Zauberwort „Rabatt“


Die Sendung der ARD „Wissen vor 8“ geht in ihrem aktuellen Beitrag  der Frage nach, warum  wir bei Sonderangeboten gerne schwach werden.

Interessant ist das Ergebnis eines kleinen Experiments, das zeigt, dass man sich doch von dem Zauberwort „Rabatt“ beeinflussen lässt.

Hier das Video zum Beitrag

Ein Rabatt (von ital.: rabatto, rabattere = niederschlagen, abschlagen) ist ein Preisnachlass, der in der Regel in Prozent ausgedrückt und vom Listen-Preis (Netto-Verkaufspreis) einer Ware abgezogen wird. Rabatte werden als Kaufanreize in der Preispolitik eingesetzt.

Schnäppchen nennt ein Kunde den Kauf eines Produktes zu einem Preis, der so günstig war, dass ihn der Verkäufer nicht dauerhaft an alle Kunden einräumen könnte, ohne in eine wirtschaftlich prekäre Lage zu geraten.

aus Wikipedia

Übrigens gab es schon im März eine ausführliche Sendung auf WDR (Quarks & Co) zu diesem Thema: Schalten Rabatte unseren Verstand aus?

Wunderbar für den Unterricht geeignet ist der Beitrag der DW-Sprachbar vom  24.11.2005 „Für umme“

Zitat:

„Aber Rabatt ist nicht gleich Rabatt! Da gibt es zum Beispiel den „Aktionsrabatt“. Nur für kurze Zeit. Oder den „Treue-Rabatt“, wenn der Kunde immer wieder brav im selben Laden etwas gekauft hat. Allerdings muss das nachgewiesen werden. Früher gab es dafür die Rabattmarkenheftchen. Wenn sie voll waren, konnten sie direkt gegen Bares im Geschäft eingetauscht werden.“

Audio: Sprachbar: „Für umme“ – die Folge hören (MP3)‎

Den Artikel „Mitarbeiten für’s Schnäppchen“ der DW könnte man ab -C1 verwenden. Er bespricht das Buch „Der arbeitende Kunde“. Thema des Buches ist das „zeitgenössischen Wechselspiel von Konsum und indirekter Mitarbeit“. Der Text wird durch eine Lexikliste ergänzt. Für die Diskussion könnte die Frage interessant sein, was die Lerner für einen Preisnachlass machen würden.

Was machen alles Menschen für Rabatte? Hier ein erschreckendes Video:

Zum Wort „Rabatt“:

Synonyme: Preisnachlass, Nachlass, Prozente, Skonto, Ermäßigung, Preissenkung, Verbilligung, Vergünstigung, Reduzierung, Abschlag, Abzug

Herkunft:

Im 17. Jh. aus italienisch rabatto (von rabattere) oder französisch rabat (von rabattre) entlehnt. Die jeweils zugrundeliegenden Verben sind aus dem Lateinischen gebildet und bedeuten umschlagen, niederschlagen, abschlagen.
KasusSingularPlural
Nominativder Rabattdie Rabatte
Genitivdes Rabatts
des Rabattes
der Rabatte
Dativdem Rabatt
dem Rabatte
den Rabatten
Akkusativden Rabattdie Rabatte

Deutsche zweifeln an der sozialen Marktwirtschaft


Spiegel ONLINE bringt heute eine interessante Ergänzung zum Thema Deutsche und ihre wirtschaftlichen Ängste. Im letzten Post verwies ich darauf, dass „43 Prozent fürchten, dass es ihnen persönlich in zehn Jahren wirtschaftlich schlechter gehen wird.“

Der Spiegel-Artikel untermauert noch einmal diese Tendenz:

  • 38 Prozent der Bundesbürger haben „keine gute Meinung“ von der deutschen Wirtschaftsordnung und nur noch 31 Prozent „eine gute Meinung“
  • Besonders hoch ist der Ansehensverlust  in Westdeutschland.
  • 40 Prozent der Deutschen zweifeln, ob die soziale Marktwirtschaft im Zeitalter der Globalisierung zeitgemäß ist.
  • Eine Alternative zur marktwirtschaftlichen Ordnung sehen nur 14 Prozent

Brisant sind diese Zahlen deshalb, da in wenigen Tagen, am 20 Juni, die soziale Marktwirtschaft ihr 60jähriges Jubiläum feiert.

Als Geburtsstunde der sozialen Marktwirtschaft gilt die Einführung der D-Mark am 20. Juni 1948 und die damit verbundene Aufhebung der staatlichen Preisbindung. Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigte den Tag als „Ereignis von wegweisender Bedeutung“. In ihrer jüngsten Video-Botschaft am Samstag hob sie den „mutigen Schritt“ Ludwig Erhards hervor, der vor 60 Jahren als Direktor der Wirtschaftsbehörde der britisch-amerikanischen Zone eine Aufhebung der Preiskontrolle und die weitgehende Lockerung der Bewirtschaftung verkündete.

Zahlen und Zitate aus: SPIEGEL ONLINE

Deutschland, deine Unternehmer


Im Fach Civilizáció gehört der Teil Wirtschaft zu den unbeliebtesten Themen. Meist geht es um einen allgemeinen Überblick oder es werden einzelne Firmen exemplarisch vorgestellt. Ein anderer Weg wäre es, von den Personen hinter den Zahlen zu berichten. Oft sind Karieren, persönliche Schicksale interessanter und eignen sich sehr gut um das Thema einzuführen bzw. zu illustrieren. Das Unternehmer-Spezial des Manager-Magazins bietet dafür eine alphabetische Porträt-Sammlung:

Deutschland,
deine Unternehmer

Wer sind die Unternehmer im Lande? Wie haben sie ihre Firmen geschaffen, wie zum Erfolg geführt? Wer zieht sich zurück, und wer rückt nach? Hier lesen Sie alle bereits erschienenen Porträts.

Weiterlesen „Deutschland, deine Unternehmer“