natürlich eignen sich die Übungen um den Lernstoff zu wiederholen und zu festigen, aber ich konnte auch beobachten, dass bei vielen Schülern schnell die Motivation vergeht und es dann oft zu einem  lustlosen „Klicken“  kommt. Meist sind die Übung nicht in einen Kontext eingebettet und nicht immer entspricht die Lexik in den Grammatikübungen den Fähigkeiten der Lerner.

Warum sollten Schüler selbst ihre Übungen erstellen?

Die Methode, das Schüler Aufgaben für Schüler erstellen ist nicht neu. Sie gehört zum Repertoire eines jeden DaF-Lehrers und kommt bei den Lernern immer gut an. Dabei entwickeln die Schüler eine Kreativität, die mich immer wieder überrascht. Sie fühlen sich ernst genommen, wenn daraus ein gemeinsames Produkt entsteht, das  im Unterricht seine Anwendung findet. Dabei habe ich den Eindruck gewonnen, dass sie bei dieser Arbeit den Stoff besser durchdringen, sich gegenseitig helfen und stolz auf ihr Produkt sind. Was im Offline – Lernen funktioniert, sollte auch online umsetzbar sein. Hier mit dem Unterschied, dass die Produkte der Schüler über die Schule hinaus bekannt werden (könnten).

Quiz-Tools in der ZUM-Wiki-Family

Seit einigen Jahren nutze ich im DSD-Wiki das Programm Quiz-Script Framework von Felix Riesterer. (Hier der Link zur Website des Autors der Übungssoftware:  felix-riesterer.de) Es ermöglicht, verschiedene interaktive Übungen zu erstellen, die in ihrer Funktionalität denen von Hot Potatoes ähneln. Quiz-Script Framework funktioniert im ZUM-Wiki und in der Wiki-Family auf ZUM.de,  wo das DSD-Wiki ein „Familienmitglied“ ist.  „Dies gilt gleichermaßen für andere Wikis mit der MediaWiki-Software, die Erweiterung Quiz und das Quiz-Script Framework installiert haben.“ Quelle

Die Möglichkeiten dieses Werkzeugs für DaF habe ich schon vor einiger Zeit auf der Seite Quiz-Tool in DaF und DaZ im ZUM-Wiki beschrieben. Neben Wortschatz- und Grammatik-Übungen, eignet es sich auch zum Lese- oder Hörverstehen. Im Folgenden beschreibe ich kurz einige Testaufgaben. Die Zeichenfolge auf der linken Seite der Tabelle zeigt die Schreibweise im Wiki. Die Schüler müssen nur diese Zeichen:

1. markieren – 2. kopieren – 3. in ihre Seite einfügen und 4. bearbeiten/verändern.

Beispiel für eine Zeichenfolge:

<quiz display="simple">{Wann wurde die Bundesrepublik gegründet?}- 1945+ 1949- 1933</quiz>
<quiz display="simple">{Frage}- Falsche Antwort+ Richtige Antwort- Falsche Antwort</quiz>

Mögliche Aufgabentypen und Beispiele

Multiple Choice oder einfache Richtig – Falsch – Aufgaben:  Anstatt Fragen kann man auch Bilder einfügen. Dieser Aufgabentyp gehört noch zu der ursprünglichen MediaWiki Software, wie sie zum Beispiel auch auf Wikiversity zu finden ist.

Neu ist die Form der Lückentexte, welche hier auch farblich hervorgehoben werden. Die  Wörter sind in die passenden Lücken zu schieben.

Daneben gibt es die bei Schülern sehr beliebte Möglichkeit eines Memo-Spiels. Memo eignet sich ausgezeichnet für Wortschatzübungen: Deutsch – Muttersprache, Bild – Wort oder Antonyme.

Wie einfach das geht, zeigt folgendes Beispiel:

{|
| weinen || lachen
|-
| laut || leise
|-
| kommen || gehen
|-
| geben     || nehmen
|-
| fröhlich  || traurig
|}
Auch ein Kreuzworträtsel können die Schüler erstellen. Auch hier geht es einfach über kopieren – einfügen und verändern. Beim Anklicken der Zahlen öffnet sich ein Fenster mit der Rätselfrage und kleinerer Kästen, in die man das Lösungswort einschreiben muss. Nach der Betätigung des Knopfes „eintragen“ findet man das Wort im Rätsel.

Auch ein Suchsel ist möglich, auch bekannt als Wortgitter. Die Lösungen sind waagrecht, senkrecht und schräg im Gitter angeordnet. Die gefundenen Wörter werden grün markiert. Leider ist diese Aufgabenform für DaF-Lerner nicht ganz einfach. Besonders die Anordnung „schräg“ bereitet Schwierigkeiten.

Es ist auch möglich Zuordnungs-Übungen zu entwerfen. Zum Beispiel könnten Oberbegriffe und Beispiele kombiniert werden oder (Wie es eine Schülerin selbst entwickelt hat.) Wortarten mit Wörtern.

Konkrete Beispiele im DSD-Wiki

Die ersten Wiki-Quiz-Aufgaben, die Schüler im DSD-Wiki erstellten, waren Aufgaben zu einem Wettbewerb: „Wir in Ungarn“. Damals gab es noch kein Quiztool im Wiki. Einige Aufgaben wurden deshalb später nachbearbeitet. Beispiel: Flüsse und Seen

Ein Schuljahr später konnten die Schüler mit dem einfachen Quiztool arbeiten. Es entstanden kleinere Projekte mit PowerPoint Präsentationen, die durch ein Quiz abgerundet wurden. So war es möglich, dass nach der Präsentation vor der Klasse die wichtigsten Informationen wiederholt werden konnten. Die Mitschüler konnten somit zeigen, ob sie den Vortrag verstanden hatten: Beispiele: 11A-07/08

→ Beispiel: Projekt-Gruppe: Farben
→ Beispiel: Projekt-Gruppe: Religion2

Seit letztem Schuljahr ist es im DSD-Wiki möglich, dass oben erwähnte Tool Quiz-Script Framework von Felix Riesterer einzusetzen. Höhepunkte unserer Arbeit im Wiki waren die Projekte Weihnachten in Ungarn, mit Texten und Quizaufgaben und Meine Lieblingsmusik – Beispiele: Tarantula von Pendulum und Musical.

In diesem Schuljahr habe ich erstmals mit Schülern auf dem A1-Niveau das Tool ausprobiert. Nach einer spielerischen Heranführung („Best of“ der ersten Übungen) sollen nun von einzelnen Schülern den Unterrichtsstoff begleitende Übungen erstellt werden: Auf dem Bahnhof , Kleidung und Grammatikübungen. Mit diesen Übungen können alle anderen Schüler den Stoff wiederholen oder eigene Tests hinzufügen.

Aktuell arbeiten wir natürlich zum Thema Weihnachten:

Fazit

Die meisten Schüler lernten schnell (in einer Unterrichtsstunde) die verschiedenen Testformen einzusetzen. Natürlich gab es auch hier große Unterschiede bei Schülern mit viel oder wenig Computer-/Internet-Erfahrung. Auch das „Web2.0-Märchen“, dass die Arbeit mit Blog, Wiki und anderen Anwendungen automatisch eine starke Motivation bewirkt, kann ich nicht bestätigen. Natürlich sind Schüler anfänglich von den Möglichkeiten des Tools positiv überrascht und bemüht, gute und phantasievolle Übungen zu erstellen. Die Begeisterung ist dann aber schnell verschwunden, wenn sie merken, dass auch diese Aufgabe Arbeit und Zeit kostet. Auch das Erstellen von Tests in einem Wiki bleibt nur eine Hausaufgabe von vielen. Hier ist es wichtig am Ball zu bleiben. Nur mit einem „Strohfeuer“ der Begeisterung ist es nicht möglich, den Schülern erfahrbar zu machen, welcher Nutzen in dieser Art des Lernens liegen könnte. Ich hoffe, dass am Ende des Schuljahres dieses Ziel erreicht werden kann. Dann wären auch weitere Projekte im Wiki sinnvoll, die das kollaborative Lernen in den Mittelpunkt stellen.

Ergänzen möchte ich noch, dass die meisten Quizübungen auf einem interaktiven Whiteboard funktionieren (Siehe auch: Wiki und interaktives Whiteboard). Ich konnte selbst erfahren, dass ein Wiki die oft teuren Programme ersetzen kann. Mit Stift oder Finger lassen sich zum Beispiel die Wörter in die Lücken bzw. den passenden Stellen schieben oder die Memo-Bilder sichtbar machen. Nur das Kreuzworträtsel eignet sich nicht.

Für den Unterricht bedeutet diese Kombination, dass Schüler in der Stunde Aufgaben für andere Lerner erstellen, die diese dann vor der gesamten Lerngruppe am Board ausprobieren. Auch können so fehlerhafte Aufgaben einfacher verbessert werden.

Altweibersommer


Gábor hatte mir hier im Blog eine knifflige Aufgabe gestellt, was wohl folgendes ungarische Wort bedeute: vénasszonyok nyara

„Sommer“ verstand ich noch, aber dann musste ich doch das Wörterbuch zu Rate ziehen und siehe da, der „Altweibersommer“ tauchte aus den Seiten auf. Diesen kann man zurzeit  in Budapest in vollen Zügen genießen. Aber was bedeutet dieser Begriff? Bei arte.tv wurde ich fündig:

Es gibt zwei Theorien, die versuchen, die Wortherkunft zu erklären. Eine weit verbreitete Theorie besagt, das Wort „Weiber“ im Altweibersommer bezeichne gar keine Frauen, sondern komme in Wirklichkeit von „weiben“, einem altdeutschen Wort, das so etwas bedeutet wie „Spinnfäden weben“. Es bezieht sich auf die Tausenden von weißen Fäden, die man zu Herbstanfang morgens auf den Wiesen, an Sträuchern und an Bäumen sieht, oft mit Tautropfen behängt, wodurch sie aussehen wie Perlenketten. Das Wort Altweibersommer bedeute demnach so etwas wie der „späte Sommer der Spinnweben“.

aus: der Altweibersommer (arte.tv)

Die zweite Theorie:

Manche erklären den Ursprung des Wortes aber auch mit der Tatsache, dass die langen Spinnfäden wie die Haare alter Frauen aussehen. Unterschiedliche Volksglauben hielten sie sogar für Gespinste von Elfen oder Zwergen oder für die Haare der heiligen Maria. Die wissenschaftliche Erklärung für die Entstehung dieser Fäden ist weniger romantisch aber genauso spannend: es handelt sich nämlich in Wirklichkeit um die Flugfäden von kleinen Spinnen. So unwahrscheinlich es klingt: die Spinnen können dank dieser Fäden fliegen!

aus: der Altweibersommer (arte.tv)

Im Französischen nennt man ihn „été indien“, also „indianischer Sommer“. Kennt ihr weitere Bezeichnungen in anderen Sprachen?

Weitere Links:

Wikipedia
Wiktionary

Bildergalerie zum Wort (DW)

Wort der Woche (DW): Altweibersommer
Audio: Altweibersommer – das Wort der Woche hören (MP3)‎

Übrigens, das fand ich in der Wikipedia:

Das LG Darmstadt hat im Jahr 1989 festgestellt, dass die Verwendung des Ausdrucks Altweibersommer durch die Medien keinen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte von älteren Damen darstellt (LG Darmstadt, Az. 3 O 535/88, Urteil vom 2. Februar 1989; NJW 1990, Seite 1997). Das Urteil wurde am 2. Februar verkündet – „Altweiberfastnacht“. 😉

aus: Wikipedia (Permanenter Link)

Siehe dazu auch folgenden Artikel: Der „Altweibersommer“ ist nicht frauenfeindlich

Eine 78-jährige Frau hatte gegen die Bundesrepublik Deutschland geklagt. In den Wetterberichten des Deutschen Wetterdienstes solle zukünftig der Begriff „Altweibersommer“ nicht mehr verwendet werden.

Machen


Das Wort „machen“ wirkt harmlos und bescheiden. Dennoch verfügt es über eine gehörige Portion Macht, weil sich mit ihm mehr machen lässt als man vermuten mag. Ein Nachteil: Es macht der Verben-Vielfalt den Garaus!

„Die Macht des Machens“ eine sehr gute Sendung  der Deutschen Welle: Alltagsdeutsch

Zitat:

Zu bedenken ist, dass ein differenzierter Wortschatz auch Träger kulturellen Erbes ist. Wer nur auf das Verstehen eines Textes achtet und deshalb die einfachere Ausdrucksweise bevorzugt, fügt seiner Sprache mit der Zeit Verluste zu. …Gewarnt sei aber auch vor Übertreibungen. Wer ein gutes Deutsch schreiben und sprechen will, muss das Wort machen nicht zwangsweise vermeiden. Er läuft sonst Gefahr, sich gestelzt auszudrücken.

Herkunft aus Wiktionary:

Aus indoeuropäisch *mag- „kneten“. Verwendung in handwerklichen Sonderbereichen. Die allgemeine germanische Bedeutung, bauen, könnte auf „Wände mit Lehm verschmieren“ zurückgeführt werden. Indoeur.: *mag- ist griechisch μάσσω (másso): ich knete, altslawisch mazati bestreichen; bretonisch meza kneten.

westgermanisch: althochdeutsch machôn, mittelhochdeutsch machen; altsächsisch altnfr. macôn, niederdeutsch, niederländisch maken; friesisch makia, angelsächsisch macian, englisch make; ins Isländische und Schwedische als maka, ins Dänische als mage entlehnt. Präteritum: althochdeutsch machôta, Konjunktiv machôti, mittelhochdeutsch machete, machte.

Noch mehr Beispiele:

Wortschatz-Lexikon der Uni Leipzig: http://wortschatz.uni-leipzig.de/cgi-bin/wort_www.exe?site=1&Wort=machen

DWDS:http://www.dwds.de/?kompakt=1&qu=machen

Tipps zum Wortschatzlernen


Das Blog Deut (sch) lich postet eine kleine Übersicht, wie man auf den unterschiedlichen Stufen (A1 usw.) einfach Wortschatz erlernen kann:

Es ist besser, das Wort mit anderen deutschen Wörtern zu kombinieren …

Wortschatzübungen für alle Stufen

Eine sehr gute Seite, um passende Übungen zu finden, ist die Linkliste von Cornelia: http://cornelia.siteware.ch/wortschatz/wortschatzuebungen.html

Wer sich intensiver mit dem „beliebeten“ Thema Vokabellernen auseinandersetzen möchte, sei auf die Seite von Wolfgang Pohl verwiesen: Umgang mit Vokabeln

Die kleine Raupe Nimmersatt wird 40 Jahre alt


Beliebt auch im DaF-Unterricht. (Plusquamperfekt) 🙂

Einen guten Artikel findet man auf SZ-ONLINE.

Und hier der Meister selbst:

Ihr Schöpfer Eric Carle liest den Kinderbuch-Klassiker vor. „Und satt war sie noch immer nicht…

und hier der Film:

Ach ja und dann noch das:

Ein … mediales Highlight in der Raupen-Karriere war auch der Tag im Jahre 1999, an dem der damals zukünftige US-Präsident George W. Bush „Die kleine Raupe Nimmersatt“ zu seinem Lieblingsbuch erklärte. Das Werk habe ihn, so gab er bekannt, beim Heranwachsen beeinflusst. SZ

Aber dafür kann das Buch ja nichts. 😉

Deutsch als Wissenschaftssprache


Empfehlenswerter Artikel auf den Themen-Seiten des Goethe Instituts:

Deutsch als Wissenschaftssprache: Einst Weltsprache der Wissenschaft, heute eine ihrer „Nischensprachen“

von Ulrich Ammon

Dabei geht er auch auf die Zukunft der Wissenschaftssprache ein. Zitat:

Anderen einst wichtigen internationalen Wissenschaftssprachen ergeht es nicht anders als der deutschen. (….) Im Jahr 2008 verfügte Frankreich über mehr als 600 englischsprachige Studiengänge an seinen Hochschulen, eine ähnliche Zahl wie Deutschland. Vielleicht aber ist Frankreich konsequenter bemüht als Deutschland, die ausländischen Studierenden der eigenen Sprache zuzuführen, nachdem man sie auf Englisch ins Land geholt hat. Für die Vermutung, dass Sprachen wie Chinesisch oder Japanisch dem Englischen bald den Rang ablaufen könnten, gibt es keine überzeugenden Belege.

Weitere Slideshare-Präsentationen zu DaF und DaF-Landeskunde


Ich möchte hier kurz einige Möglichkeiten vorstellen, wie man Slideshare für DaF nutzen kann:

Wortschatz lernen (Nomen, Artikel, Plural) mit einfachen „flash cards“

Wortschatz lernen (Lexik zum Thema „Bildende Kunst“, em-Aschlusskurs) Bild, Wort (Die Wörter sind leider ohne Artikel) Sehr gut gemacht!!!

Wortschatz: Zahlen, sehr einfache Gestaltung

Wortschatz-Präsentation: „Wie spät ist es?“ Uhr – Sprache-Zuordnung

Wortschatz: „Stammbaum“ , Lexik zur Familie, Übersetzung

Grammatik: „Grammatik Überblick 1“, Übersetzung und Beispiele wichtiger Begriffe

Rechtschreibung: „Die neue deutsche Rechtschreibung – Status 2007“

Landeskunde-Präsentation (Referat) zum Thema: Technik und Innovation in Deutschland

Quiz über Deutsch als Sprache und Deutschland, nur Text

Musik und DaF: „Die Affen rasen durch den Wald“

Patrizia schreibt dazu:

Wo ist die Kokosnuss? wo ist die Kokosnuss? Wer hat die Kokosnuss geklaut?….. Die 9. Klasse (Klasse 1 AE) hat mehrmals mitgesungen und das Refrain auswendig gelernt. Auch die Kokosnuss haben die SchuelerInnen heute gekostet. Die hat ihnen gut geschmeckt : viel Spass kann man beim Singen und Knabbern sogar im Deutschunterricht haben! Nur schade , dass die Animationen beim Hochladen verloren gegangen sind ;-(

Die Schüler meiner neunten Klasse (GER A2) haben auch zwei Präsentationen zum Thema „Ausländer in Deutschland und Ungarn“ erarbeitet, die ich auf Slideshare hochgeladen habe. Es sind nur wenige Folien, weil später in der DSD-C1 Prüfung nur 5!! Minuten Zeit für die Präsentation vorgesehen sind. Der andere Teil der Klasse fertigte Plakate an. Die Texte der Interviews mit Deutschen und Ungarn im jeweils anderen Land befinden sich auf dem neuen DSD-Wiki:

Klasse 9a

Hier die beiden PPTs der Schüler:

Wortschatz zum Thema Hochschule


Glossar akademischer Begriffe (54 kb) PDF
„Für Teilnehmende, die sich auf ein Hochschulstudium vorbereiten oder an einer Hochschule studieren und bereits viel über den Universitätsalltag wissen.“

Gefunden bei:

Material für den Unterricht in Deutsch als Fremdsprache (http://vonrauch.de/daf/)

Wortschatz erklären in und mit Wikis


Wie verlinke ich Worterklärungen in einem Wiki? Da unsere Schüler ihre DSD-Themen als Projekt im DSD-Wiki bearbeiten und zu jedem Thema eine Wortliste notwendig ist, habe ich eine Seite zusammengestellt, die erklärt, wie das einfach funktionieren kann. Dabei gehe ich von der Funktionalität der Gratiswiki-Seiten aus, auf denen unsere Wikis laufen:

http://www.gratis-wiki.com/DSD/index.php?title=Wortschatzsammlung

Inhaltsverzeichnis

Einbindung von WikiMindMap in ein Wiki


Vor einigen Tagen habe ich hier eine hilfreiche Seite vorgestellt, die nach einer Suchanfrage, alle passenden Wikipedia-Artikel als interaktives Mindmap darstellt. WikiMindMap

Diese Funktion habe ich als Vorlage in das DSD- und Landeskunde-Wiki und ZUM-Wiki eingefügt. Auf der Seite Wortschatzsammlung habe ich es kurz beschrieben.

Nutzung einer Vorlage: In dieser Reihenfolge musst du vorgehen:

  1. {{WM1}}
  2. {{WM1}}Wort
  3. {{WM1}}Wort Wort
  4. [{{WM1}}Wort Wort] ergibt: Wort

Karl hat mal wieder gezaubert und auf dem ZUM-Wiki daraus eine Vorlage für vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch) geschrieben, die einfacher funktioniert und (vielleicht bald) noch schneller anzuwenden ist.

WikiMindMap


Ich habe heute ein interessantes Tool für die Arbeit an unseren Wikis ausprobiert. WikiMindMap erstellt in sekundenschnelle ein Mindmap aus allen Wikipediaartikeln zu einem gewählten Begriff. Das Tool visualisiert alle vorhandenen Wikipediaartikel zu einem gewählten Begriff. Das Mindmap funktioniert mit dem Macromedia Flash Player. (Der Browser muss dieses Programm ausführen können!) Beim Überfahren der Begriffe erhält man eine kurze Worterklärung. Klickt man auf das + Symbol, erweitern sich die Äste des Mindmaps. Man kann direkt den Begriff in das Wiki einschreiben. Das funktioniert mit folgender Adresse:

http://www.wikimindmap.org/viewmap.php?wiki=de.wikipedia.org&topic=Begriff ergibt im Wiki:

Beispiel zu den Themen der aktuellen DSD-Projekt-Themen.

http://www.wikimindmap.org/viewmap.php?wiki=de.wikipedia.org&topic=Sterbehilfe

Skat – Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg


Sag mir was du spielst und ich sag dir wer du bist.

Spiele als Spiegel einer Kultur oder Nation? Geht man von der Präsenz dieses Themas im Landeskundeunterricht aus, dann müsste man die Frage mit „Nein“ beantworten. Aber ich meine, dem interkulturellen Aspekt der Spielkultur wird (zu unrecht) zu wenig Beachtung geschenkt.

Ich möchte heute ein Spiel vorstellen, dass fast seit 200 Jahren Kultstatus in Deutschland genießt. Schon Kurt Tucholsky wusste zu berichten:

„Wenn dem Deutschen so recht wohl ums Herz ist, dann singt er nicht. Dann spielt er Skat.“

Diesen Spruch habe ich einem Hörbeitrag des Deutschlandradios Kultur entnommen. Er beschäftigt sich mit dem Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg.

„Um 1810 wurde das Skat-Spiel erfunden. Heute gilt es als das Nationalspiel der Deutschen und Altenburg in Thüringen als dessen Geburtsstadt. Für die Altenburger war das Grund genug, den Spielkarten gleich ein ganzes Museum zu widmen.“

Den Link zum Hörbeitrag findet man auf der Seite: „Museum der Woche: Altenburger Schloss und Spielkartenmuseum“ . Länge: 05:37 Minuten

Hier erfährt man zum Beispiel, woher der Ausdruck: „Schwein gehabt!“ kommt.

Die Erklärung des Spiels ist auf den ersten Blick verwirrend:

"Skat ist ein Kartenspiel für drei Spieler. Es wird mit 32 Karten gespielt.Von den vier Farben Kreuz, Pik, Herz und Karo, gibt es jeweils acht Karten:Sieben, Acht, Neun, Zehn, Bube, Dame, König, As. Die meisten Karten habeneinen bestimmten Wert (Augen), was ein wichtiger Bestandteil von Skat ist."

aus: http://www.germancanadianclubhansa.com/html/Skatregeln.htm

Die Seite Skat für Anfänger versucht die Regeln auf einfache Weise zu erklären.

Eine ausführliche Geschichte des Skatspiels gibt es auf Wikipedia. Hier ist das Spiel auch mit Bildern erklärt. Daneben finden sich eine Liste der wichtigsten Skatbegriffe und das sogenannte „Skatgeschwätz“ . Ich glaube, wenn man als Außenstehender einer Skatrunde zuhören würde, so könnte man dem Gespräch genauso wenig folgen, wie ein Nichtmuttersprachler. Oder wie verstehen Sie folgende Aufforderung?

  • Hosen runter!

(Ist die Aufforderung, bei einem Ouvert-Spiel vor Spielbeginn alle 10 Karten offen auf den Tisch zu legen.)

Viel Spaß beim Spielen!