Wie viel Internet und Digitalisierung braucht der Fremdsprachenunterricht?


Dies ist das Thema der diesjährigen Studientage Deutsch des Goethe-Instituts Kroatien. Die Veranstaltung findet vom 19.3. – 21.3.2015 am Goethe-Institut Kroatien in Zagreb statt.

Hier gibt es weitere Hinweise und Informationen zur Anmeldung: Link

Als Referenten nehmen teil:
Prof. Dr. Jörg Roche, Ludwig-Maximilians-Universität München
Dr. Axel Krommer, Universität Erlangen-Nürnberg
Mag. Dr. Thomas Strasser, Pädagogische Hochschule Wien
Doc. Dr.sc. Damir Velički, Lehrerfakultät in Zagreb
Ralf Klötzke, Goethe-Institut Kroatien
Prof. Dr. sc. Milan Matijević, Lehrerfakultät in Zagreb

Broschüre der Veranstaltung als PDF

Hier das Plakat der Veranstaltung:

Wir freuen uns auf euer Besuch, nicht nur aus Kroatien.

KIM-Studie 2014 ist online


Zwei Jahre sind schon wieder vergangen, nach dem die letzte KIM-Studie veröffentlicht wurde. Jetzt liegt die aktuelle zum Download vor. Ich bin gespannt, was sich verändert hat. Auf den ersten Blick nicht viel.

Schon jetzt kann man sagen, dass „die Verbreitung von Tablet-PCs in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen ist“, auch wenn dies „nur für eine Minderheit der deutschen Kinder eine Option (ist): Ein Tablet-PC ist in 19 Prozent der Haushalte mit Kindern zwischen sechs und 13 Jahren vorhanden.“ (Quelle)

Die Internetnutzung der Jugendlichen hat sich kaum erhöht (63 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen). Das Fernsehen bleibt für diese Altersgruppe das wichtigst Medium. „79 Prozent der Kinder schauen täglich fern, das Internet nutzt nur jeder Vierte jeden oder fast jeden Tag.“

Der Handy Wahnsinn


Den Film musste ich einfach posten. Er eignet sich ausgezeichnet als Impuls für eine Diskussion zum leidigen Thema Vor- und Nachteile unserer Handy-Kultur. Daneben bietet er einen motivierenden Stoff zum Nacherzählen. Hier sollte man Screenshots erstellen um den Wortschatz darauf zu erläutern.
Auch hat der „Stummfilm“ das Potenzial, eine kleine Bildergeschichte mit Sprechblasen daraus zu machen. Auch hier geht man so vor: Screenshots von ausgewählten Szenen, einfügen zum Beispiel in Word und Sprechblasen aus selbigen Programm an die gewünschten Stellen platzieren.
Je nach didaktischem Wunsch können die Sprechblasen leer bleiben, mit Text oder Lückentext gefüllt werden oder man überlässt die ganze Arbeit gleich den Lernenden, die bestimmt ein ansprechendes Produkt daraus erstellen können.
Und hier der Film (2:11):

Kurzanimationsfilme für DaF – Kurz und Gut macht Schule Teil 2


Nach dem großen Erfolg der Kurzfilmsammlung „Kurz und gut macht Schule“ bietet das Goethe-Institut eine Fortsetzung. Diesmal sind es Kurzanimationsfilme, die auf einer DVD veröffentlicht werden. In den Bibliotheken des Instituts sollen diese ab Februar 2013 zur Ausleihe zur Verfügung stehen. Interessant ist das Prozedere, wie die Filme ausgewählt wurden: „Die endgültige Auswahl der Filme traf eine Jury aus Schülern und Collegestudenten.“

Diesmal finden sich 11 Kurzanimationsfilme auf der DVD, die zum größten Teil zwischen 2005 und 2011 entstanden sind. Ergänzt werden die einzelnen Filme durch didaktische Materialien, die sich auf der Projekt-Website befinden.

Ich bin gespannt, wie die Resonanz unter den DaF-Lehrenden sein wird. Einige Filme, wie zum Beispiel „Balance“ hatte ich schon früher für den Unterricht in Betracht gezogen, aber dann wieder verworfen. Um so mehr freue ich mich auf die Ideen und Anregungen, die auf der Seite zu finden sind bzw. die daraus entstehen werden.

Teilweise findet man einige Animationsfilme der DVD seit längerer Zeit auf Youtube. Diese sind manchmal von schlechter Qualität und auch ist es nicht sicher, wie lange diese verfügbar bleiben.

Hier einige Beispiele:

1. Der schon erwähnte Film „Balance“:

Lernmaterialien Filmschule DaF:
Balance – Arbeitsblätter (PDF, 158 KB)
Balance – Hinweise für Lehrende (PDF, 47 KB)

2. „Kein Platz für Gerold“

3.Kater

Kater – Arbeitsblätter (PDF, 217 KB)
Kater – Hinweise für Lehrende (PDF, 50 KB)

4. „Das Rad“ (Leider nicht mehr Deutsch)

Man erfährt von der Menschheitsgeschichte aus der Sicht sprechender Steine.

Hier fand ich interessant, dass zwei unterschiedliche Didaktisierungen entstanden sind: Alternative 1 wurde in Bangalore/Südindien mit indischen Kursteilnehmern entwickelt. Alternative 2 wurde in San Francisco mit amerikanischen Kursteilnehmern entwickelt. Begründet wurde dies mit dem Verweis aus „unterschiedliche, kulturell verschieden geprägte Herangehensweisen“

Diese Herangehensweise finde ich sehr sinnvoll und es wäre zu wünschen, dass es bald eine Möglichkeit gibt, interkulturell unterschiedliche Filmdidaktisierungen auf einer gemeinsamen Seite zu veröffentlichen.

Das Rad – Arbeitsblätter – Alternative 1 (PDF, 156 KB)
Das Rad – Hinweise für Lehrende – Alternative 1 (PDF, 33 KB)
Das Rad – Arbeitsblätter – Alternative 2 (PDF, 313 KB)
Das Rad – Hinweise für Lehrende – Alternative 2 (PDF, 40 KB)

Links:

Wiki-Workshop in der DaF-Community (7.12.2010)


Einen Wiki-Workshop online durchzuführen, ist für mich auch etwas Neues. Am Dienstag werde ich dieses Experiment mit den Mitgliedern der DaF-Community wagen. Wir werden uns im Live-Online-Raum der DaF-Community treffen, wo die Teilnehmer unter Anleitung schrittweise die Arbeit in einem Wiki (hier im ZUM-Wiki) erlernen werden. Geplant sind folgende Punkte:

  1. Begrüßung
  2. Kurzvortrag zum Projekt „Meine Lieblingsmusik“
  3. Erste Schritte im Wiki:
    1. Anmeldung im Wiki
    2. Formatierung
    3. Verlinkung
    4. Anlegen eigener Wiki-Seiten
    5. Erstellen von Quiz-Aufgaben
  4. Diskussion
  5. Schluss

Natürlich können wie immer auch Gäste teilnehmen. Alle Interessierte sind hiermit herzlich eingeladen:

Weitere Informationen auf dem Blog der DaF-Community

Youtube haftet für Nutzer


Interessantes Urteil gefunden bei Silicon.de:

Die Richter (Landgericht Hamburg entschieden (Urt. v. 03.09.2010 – Az.: 308 O 27/09))

erklärten, dass YouTube als Betreiber und Anbieter des Portals für die Urheberrechtsverletzungen seiner User hafte. YouTube mache sich die Inhalte der Nutzer zu Eigen, so dass für das Internet-Portal erhöhte Prüfpflichten bestünden.

YouTube sei verpflichtet, sich für jeden hochgeladenen Inhalt, die Rechte einräumen zu lassen. Für die Rechteeinräumung reiche es allerdings nicht aus, dass der User eine formularmäßige Versicherung abgebe, da YouTube auch anonym genutzt werden könnte. Insofern habe ein einzelfallbezogener Nachweis zu erfolgen.

Aus: http://www.silicon.de/cio/b2b/0,39038988,41539491,00/urheberrecht_youtube_haftet_fuer_nutzer.htm

Märchen aus aller Welt


Ängste, Träume, Wünsche und Wunder, das alles findet man weltweit in Märchen. Die Deutsche Welle präsentiert in einer neuen Multimedia-Reihe im Internet ein interessantes Projekt mit dem Titel „Märchen aus aller Welt“. Das Material stammt von Mitarbeitern des deutschen Auslandssenders aus Ländern wie Australien, Afghanistan, China, Dänemark, Indien und vielen mehr. Diese erzählen ihr Lieblingsmärchen in der Originalsprache.  Die Märchen werden in einer  animierten Version -von Ulla Schmidt (hier ein Porträt) – auf Deutsch präsentiert.

Den Text des Märchens gibt es mit Bildern aus der Animation in einer PDF-Datei. Ein Beispiel das Märchen aus Bangladesch: ‚Die sieben Champaka-Brüder‘ als PDF / So klingt das Märchen auf Bengali!   (http://p.dw.com/p/PdQR)

Das Material eignet sich auch für den Unterricht, wobei ich die Möglichkeit zum interkulturellen Vergleich als wichtigsten Grund für einen Einsatz sehe. Natürlich ist diese Idee, Lieblingsmärchen aus aller Welt zu sammeln und mit anderen zu teilen, sehr gut für Projekte im Internet geeignet. Ich könnte mir vorstellen, dass Schüler zum Beispiel mit voicethread (Beispiel hier) ihre Märchen veröffentlichen.

Sie könnten Bilder zeichnen, diese einscannen, Texte verfassen, mit Musik unterlegen und vielleicht auch in Zusammenarbeit mit Schülern aus unterschiedlichen Kulturkreisen kooperativ neue Märchen auf voicethread entstehen lassen. Hier ein kleines Experiment gemeinsam mit einer Kollegin aus Serbien („Eine kleine Weihnachtsgeschichte“).

Die entstandenen Arbeiten lassen sich z. B. auf http://www.netvibes.com (Beispiel), auf Moodle oder auch im Wiki  einbinden. Hier kann man diese vergleichen und die besten Beiträge auswählen.

Ein Video der DW zum Thema Märchen:

und weiter Links:

Dass Märchen auch grausam sind, wissen wir natürlich aus „Hänsel und Gretel“, „Rotkäppchen“ und weitern deutschen Märchen. Auch in anderen Ländern geht es nicht zimperlich zu, wie folgendes Zitat zeigt:

Da erzählten die Knaben ihm die Geschichte der grausamen sechs Königinnen.
Endlich verstand der König. Voller Zorn verbannte er die sechs Frauen, so viel
sie auch weinen und um Gnade betteln mochten, bat seine jüngste Gemahlin
demütig um Verzeihung und lebte danach glücklich und noch viele Jahre mit ihr
und den sieben Kindern.

Aus: http://www.dw.com/downloads/25644178/alltagsdeutsch-m%C3%A4rchensprache.pdf

Vielleicht interessiert Sie auch das:

Gemeinsam mit einer Praktikantin erstellte märchenhafte Ausstellung:

Märchenausstellung – 7 magische Dinge

Interaktive Übungen zum Thema Märchen (von mir im DaF-Wiki oder auf learningApps erstellt)

Aktuelle Infografiken zum Thema „Jugend 2010“


In der aktuellen Shell-Jugendstudie „Jugend 2010“ finden sich eine Reihe Infografiken, die sich sehr gut für das DSD-Thema und die Vorbereitung auf die schriftliche DSD-Prüfung eignen. Hier eine Auswahl:

Textzusammenfassung als Kunst


Vielleicht passt diese Idee ganz gut zu dem gestrigen Beitrag. Da ging es u.a. um den Aufgabenteil Schriftliche Kommunikation in der DSD II – Prüfung (B2/C1). Hier verlangt der erste Arbeitspunkt eine Textzusammenfassung (Herausarbeitung wichtiger Aussagen aus Text und Grafik). Der Comiczeichner und Poet Austin Kleon hat eine ganz ungewöhnliche Art mit Textkürzungen umzugehen. Er macht daraus Kunst. Das funktioniert ganz einfach. Man braucht nur eine Zeitung und eine Idee. Der  Text wird  so lange geschwärzt, bis nur Worte da stehen, die zu seiner Poesie werden. Das Ganze nennt er “Newspaper Blackouts”,  die es sogar schon als Buch gibt.

Hier ein Beispiel: FOREIGN LANGUAGE REQUIREMENT

Und hier sieht man, wie es gemacht wird:

Internet-Detektive im Wiki


Viele von euch kennen die Aufgabe „Müll-Detektive“ (Aus dem Buch „Handeln und Sprechen im Deutschunterricht“ von Rainer E. Wicke) In diesem Spiel geht es darum, dass die Lerner aus dem Inhalt dreier Mülltonnen bestimmte Eigenschaften und Vorlieben von jeweils drei Familien herausfinden sollen. Ich nutze die Aufgabe sehr gern, weil neben der Erweiterung des Wortschatzes, viele landeskundliche Informationen zu gewinnen sind. In Gruppenarbeit müssen die Schüler mit ihrem vorhandenen Wissen aushandeln, ob zum Beispiel die Familie Kinder hat, welchen Hobbys sie nachgehen oder wohin sie in den Urlaub fahren. Gute Schüler finden auch zusätzliche Informationen, die so nicht gefordert sind, wie politische Einstellungen oder erfinden ganze Liebesgeschichten. So nutze ich die Aufgabe auch dazu, um kleine Geschichten schreiben zu lassen oder dieselbe Aufgabe, aber mit umgekehrten Vorzeichen, neu erstellen zu lassen: Drei ungarische Mülltonnen – sagen etwas über drei ungarische Familien.

Das letzte Mal hatte ich eine andere Idee. Ich fragte die Schüler, welche Dinge ebenso etwas über eine Familie oder eine Person aussagen würden. Spontan wurden genannt: Damenhandtasche, Schreibtisch, Bücherregal und besuchte Internetseiten.

Die Schüler entwarfen Fragen, die die Personen charakterisieren sollten, und erstellten eine Liste mit den typischen Dingen. Zwei Aufgaben waren so gut, dass wir diese im Wiki einstellen konnten, um diese in einer Unterrichtsstunde zu lösen:

Hausaufgaben – Was erfahre ich über die Familie oder Person?

Besonders gefreut habe ich mich über die Aufgabe Besuchte Internetseiten. Hier hat ein Schüler die gesamte Aufgabe selbstständig entwickelt. Er gibt 7 von einer fiktiven Person besuchte Internetseiten vor und stellt dazu Fragen in Form eines online Kreuzworträtsels. Auch die Schüler waren von dieser Idee begeistert. Ich hoffe, dass noch weitere Aufgaben im Wiki folgen werden.

Filmempfehlung No.3


“French Roast” – Eines meiner Lieblingsvideos. Der französische Animationsfilm von Fabrice O. Joubert wurde in der Kategorie “Animierter Kurzfilm”  für den Oscar nominiert. Ich finde ihn technisch brillant gemacht, man achte auf den Spiegel, und zeitlos in seiner Aussage. Zwischen 2008-2009 mit einer Menge von Preisen bedacht, wie man auf der Homepage zum Film ersehen kann.

Am Anfang des Films scheint die Welt noch in Ordnung, jeder spielt seine Rolle, jeder entspricht den gängigen Vorurteilen. Doch dann stimmt nichts mehr …

Siehe auch:

Filmempfehlung No.1


Ein 8 Minutenfilm, der ohne Sprache auskommt, eignet sich sehr gut für den Unterricht zu den Themen: Alter, Tod, Sterbehilfe, Grenzen der Medizin

The Lady and The Reaper | La Dama y La Muerte

Viel Spaß!

Homepage zum Film: http://www.ladamaylamuerte.com/

Siehe auch:

Second Life und DaF – ein Erfahrungsbericht


Über Twitter bin ich auf folgenden Vortrag zum Thema Second Life und DaF aufmerksam geworden. In den letzten Wochen wurde dies ja häufiger in Blogs diskutiert und ausprobiert:

Was kann man von einer Flasche Rotwein über die deutsche Grammatik lernen? Möglichkeiten und Grenzen des Fremdsprachenunterrichts im Second Life – ein Erfahrungsbericht.„von Hajnalka

Im Projekt Bildungsreport On Air berichten Reporterinnen oder Reporter- zum Beispiel heute am 26. Februar über den Fernstudientag 2010 zu Themen wie „distance learning, online communities und social software“.

Freie Bilder für den Unterricht!


Bei TeachersNews habe ich folgenden Hinweis gefunden:

Unter bilder.tibs.at entsteht ein vom Tiroler Bildungservice (TiBS) initiiertes frei zugängliches Repository mit Bildern (Fotos und Grafiken), welche einer eindeutigen CreativeCommons Lizenz unterliegen und daher im nicht kommerziellen (Bildungs-)Bereich bedenkenlos einsetzbar sind. Über eine Suchmaske sind Bilder nach verschiedenen Kriterien abruf- und downloadbar.
Gibt es eine ähnliche Initiative für Deutschland oder nur in einzelnen Bundesländern? Es wäre schön, wenn sich solche Bild- bzw. Materialdatenbanken zusammen schließen und einen gemeinsam durchsuchbaren Pool bilden würden.

WebTourCreator in DaF einsetzbar?


Da ich gestern in Budapest durch die Schneemassen das Haus nicht verlassen konnte/wollte, habe ich mich an den WebTourCreator gewagt und dieses Tool auf seine „Daf“ tauglichkeit geprüft. Die Macher werben damit, dass man als Lehrer im „3-Click-Verfahren“ interessante Webseiten mit zugeordneten Aufgaben in seine Hausaufgaben online einbinden könne. Tatsächlich ist die Erstellung solcher Touren sehr einfach und für jedermann zu bewältigen.

Aber was kann der WebTourCreator wirklich?  Auf der Betreiberseite wird das Tool als „Hausaufgaben-WebTour“ vorgestellt:  Es

… ermöglicht jedem Lehrer, ohne Programmierkenntnisse interaktive Aufgaben zu erstellen. Auf beliebigen Internetseiten können Fragenleisten zur Beantwortung durch seine Schüler eingeblendet werden. Über einen Feedback-Kanal gelangen die Antworten auf den PC des Lehrers.

Man braucht nur eine URL einer zu bearbeitenden Website und einige passende Fragen. Die Schüler lesen diese Texte als Hausaufgabe und beantworten die Fragen online. Der Lehrer kann diese Arbeit online nachvollziehen. Ein Feedback seitens des Lehrers ist nicht möglich. Er kann nur die Lösungen der Schüler einsehen. Es gibt fünf verschiedenen Antwortarten:

  • Radiobutton – eine Einfachauswahl,
  • Checkbox – eine Mehrfachauswahl,
  • Singleline textbox – hier kann der Schüler einen kurzen Text eingeben (bis zu 256 Zeichen),
  • Multiline textbox – hier hat der Schüler die Möglichkeit eine längere Antwort zu geben,
  • Dropdown list – ähnlich einer MC-Übung in Moodle ,mit mehreren Wahlmöglichkeiten.

Alle Antwortmöglichkeiten können auch auf einer Seite miteinander kombiniert werden. Der Platz unterhalb der angesteuerten Website ist jedoch begrenzt.  Wie schon erwähnt, werden die Antwortdaten der Schüler gespeichert und stehen so dem Lehrer zur Kontrolle und Auswertung zur Verfügung.

Ich habe als Versuch zwei Aufgaben erstellt:

Hier müssen Texte auf Internetseiten gelesen werden. Die Aufgaben sind längere Textantworten, die letzte eine Dropdown list.

Für diese Tour habe ich jeweils auf einer Seite eine Statistik, ein Video und ein Hörtext verwendet. Zu dem Video sollen HV-Aufgaben in Form einer „Dropdown list“ gelöst werden.

Beide Touren waren schnell und unkompliziert erstellt. Das nachträgliche Bearbeiten der Tour wurde dadurch erschwert, dass man jedes Mal die Veröffentlichung der Tour rückgängig machen musste. Kompliziert wird es auch, wenn man das Erscheinungsbild verändern will. Geringe Änderungen sind im CSS-Code möglich. Natürlich kann das nicht jeder. Es wäre daher besser, verschiedene Designs für die Frageleisten anzubieten.

Gut finde ich die Idee der Datenbank. Zusätzlich werden die LernWebTouren auf ein Portal gestellt, damit auch andere Lehrer diese LernWebTouren mit ihren Schülern nutzen können. Damit soll eine Lerndatenbank aufgebaut werden. Das Finden passender Touren erfolgt über Tags, die man beim Speichern vergibt. Ich habe die Tags „daf“ und „landeskunde“ verwendet.

So richtig zufrieden bin ich mit diesem Tool noch nicht. Für den Fremdsprachenunterricht wäre es besser, wenn es für Lese- und Hörverstehen übersichtlichere Aufgabentypen gäbe. Ich meine damit sichtbare MC- oder Richtig/Falsch-Aufgaben und nicht diese Dropdownlisten. Eine Gefahr besteht auch in der vorgegeben „Multiline textbox“, dass Schüler passende Textstellen im Text suchen, diese kopieren und ohne viel nachzudenken in diese Boxen einfügen. Vielleicht sollte man die Vorgabe machen, dass nur selbst formulierte Sätze erlaubt sind. Auch fehlt mir eine Feedbackfunktion, in der ich jeden einzelnen Schüler verfolgen kann. Leider ist diese nur sehr allgemein gehalten:

Sollte man also dieses Tool benutzen? Meiner Meinung nach kann man es einsetzen, um Internethausaufgaben einmal anders bearbeiten zu lassen. Aber worin der Mehrwert zu anderen Methoden der Internetrecherche bestehen soll, leuchtet mir noch nicht ein.

Hier kann ich ganz klassisch Arbeitsblätter mit Links ausgeben und diese mit den Schülern in der Stunde auswerten. Ich kann auch E-Mails mit den Seiten und Aufgaben verschicken und diese zurückfordern, ich kann diese im Wiki bearbeiten lassen (leider kann ich hier auch nicht die Lösung der MC-Aufgaben überprüfen.) oder ich nutze Moodle, wo alle Funktionen zusammengefasst sind.

Eine weitere Möglichkeit sehe ich darin, dass nicht Lehrer diese Webtouren erstellen, sondern Schüler. Vielleicht können sie so nach einem Vortrag Hausaufgaben für ihre Mitschüler ins Netz stellen.

Finanziert wird das Projekt übrigens durch Sponsoren. Neben der online Möglichkeit gibt es auch  den WebTourCreator als offline Programm. Mir ist es aber nicht gelungen, mich hier zu registrieren und es auf meinem Computer zum Laufen zu bringen.

Hier die Links: http://www.laukamm.de/unlimited/german.html

Twitterlisten für DaF


Die Diskussion über Sinn und Unsinn von Twitterlisten ist zwar schon vorbei, aber für viele Twitter-Neueinsteiger relevant. Warum sollte man solche Listen anlegen und wie gehe ich damit um?

Der größte Vorteil solcher Listen besteht darin, dass man (nicht nur als Twitterneuling) durch das Abonnieren fremder Listen einfacher interessante Accounts findet.  Als zweiten Schritt sollte man für sich selbst eigene Listen erstellen.  Diese kann man thematisch sortieren, was besonders bei der ständig wachsenden Zahl von neuen Follower nützlich ist. So kann man Privat, Beruf, Hobby oder spezielle Themen voneinander trennen – Zum Beispiel:

  • @landeskunde/privat
  • @landeskunde/beruf
  • @landeskunde/themaxy

Diese Listen kann ich „öffentlich“ bzw. „privat“ speichern. Durch die Veröffentlichung solcher Listen könnten nützliche Verzeichnisse entstehen, die immer weiter entwickelt werden. So habe ich zurzeit drei Listen für die Öffentlichkeit erstellt:

@landeskunde/daf

@landeskunde/goethe-institute (zurzeit mit  19 Instituten bzw. GI-Projekten)

@landeskunde/verlage

Eine Sammlung von möglichen Arten von Listen findet man im Blog TV… und so. Ich führe einige Vorschläge kurz auf, die  hier genauer beschrieben werden:

  • Verzeichnisliste
  • Thematische Empfehlungsliste:
  • Meinungsführerliste
  • Spaßliste
  • Twitter-Liste nachgespielt Eine interessante Idee ist es auch, Twitter Listen dazu zu nutzen, ein Schauspiel aufzuführen: So wurde an Weihnachten 2009 “Kevin allein zu Haus” via Twitter-Liste nachgespielt.

Viele nützliche Tipps zu diesem Thema bietet das Blog WebZweiPunktNull.de. Hier lernt man, wie man eine Liste in Twitter anlegt, diese wieder löschen kann, aber auch wie ich erfahre, in welchen Listen ich auftauche?. Für mich neu war die Möglichkeit, wie man sich aus Twitter Listen entfernen kann? Zum Schluss möchte ich aus dem  Einsteigerguide: 7 wichtige Tipps zu Twitter Listen zitieren, wie man interessante Listen finden kann:

Entsprechende Verzeichnisse dürften in den nächsten Wochen gestartet werden. http://listorious.com/ etwa listet internationale Listen nach Stichwörtern.

Es lohnt sich ebenfalls einen Blick in die Listen der Follower zu werfen und diese zu abonnieren. Listen in denen man selbst geführt wird sollte man sich ebenfalls umschauen. Speziell wenn es um den Job geht.