DaF-Materialien zu Graphic Novels in der Schule


Die Goethe-Institute im Baltikum und Polen haben ein gemeinsames Web-Projekt entwickelt, das über die Comicszenen in Deutschland, Polen und den baltischen Ländern informiert. Interessant für Deutschlerner sind besonders die didaktischen Materialien zu drei ausgewählten Graphic Novels:

  • Im Himmel ist Jahrmarkt von Birgit Weyhe
  • Kinderland von Mawil
  • „Penner“ von Christopher Burgholz

Hier einige Beispiele:

Kinderland von Mawil

Kurzinfo zur Handlung (Wikipedia) und Leseprobe (PDF)

Zum Autor (PDF, 3 MB)


Siehe auch hier im Blog die Seite: Comics/DaF

Der Handy Wahnsinn


Den Film musste ich einfach posten. Er eignet sich ausgezeichnet als Impuls für eine Diskussion zum leidigen Thema Vor- und Nachteile unserer Handy-Kultur. Daneben bietet er einen motivierenden Stoff zum Nacherzählen. Hier sollte man Screenshots erstellen um den Wortschatz darauf zu erläutern.
Auch hat der „Stummfilm“ das Potenzial, eine kleine Bildergeschichte mit Sprechblasen daraus zu machen. Auch hier geht man so vor: Screenshots von ausgewählten Szenen, einfügen zum Beispiel in Word und Sprechblasen aus selbigen Programm an die gewünschten Stellen platzieren.
Je nach didaktischem Wunsch können die Sprechblasen leer bleiben, mit Text oder Lückentext gefüllt werden oder man überlässt die ganze Arbeit gleich den Lernenden, die bestimmt ein ansprechendes Produkt daraus erstellen können.
Und hier der Film (2:11):

Deutschlandkarten zu positiven und negativen Vorurteilen der Deutschen


Ist ein Erzgebirgler wirklich zänkisch oder ein Hesse besonders schlau? Vorurteile entstehen meist ohne Grund, halten sich aber hartnäckig, wie zwei Deutschlandkarten von ZEIT.ONLINE  zeigen:

  1. Karte der negativen Vorurteile
  2. Karte der positiven Vorurteile

Es überrascht nicht, dass die positiven Eigenschaften der Bundesbürger nicht so einfach zu finden waren. Zitat:

Es macht eben keinen Spaß, über den anderen gut zu reden. Die positiven Vorurteile sind weniger Fremd- als Selbstbilder.

Aus: http://www.zeit.de/2011/32/Deutschlandkarte-Vorurteile

Bleibt noch anzumerken:

Zum Glück werden Vorurteile in Deutschland heute nicht mehr dazu benutzt, um Kriege zu führen, sondern um Bürowitzchen über »den Schnösel aus München« zu machen.

Aus: http://www.zeit.de/2011/31/Deutschlandkarte-Vorurteile

Beide Karten eignen sich ausgezeichnet für Deutschstunden zu diesem Thema. Auf den Seiten der ZEIT.ONLINE Serie „Deutschlandkarten“ finden sich noch weitere brauchbare Unterrichtsmaterialien, wie zum Beispiel: Meier, Meyer, Mayer oder Maier

 

Animierte Gifs aus Youtube Videos


Tolle Sache! Gefunden in Lothars Blog:

Naja, eigentlich ist im Titel bereits beschrieben, was man mit dieser Webseite machen kann. Einfach ein Youtube-Video auswählen und daraus wird dann ein animiertes Gif-Bild erzeugt.

Quelle: hier

Habe ich ausprobiert. Die Bilder sind 10 Sekunden lang. Wer es schafft, seine Informationen dort unterzubringen, kann tolle bewegte Bilder produzieren. Hier ein Experiment mit einem gerade sehr populären Film auf Youtube: Did You Know 4.0

Hm 😦 , im Vorschaufenster von WordPress (Gif hochgeladen) funktioniert es, aber hier …

Aber mein zweites Experiment mit HTML-Einbettungscode funktioniert:


Create Animated GIFs With GIFSoup.com

Hier der direkte Link: http://www.gifsoup.com/view/8425/did-you-know-4-0.html

Und hier das erste Bild eingebettet: Create Animated GIFs With GIFSoup.com

Nachtrag: 4.2.2010

Wie man sieht, ist das Einbetten nicht mehr möglich. Es steht nur noch „Premium Mitgliedern“ zur Verfügung. Ende einer schönen Spielerei.

Welche Vorurteile rufen Namen hervor?


Auf den online Seiten der SZ findet man zurzeit die ansprechende Aufbereitung einer Untersuchung von Psychologen der TU Chemnitz zur Frage, welche Vorurteile Namen hervorrufen.

Titel der Studie: „Ein Vorname sagt mehr als 1000 Worte“.

Namen und ihre Wirkungen sind in allen Kulturen ein Thema. Das Problem, wie ein Vorurteil entsteht und welche Wirkung es hat, ist nicht immer leicht zu vermitteln. Vorurteile am Beispiel der Vornamen bewusst zu machen, halte ich für sinnvoll, weil das Thema „Namen“ nicht so kompliziert scheint. Nebenbei werden eine Reihe Adjektive wiederholt oder eingeführt. Natürlich können die Lerner selbst aktiv werden, und eine Liste der ihnen bekannten Vorurteile einheimischer Vornamen erstellen und darüber diskutieren. Die Form der Fotostrecke sollte man beibehalten und im Klassen-/Seminarraum aushängen. Man kann selbst Bilder malen lassen oder Kinderfotos mitbringen.

Schon vor längerer Zeit habe ich auf die Idee hingewiesen, das „Vorurteil“ als Person sprechen zu lassen. Diese Anregung fand ich in einem Text von Anne Hähnig: Ich, das Vorurteil

Hier sind die Fragen aus dem Text. Diese eignen sich auch für ein Interview:

Wie entstehe ich?

Wozu nütze ich?

Wann verändere ich mich?

Wie bin ich?

Wie überlebe ich?

Wie tarne ich mich?

Wer hilft mir?

Was kann ich bewirken?

Wie könnt ihr mich loswerden?

Aus für urheberrechtlich geschützte Bilder im Google Suchindex?


Ich weiß nicht, ob ich darüber lachen oder weinen soll. In der taz fand ich heute folgende Meldung:

Laut Bestätigung des (Hamburger) Landgerichtes vom Montag muss Google fünf urheberrechtlich geschützte Comiczeichnungen aus dem Index nehmen und darf diese nicht mehr darstellen. In der Urteilsbegründung heißt es, der Suchmaschinenriese verletze mit seinem Vorgehen die ausschließlichen Nutzungsrechte des Künstlers. Rechtskräftig ist das Urteil allerdings noch nicht, Google hat noch bis Ende des Monats Oktober Zeit, Berufung einzulegen.

Man kann zu Google stehen, wie man will. Die Anzeige der Bilder bei der Bildersuche als „Thumbnails“ ist nun mal praktisch. Man muss sich nur vorstellen, statt der Vorschaubilder eine Textbeschreibung zu erhalten …. .

Übrigens, wer nicht möchte, dass seine Bilder im Index erscheinen, muss dies bei Google beantragen:

Ich möchte nicht, dass ein urheberrechtlich geschütztes Bild von meiner Website in den Ergebnissen erscheint. Wie kann ich es aus dem Index entfernen?

Zum Entfernen eines urheberrechtlich geschützten Bildes aus dem Index der Google Bildsuche gehen Sie bitte wie folgt vor.

Aus: http://images.google.com/intl/de/help/faq_images.html

Hier wird natürlich das Urheberrecht auf den Kopf gestellt. Der Blogger bekommt eine Abmahnung und der Internetriese lässt sich darum bitten, solche geschützten Bilder nicht mehr anzuzeigen. Sein Argument: das Zitatrecht

Als Suchmaschine müsse es möglich sein, derartige kleine Vorschaubilder entgeltfrei anzubieten.

Ich bin gespannt, wie die Sache ausgeht.

Schatzkiste Deutschland


Auf dem Portal http://www.ard.de bin ich auf eine wunderbare Seite zu bedeutenden deutschen Stätten des UNESCO-Welterbes gestoßen:

„Dresdner Elbtal, Berliner Museumsinsel, Bauhaus in Dessau und Weimar –
drei der 32 deutschen UNESCO-Welterbestätten. Eine Reise in Bildern.
[galerie]“

Die Bilder werden mit weiterführenden Links ergänzt, so dass man die
einzelnen Stätten genauer kennen lernen kann. Das ermöglicht auch den
Einsatz im Unterricht. Die Lerner könnten in Gruppen über eine Stätte
genauer recherchieren und ihre Ergebnisse als Wandzeitung, PPT oder in einem Blog vorstellen.

Für DSD-Projekte, als Vorbereitung eines Erörterungsaufsatzes oder für ein Rollenspiel eignet sich die Diskussion um den umstrittenen Brückenbau über die Elbe in Dresden.

Dresden auf der Roten Liste


„Das
Dresdener Elbtal ist eines der derzeit 33 Denkmäler auf dieser Roten
Liste. Denn der geplante Bau der Brücke gefährdet das Kulturgut und
widerspräche damit dem Versprechen es zu schützen. Setzt die Stadt den
Bau der geplanten Brücke gegen den Willen der UNESCO durch, könnte das
Dresdner Elbtal das erste Denkmal überhaupt sein, dem der Titel
„Welterbe“ aberkannt wird.“

Digitalbilder des Bundesarchivs jetzt im Internet


heise online meldet, dass das Bundesarchiv sein Digitales Bildarchiv für den Zugriff aus dem Internet geöffnet hat: „Als Querschnitt aus den insgesamt etwa 11 Millionen verwahrten Bildern des Archivs sind damit zur Zeit 60.000 Fotos, Luftbilder und Plakate zu Personen und Ereignissen der deutschen Geschichte von 1860 bis zum Ende der 1990er Jahre online zugänglich.“Ich habe es mir angeschaut und kann sagen, dass es ein Fundgrube für den Landeskundeunterricht ist. Der Zugang zum Digitalen Bildarchiv ist kostenfrei, man kann die Datenbank ohne Registrierung benutzen und die Bilder über eine Volltext- oder eine Themensuche erschließen. Das Herunterladen von reproduktionsfähigen Bildern ohne Wasserzeichen erfordert allerdings eine Registrierung und ist nur kostenpflichtig möglich.

Wortschatzarbeit: Gefühle/Gesichtsausdrücke


Der Lehrerfreund verweist auf ein Arbeitsblatt, das man leicht für den DaF-Unterricht adaptieren kann: Wortschatzarbeit: Gefühle/Gesichtsausdrücke beschreiben (Arbeitsblätter)

SchülerInnen finden Synonyme für unterschiedliche Gesichtsausdrücke. Zwei niveaudifferenzierte Arbeitsblätter und ein Lösungsblatt aus der Zeitschrift „Deutsch – Unterrichtspraxis für die Klassen 5-10“ (4/2005), Niveau Sekundarstufe I.

Ergänzung 2017: Im ZUM-Willkommen-Wiki habe ich weitere Materialien zu diesem Thema gesammelt:

Arbeitsblätter, Unterrichtsideen

Daneben gibt es interaktive Übungen wie folgende: Zuordnungsübung – Wortschatz (Adjektive): Gefühle

Link zu LearningApp