DaF-Materialien zur Fußball-WM 2018 – Teil 1: Filme


 

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Die Fußball-WM steht vor der Tür und es wird Zeit, nach Materialien für den Unterricht zu suchen. In den letzten Jahren gab es eine Reihe von Didaktisierungen zu Europa- und Weltmeisterschaften. In den nächsten Tagen möchte ich einige Materialien davon hier vorstellen.

Beginnen möchte ich mit dem Thema Film und Fußball. Für jüngere Deutschlerner eignen sich „Die Wilden Kerle“, die es mittlerweile in 6 Folgen gibt.

Zu einigen Filmen existieren auch noch Arbeitsblätter im Internet, so zum Beispiel zum 6. Film „Die Legende lebt“ (Goethe-Institut) und zum Film Nr.2 (IFI).

Wer es historischer mag, wird nicht um „Das Wunder von Bern“ (2003) herumkommen.

Teilweise wird dem ersten deutschen WM-Titel eine wichtige Rolle in der Vergangenheitsbewältigung und für das „deutsche Wirtschaftswunder“ zugesprochen. Wie dem auch sei, der Film von Sönke Wortmann ist wirklich sehenswert und natürlich gibt es auch dazu Didaktisierungen:

1. Didaktisierung des Goethe-Instituts Paris (A1,A2,B1)

2. Ideensammlung im ZUM-Wiki

3. Arbeitsmaterialien für den Unterricht (Goethe-Institut Mailand)

4. Materialien von Lehrer-online.de (nicht für DaF konzipiert)

5. Quiz zum Film

Mein Favorit ist der Film Der ganz große Traum des Regisseurs Sebastian Grobler aus dem Jahr 2011.

Dieser beschreibt nicht nur, wie der Fußball 1874 in das militaristische spießige Deutschland kam, sondern zeigt auch, wie CLIL-Sprachunterricht funktionieren kann. Es ist eine Freude zu sehen, wie Sport- und Fremdsprachenunterricht kombiniert werden und die Schüler motiviert an der Lösung sportlicher und sprachlicher Aufgaben mitarbeiten. Wenn man will, kann man den Film auch als Beispiel für erfolgreiches projektorientiertes Lernen nehmen.

  1. Unterrichtsideen (Goethe-Institut Dänemark)
  2. Didaktisierung des Goethe-Instituts Paris (A1,A2,B1)
  3. Didaktisierung auf kinofenster.de (nicht DaF, aber anpassbar)
  4. Ideensammlung zum Film (DaF)

Natürlich gibt es noch mehr erwähnenswerte Filme wie „Deutschland. Ein Sommermärchen“ (Dokumentarfilm zur WM 2006). Auf alle Fälle lohnt es sich mal wieder mehr Zeit im DaF-Unterricht für einen Langfilm zu verwenden. Natürlich gilt das auch für die Zeit vor und nach der WM.

Die Filme findet man sicherlich in einer gut sortierten Bibliothek des Goethe-Instituts in ihrer Nähe. Wenn dem nicht so ist, so kann man einige Filme auch googeln und auf YouTube oder Vimeo in ganzer Länge sehen.

Weitere Links:

Siehe auch hier im Blog:

1. DaF-Materialien zur Fußball-WM 2018 – Teil 3: Linkliste

2. DaF-Materialien zur Fußball-WM 2018 – Teil 2: Das Fußball-WM-ABC

Warum ich mit „Flipped Classroom“ im DaF-Unterricht Bauchschmerzen habe


„Bei dem Unterrichtskonzept Flipped Classroom (FC) erarbeiten Schüler (mit Videos) den Lernstoff zu Hause. -> Im Unterricht wird der Stoff wiederholt und vertieft.“

(Quelle: Wenn Lehrer ausflippen)

Diese einfache Formel scheint jedem sofort einzuleuchten. Es ist deshalb auch nicht sehr verwunderlich, dass sich aktuell sehr viele Lehrerinnen und Lehrer dafür begeistern und ihre Erfahrungen im Netz teilen.
Was mich aber interessiert, ist die Frage, wie dieses Konzept in einem DaF-Unterricht wirkt, dessen Hauptziel der Erwerb der kommunikativen Kompetenz ist. Grundlage meines Misstrauens ist genau die oben zitierte kurze Formel:

1. SuS erarbeiten den Lernstoff, zum Beispiel eine grammatische Regel, durch ein Erklärvideo. Das entspricht der sogennanten expliziten Grammatikvermittlung.

2. SuS „wiederholen“ und „vertiefen“ die zu Hause kennengelernten Regeln im Unterricht.

Mein erster Eindruck: Diese Formel widerspricht allem, was wir in den letzten Jahren in der Lehrer(fort)-Bildung im schulischen Bereich in DaF erreichen wollten. Deshalb interessiert mich die Frage, ob man so aufgabenorientiertes Sprachenlernen (mit Aufgaben, die ihren „Sitz im Leben haben“) umsetzen könnte? Daneben ist mir aufgefallen, dass FC besonders bei der Grammatikvermittlung beliebt ist, ein schon immer „sensibler“ Bestandteil des Fremdspachenerwerbs.

Ich möchte vorwegschicken, dass es mir im folgenden Text nicht um die Wirkungen von Flipped Classroom (FC) im MINT-Bereich oder im Deutschunterricht (Muttersprache) geht. Falls es Parallelen geben sollte, überlasse ich es den Kollegen dieser Fächer diese zu ziehen.

Auch in Deutsch als Fremdsprache wird aktuell das Flipped-Classroom-Konzept, das sogenannte umgedrehte Klassenzimmer (auch „Flipped Learning“ = umgedrehter Unterricht) (meist positiv) dargestellt und genutzt. Im Netz findet man dazu aufgezeichnete Vorträge hier und  hier, die das Konzept erklären und neuerdings auch einen Artikel im Magazin Sprache des Goethe-Instituts „Sprachlernen per Videobotschaft“ (Autorin Janna Degener) vom März 2017.

Die im Magazin Sprache-Artikel genannten Vorteile von „Flipped Classroom“ in DaF sind natürlich begrüßenswert. Man verspricht sich mehr Möglichkeiten bei der Binnendifferenzierung „Jeder in seinem Tempo“. Wenn das Video von einem Muttersprachler gesprochen wurde, ist man „dankbar … (für das) Sprachvorbild“. Als ein wichtiges Argument wird genannt, dass man „kostbare Unterrichtszeit sparen“ kann, weil „anders als im klassischen Anweisungsunterricht … die Stoffvermittlung über die Hausaufgaben“ stattfindet.

Daneben hört man oft, ein seit Jahren beim Einsatz von digitalen Medien im Fremdsprachenunterricht gern angeführtes Argument der „gesteigerten Motivation der Schüler“, obwohl dabei nur selten der vorausgegangene Unterricht, die Gewöhnung der Schüler an bestimmte Methoden und die nachhaltige Wirkung beschrieben werden.

Es gibt keine „beste Methode“

Bis heute gibt es keine Einigkeit darüber, welche Wege des Lehrens und Lernens einer Fremdsprache die effektivsten seien. Besonders durch Erkenntnisse der Neurodidaktik, die für das Lernen relevante individuelle Faktoren identifiziert hat, wie zum Beispiel das Lernalter, unterschiedliche Lernstile (jeder Mensch lernt anders), Persönlichkeitsfaktoren oder unterschiedliche Lernbiografien (auch bedingt durch Unterschiede in der Lernkultur und den persönlichen Zielen) und nicht zu vergessen die sprachliche Systemdistanz zwischen der ersten und der später gelernten Fremdsprache. Deshalb geht man aktuell davon aus, dass es keine einheitliche und universelle Methode für alle Lernenden gibt. Diese „Post-Methodenära“ darf aber nicht als Argument für Beliebigkeit und unreflektiertes Unterrichten dienen. Schulische Fremdsprachenklassen sind nicht nur aus neurodidaktischer Sicht heterogen, so dass es eine Herausforderung ist, das optimale Lehr- und Lernsetting für die gesamte Klasse zu finden. Der Lehrer macht hier wirklich den Unterschied.

Betrachtet man den deduktiven Weg des Flipped Classroom-Konzepts, so erinnert er beim Thema „Grammatikvermittlung“ an die GÜM (Grammatik-Übersetzungsmethode) des 19. Jahrhunderts. Hier legte man besonderen Wert auf die Beherrschung von grammatischer Terminologie und dem Auswendiglernen von Regeln, die dann im Sprachgebrauch ihre Anwendung fanden. Die darauffolgenden Direkte- und die Audiolinguale Methode/n begannen damit, diesen Lehr- Lernweg „um-zu-drehen“. In der Kommunikativ-Interkulturellen Methode wurde diese Tendenz aufgegriffen und weiterentwickelt. Dies war gut und richtig so, um das Fremdsprachenlernen für die Praxis in einer globalen Welt fit zu machen, indem man das Lernen handlungsorientiert ausrichtete und dem Inhalt den Vorzug vor der Form gab. Heute wird die Progression nicht mehr durch Grammatik, sondern durch kommunikative Handlungen bestimmt. Auch die aktuelle Phase des „Methodenpluralismus“ hat nicht zum Ziel, eine Renaissance der GÜM einzuläuten. (Es soll ja noch Länder geben, die noch nach dieser Methode unterrichten.)

Hinzu kommt, dass die Gegenwart stark von konstruktivistischen Ansätzen im Bildungsbereich geprägt ist, was auch dazu geführt hat, dass heute das Auswendiglernen von Regeln nicht mehr im Mittelpunkt steht, sondern das entdeckende Lernen, bei dem die Lernenden eigene Regeln konstruieren.

Wie viel Grammatik ist notwendig?

Aber zurück zur Grammatik. Grammatikvermittlung scheint für Erklärvideos im DaF-Bereich sehr beliebt zu sein. Die Videos im oben erwähnten Artikel „Sprachlernen per Videobotschaft“ beschäftigen sich ausnahmslos mit der Grammatikvermittlung. Das könnte Zufall sein, aber ich befürchte, dass dies nicht der Fall ist, sondern einer Tendenz entspricht, jedenfalls lässt das die Zunahme von DaF-Grammatik-Erklärvideos auf YouTube befürchten. Natürlich sind auch andere sinnvolle Einsatzgebiete solcher Filme möglich, so zum Beispiel Präsentationen zur Aussprache, aber diese scheinen dort in der Minderheit.
Warum ist aber Grammatik so beliebt? Ein Grund könnten die Lehrtraditionen in bestimmten Ländern sein, die schwer aufzubrechen sind. (Einige Lehrer unterrichten, wie sie unterrichtet wurden sind, obwohl sie in ihrer Ausbildung und/oder auf Fortbildungen andere Wege und Methoden vermittelt bekommen haben.) Diese Beobachtung konnte ich selbst in meiner eigenen Lehr- und Fortbildungstätigkeit in drei Ländern (Belarus, Ungarn, Kroatien) machen. Grammatik ist auch deswegen oft beliebt, weil sie sich einfacher als kommunikative Kompetenz testen lässt. Besonders in Ländern, wo von den Lehrkräften häufiges Benoten verlangt wird oder sogar Prüfungsaufgaben grammatische Tests vorsehen, stehen im Unterricht geschlossene Grammatik-Übungen und -Tests im Mittelpunkt. Für die Lehrkraft kann dies auch von Vorteil sein, da sich solche Übungen und Tests, einfacher und zeiteffektiver benoten lassen. Das führt dazu, dass Schüler an solche Übungen gewöhnt werden und ihnen suggeriert wird, dass davon die guten Noten oder sogar der Erfolg in einer Fremdsprache abhinge. Schaut man sich dagegen das Lernfeldermodell (Four Strands, von Nation/Newton 2009) an, wird schnell klar, dass die „Arbeit mit sprachlichen Formen“ in einem Schuljahr nur ein Viertel aller Lernaktivitäten abdecken sollte. Viele Lehrkräfte sind überrascht, wenn sie dies mit der Realität im eigenen Unterricht vergleichen.

Deshalb sehe ich die Gefahr, dass ein solcher Unterricht durch den unreflektierten Gebrauch des klassischen Flipped-Classroom Modells plötzlich als „modern“ und „innovativ“ empfunden werden kann. Man macht ja etwas mit digitalen Medien und setzt eine aktuell angesagte Methode ein.

Wie könnte man das FC-Konzept nutzen?

Viele Lehrer versuchen das Konzept für die Binnendifferenzierung nutzbar zu machen. Sie gehen davon aus, dass FC bei sinnvoller Anwendung, bestimmten Lernstilen entgegenkommen könnte. Dies zu verwirklichen ist nicht einfach. Man muss in der Lage sein, Lernstile zu identifizieren und diese dann gezielt zu bedienen. Dies erfordert auf Seiten der Lehrkraft eine genaue (umfangreiche) Vorbereitung und analytische Kompetenzen. Nur allein der Einsatz eines Videos reicht da nicht aus.

Erklärvideos könnten auch der Entwicklung der Lernerautonomie und die Vorbereitung auf das lebenslange Lernen dienen. (In diesem Zusammenhang ist mir aufgefallen, dass nicht selten bereits der Gebrauch von Erklävideos mit der FC-Methode gleichgesetzt wird, was zu einem inflationären Gebrauch des Begriffs geführt hat. Es macht also Sinn, genauer hinter den Begriff zu schauen.)
Wir nehmen heute an (oder hoffen es), dass Lerner im Laufe ihres Lebens die erworbenen Fremdsprachen weiterentwickeln oder mithilfe der erworbenen Lernstrategien andere Fremdsprachen erlernen werden. Dies kann je nach persönlicher Situation in einem Online-Kurs oder im Selbststudium (informelles Lernen) unter Zuhilfenahme von Erklävideos erfolgen. Das heißt, dass die Schule die Lerner darauf vorbereiten muss: Medienkompetenz und Lernkompetenz müssten dafür entwickelt werden. Eine Möglichkeit wäre die aktive Auseinandersetzung der Lernenden mit (für das Sprachenlernen) guten und weniger geeigneten Videos. Dabei könnten Kriterien für gelungene Filme durch die SuS selbst gefunden, mit allgemeinen Kriterien verglichen und eigene Kriterien erstellt werden. Die Anwendung und Vertiefung kann dann durch das Produzieren eigener Erklärvideos erfolgen.

Den Unterricht wirklich „umdrehen“

Die Produktion eigener Videos seitens der Lerner wäre ein wirklicher Mehrwert der Methode. Dies käme auch dem Ansatz des „umgedrehten Unterrichts“ entgegen, nur dass der damit weitläufig verbundene didaktische Ablauf auf den „Kopf gestellt“ würde. Im Sinne des Konzepts Lernen durch Lehren (LdL) könnten so Schüler für Schüler Lernhilfen und daran angeschlossen, weiterführende Übungen erstellen und im Unterricht ihr Wissen an Mitschüler weitergeben. Grundlage eines solchen Vorgehens könnte das S-O-S-Modell sein, bei dem Lerner selbst Informationen finden, die ihnen helfen, grammatische Phänomene zu verstehen und danach diese als eigene Regeln formulieren:

  1. S – Sammeln: Neue Formen sammeln, unterstreichen und auflisten – „wahrnehmen“
  2. O – Ordnen: Wahrnehmung ordnen
  3. S – Systematisieren: die Regel erkennen – Regeln verstehen + Regeln in das eigene Grammatiksystem integrieren

4. Nach Übungen, die Automatisierung und die Verbesserung der Flüssigkeit zum Ziel haben, erfolgt

5. … die Anwendung in kommunikativen und personalisierten Kontexten. (Lerner sprechen oder schreiben = sinnvoller Output.)

Zur Festigung könnte auch eine Transferaufgabe dienen, bei der die Lerner die erkannte Regel in einem Film darstellen und dabei die Kriterien für ein gutes Erklärvideo anwenden.

Beispiele für das Fremdsprachenlernen gibt es schon. So findet man im Projektblog (Flip Your Class!) (Christian Spannagel) einen lesenswerten Text („Flip den Fremdsprachenunterricht“) einer Fremdsprachenlehrerin, die in der Art der Aktionsforschung über einen längeren Zeitraum mit FC mutig Veränderungen an ihrem Unterricht vornimmt, diese reflektiert, verwirft und Neues hinzufügt. Sie schreibt am Ende ihres Blogbeitrages: „Das Projekt ging noch einen Schritt weiter, so dass auf Anfrage der Schüler eigene Lernvideos produziert wurden im Rahmen eines Projektes am Ende des Schuljahres. Diese wurden dann nach den Ferien als Wiederholung genutzt und im Sinne der Methode „Lernen durch Lehren“ eingesetzt.

Wir dürfen gespannt sein, wohin die Reise mit FC gehen wird.

Unbedingt sollte dazu eine offene und vorurteilsfreie Diskussion über das Konzept stattfinden.

PS. Dazu passt folgendes Video:

Links

  1. „Sprachlernen per Videobotschaft“ (Autorin Janna Degener)  in Magazin Sprache (Goethe-Institut), lizenziert unter Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.
  2. Sehr gute Erklärung der Methode: Flipped Classroom „Geflippte” Stunden stellen die Lernenden ins Zentrum in wb-web (Wissensbaustein)
  3. Gastbeitrag: Flip den Fremdsprachenunterricht – Mit Flipped Classroom einen kommunikativen und differenzierenden Fremdsprachenunterricht ermöglichen in http://flipyourclass.christian-spannagel.de/2017/01/gastbeitrag-flip-den-fremdsprachenunterricht/
  4.  Workshop Vorstellung: „Schüleraktivierung im Rahmen komplexer Lernaufgaben – Überlegungen zur Integration des Flipped Classroom-Konzeptes in einen modernen Fremdsprachenunterricht“ in http://flipyourclass.christian-spannagel.de/2017/05/workshop-vorstellung-schueleraktivierung-im-rahmen-komplexer-lernaufgaben-ueberlegungen-zur-integration-des-flipped-classroom-konzeptes-in-einen-modernen-fremdsprachenunterricht/
  5.  Wenn Lehrer ausflippen“   Quelle: didacta – Das Magazin für lebenslanges Lernen, Ausgabe 2/2017, S. 4 – 7, www.didacta-magazin.de – Text: Tina Sprung http://flipyourclass.christian-spannagel.de/wp-content/uploads/2017/05/pgTitelthema_4-7.pdf
  6. Einführung in die Arbeit von LernvideosDie Arbeit mit Lernvideos muss eingeführt werden, SchülerInnen sind meistens zunächst überrumpelt, wenn sie sich zum ersten Mal mithilfe eines Lernvideos neue Inhalte erschließen sollen.“ in https://modernlanguageteaching.com/2017/05/08/einfuhrung-in-die-arbeit-von-lernvideos/
  7. Nicht flippig genug, Veröffentlicht: Freitag, Juni 16, 2017 in FlippedClassroom, Gastbeitrag: https://cspannagel.wordpress.com/2017/06/16/nicht-flippig-genug/
  8.   Prezi: “ Umgedrehter Unterricht / Flipped Classroom – was, warum, wie?von Katrin Krause (8. August 2016)
  9. Vorneweg geflippt Eva Birger (GI – Israel) (positive Sicht auf die Methode im DaF-Bereich)
  10. Deutsch lernen mit YouTube (Empfehlungen)

Das andere Weihnachten


Unterrichtsstunden zum Thema Weihnachten müssen sich nicht immer um Traditionen, besinnliche Weihnachtslieder oder romantische Gedichte drehen. Dass es auch anders geht, dies möchte ich hier mit drei Dinge zeigen.

1. Die Web2.0 Weihnachtsgeschichte

Schon lange bekannt, aber mit viel Potenzial für UEs und Lehrerfortbildungen. Für Web2.0-Workshops ist diese Form für die Anwendungsphase ideal geeignet:

Hier eine aktuellere (deutsche) Version:

2. Zum Thema Musik

Auch hier lohnt es sich eine andere Perspektiven zu zulassen. Geeignet dafür sind folgende 3 Klassiker in neuem Gewand:

Die roten Rosen – „Stille Nacht Heilige Nacht“:

Die roten Rosen – „Ihr Kinderlein Kommet“:

Auch dieses Lied lässt die richtige Weihnachtsatmosphäre aufkommen: Die roten Rosen – Alle Jahre Wieder

Nachdem für die passende Stimmung 😉 gesorgt wurde, könnte man nun zur Textarbeit übergehen.

3. Das passende Weihnachtsgedicht

Hierfür eignen sich drei „Weihnachtslyriker“ der jüngsten Gegenwart (Leider schon verstorben.)

Text: Die Geburt von Robert Gernhardt

Aber Spaß beiseite. Hier mein aktuelles Lieblingsgedicht, welches, so meine ich, sehr gut in unsere Zeit passt:

 

Verwandte Themen im Blog:

Hier die Präsentation eines größeren Projekts, das ich als DaF-Lehrer in Budapest mit Schülern A2 bis C1 im DSD-Wiki durchgeführt habe: Weihnachten in Ungarn

Der Handy Wahnsinn


Den Film musste ich einfach posten. Er eignet sich ausgezeichnet als Impuls für eine Diskussion zum leidigen Thema Vor- und Nachteile unserer Handy-Kultur. Daneben bietet er einen motivierenden Stoff zum Nacherzählen. Hier sollte man Screenshots erstellen um den Wortschatz darauf zu erläutern.
Auch hat der „Stummfilm“ das Potenzial, eine kleine Bildergeschichte mit Sprechblasen daraus zu machen. Auch hier geht man so vor: Screenshots von ausgewählten Szenen, einfügen zum Beispiel in Word und Sprechblasen aus selbigen Programm an die gewünschten Stellen platzieren.
Je nach didaktischem Wunsch können die Sprechblasen leer bleiben, mit Text oder Lückentext gefüllt werden oder man überlässt die ganze Arbeit gleich den Lernenden, die bestimmt ein ansprechendes Produkt daraus erstellen können.
Und hier der Film (2:11):

Warum ZUM?


Was ist das eigentlich – ZUM?

Eine kurze Erklärung bietet folgender Film von Lutz Berger (http://www.lutzland.de)

Den vorgebrachten Begründungen, warum man in der ZUM ist, kann ich  aus eigener Erfahrung nur zustimmen. Die „Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e. V.“ (ZUM Internet e. V., ZUM, ZUM.de) gibt es seit 1997 unter der Adresse www.zum.de. Im DaF-Bereich gibt es seit längerer Zeit eine Reihe von erfolgreichen Projekten:

Die DaF-Seiten im ZUM-Wiki

Das DSD-Wiki (seit dem 23. April 2008 in der ZUM-Family)

Das Wiki Deutsch-Online und das sich im Aufbau befindende DaF-Wiki.

Da stellt sich nur noch die eine Frage: Warum bist du noch nicht in der ZUM? 😉

Weitere Links der ZUM:

in anderen Netzwerken

Wer wissen möchte, wie groß bereits die Wiki-Family ist, wird hier mehr darüber erfahren: Wikis auf ZUM.de

Kurzanimationsfilme für DaF – Kurz und Gut macht Schule Teil 2


Nach dem großen Erfolg der Kurzfilmsammlung „Kurz und gut macht Schule“ bietet das Goethe-Institut eine Fortsetzung. Diesmal sind es Kurzanimationsfilme, die auf einer DVD veröffentlicht werden. In den Bibliotheken des Instituts sollen diese ab Februar 2013 zur Ausleihe zur Verfügung stehen. Interessant ist das Prozedere, wie die Filme ausgewählt wurden: „Die endgültige Auswahl der Filme traf eine Jury aus Schülern und Collegestudenten.“

Diesmal finden sich 11 Kurzanimationsfilme auf der DVD, die zum größten Teil zwischen 2005 und 2011 entstanden sind. Ergänzt werden die einzelnen Filme durch didaktische Materialien, die sich auf der Projekt-Website befinden.

Ich bin gespannt, wie die Resonanz unter den DaF-Lehrenden sein wird. Einige Filme, wie zum Beispiel „Balance“ hatte ich schon früher für den Unterricht in Betracht gezogen, aber dann wieder verworfen. Um so mehr freue ich mich auf die Ideen und Anregungen, die auf der Seite zu finden sind bzw. die daraus entstehen werden.

Teilweise findet man einige Animationsfilme der DVD seit längerer Zeit auf Youtube. Diese sind manchmal von schlechter Qualität und auch ist es nicht sicher, wie lange diese verfügbar bleiben.

Hier einige Beispiele:

1. Der schon erwähnte Film „Balance“:

Lernmaterialien Filmschule DaF:
Balance – Arbeitsblätter (PDF, 158 KB)
Balance – Hinweise für Lehrende (PDF, 47 KB)

2. „Kein Platz für Gerold“

3.Kater

Kater – Arbeitsblätter (PDF, 217 KB)
Kater – Hinweise für Lehrende (PDF, 50 KB)

4. „Das Rad“ (Leider nicht mehr Deutsch)

Man erfährt von der Menschheitsgeschichte aus der Sicht sprechender Steine.

Hier fand ich interessant, dass zwei unterschiedliche Didaktisierungen entstanden sind: Alternative 1 wurde in Bangalore/Südindien mit indischen Kursteilnehmern entwickelt. Alternative 2 wurde in San Francisco mit amerikanischen Kursteilnehmern entwickelt. Begründet wurde dies mit dem Verweis aus „unterschiedliche, kulturell verschieden geprägte Herangehensweisen“

Diese Herangehensweise finde ich sehr sinnvoll und es wäre zu wünschen, dass es bald eine Möglichkeit gibt, interkulturell unterschiedliche Filmdidaktisierungen auf einer gemeinsamen Seite zu veröffentlichen.

Das Rad – Arbeitsblätter – Alternative 1 (PDF, 156 KB)
Das Rad – Hinweise für Lehrende – Alternative 1 (PDF, 33 KB)
Das Rad – Arbeitsblätter – Alternative 2 (PDF, 313 KB)
Das Rad – Hinweise für Lehrende – Alternative 2 (PDF, 40 KB)

Links:

Majstersztyk – DaF-Blog des GI Krakau


Majstersztyk ist ein Service mit Materialempfehlungen für DaF-Lehrerinnen und Lehrer. Jeden Dienstag werden hier Angebote aus dem Internet vorgestellt. Moderiert wird das Blog von Tünde Kadar, die sonst hier Tündes privater Blog zu finden ist.

Themen im Blog sind u. a.:

Ach ja, was bedeutet der Name des Blogs? Majstersztyk ist ein Lehnwort , das sich über die Jahrhunderte hinweg im Polnischen etabliert hat.  Wer es immer noch nicht verstanden hat, sollte es sich ganz langsam vor sprechen …

(Siehe www.bis.uni-oldenburg.de/bis-verlag/wdlp/polnisch/majsters.pdf)

Ich habe davon hier: Wörterbuch der deutschen Lehnwörter in der polnischen Schrift- und Standardsprache schon mal berichtet.

Youtube haftet für Nutzer


Interessantes Urteil gefunden bei Silicon.de:

Die Richter (Landgericht Hamburg entschieden (Urt. v. 03.09.2010 – Az.: 308 O 27/09))

erklärten, dass YouTube als Betreiber und Anbieter des Portals für die Urheberrechtsverletzungen seiner User hafte. YouTube mache sich die Inhalte der Nutzer zu Eigen, so dass für das Internet-Portal erhöhte Prüfpflichten bestünden.

YouTube sei verpflichtet, sich für jeden hochgeladenen Inhalt, die Rechte einräumen zu lassen. Für die Rechteeinräumung reiche es allerdings nicht aus, dass der User eine formularmäßige Versicherung abgebe, da YouTube auch anonym genutzt werden könnte. Insofern habe ein einzelfallbezogener Nachweis zu erfolgen.

Aus: http://www.silicon.de/cio/b2b/0,39038988,41539491,00/urheberrecht_youtube_haftet_fuer_nutzer.htm

Textzusammenfassung als Kunst


Vielleicht passt diese Idee ganz gut zu dem gestrigen Beitrag. Da ging es u.a. um den Aufgabenteil Schriftliche Kommunikation in der DSD II – Prüfung (B2/C1). Hier verlangt der erste Arbeitspunkt eine Textzusammenfassung (Herausarbeitung wichtiger Aussagen aus Text und Grafik). Der Comiczeichner und Poet Austin Kleon hat eine ganz ungewöhnliche Art mit Textkürzungen umzugehen. Er macht daraus Kunst. Das funktioniert ganz einfach. Man braucht nur eine Zeitung und eine Idee. Der  Text wird  so lange geschwärzt, bis nur Worte da stehen, die zu seiner Poesie werden. Das Ganze nennt er “Newspaper Blackouts”,  die es sogar schon als Buch gibt.

Hier ein Beispiel: FOREIGN LANGUAGE REQUIREMENT

Und hier sieht man, wie es gemacht wird:

Filmempfehlung No.5


Wieder ein wunderschöner Trickfilm, welcher einen sogleich in seinen Bann zieht. Die Geschichte, die der israelische Filmemacher Eran Hilleli in seinem  “Between Bears” erzählt, ist so vieldeutig, dass sie sich wunderbar für das kreative Schreiben eignet.

Siehe auch:

Filmempfehlung No.4


Musik liegt in der Luft, Wohlklang und Harmonie. „Distraxion“ ist ein kurzer Animationsfilm,  der unseren Schülern sicher gefallen wird. Oft müssen sie hören, dass ihre Musik zu laut sei und ihr Musikgeschmack keiner wäre.

Ein Film zum Thema Generationsprobleme und  Toleranz und zur Schwierigkeit jung zu sein.

Siehe auch:

Filmempfehlung No.3


“French Roast” – Eines meiner Lieblingsvideos. Der französische Animationsfilm von Fabrice O. Joubert wurde in der Kategorie “Animierter Kurzfilm”  für den Oscar nominiert. Ich finde ihn technisch brillant gemacht, man achte auf den Spiegel, und zeitlos in seiner Aussage. Zwischen 2008-2009 mit einer Menge von Preisen bedacht, wie man auf der Homepage zum Film ersehen kann.

Am Anfang des Films scheint die Welt noch in Ordnung, jeder spielt seine Rolle, jeder entspricht den gängigen Vorurteilen. Doch dann stimmt nichts mehr …

Siehe auch:

Filmempfehlung No.2


Dieser Film dürfte die Schüler in Atem halten. Man sollte ab und zu eine Pause einlegen und über den Fortgang des Films spekulieren lassen. Beachtenswert, die Rolle der „Friedenstaube“ 😉

Aber der Film hat auch seine ernste Seite. Wie leicht zerbrechlich ist unser Frieden in atomarer Zeit? Eine Frage, die aktuell durch globale Klimaveränderung und Wirtschaftskrise in Vergessenheit geraten ist.

Pigeon: Impossible

Siehe auch: