Update Wortwolken


Hier im Blog befassen sich viele Beiträge mit dem Thema Wortwolken im DaF-Unterricht. Da sich dort einiges verändert hat, wird es Zeit, darauf aufmerksam zu machen.

Update 2022: Das bekanntest Wortwolkentool „Wordle“ ist nicht mehr online. Das Wort wird jetzt ich einer anderen Bedeutung genutzt.

Erstellt mit WordArt

Da wäre zum Ersten das Tool Tagul, das seit 2017 in Word Art umbenannt hat und nun hier zu finden ist: https://wordart.com/create  Mit dem Tool habe ich auch oben- stehende „Wortwolke“ erstellt, in der man die wichtigsten Tools wiederfindet, die noch aktiv sind. Für mich neu hinzugekommen, ist die Seite WortWolken.com. Da sie meiner Meinung nach noch einfacher funktioniert als Wordle.net (nicht mehr online) und zudem noch auf Deutsch ist, habe ich dieses Tool zu meinem Favoriten gemacht. Nach und nach werde ich deshalb meine Schritt-für-Schritt-Beschreibungen für Fortbildungen anpassen. Aber es lohnt sich auch, die anderen Tools auszuprobieren, die man oben in der „Wortwolke zu Wortwolken“  finden kann. Hier die noch einmal die Adressen:

Zum Thema Wortwolken im DaF-Unterricht habe ich auch einen LearningSnack erstellt, den ich in den kommenden Tagen anpassen werde. (Jetzt mit WortWolken.com ergänzt und Wordle gelöscht): https://www.learningsnacks.de/share/2983

Kommen wir nun zu einer wirklichen Innovation der Arbeit mit Wortwolken im Fremdsprachenunterricht. Ich fand es bisher immer sehr umständlich, die Ergebnisse des gemeinsame Brainstorming in einer Klasse oder Fortbildungsgruppe selbst oder mit Hilfe eines Schülers oder Kollegen in eine Wortwolke einzutragen oder eintragen zu lassen. Dank BYOD und eines Tools geht das jetzt sehr einfach und schnell. Ich nutze dazu Mentimeter. Neben klassischen Abfragen kann man dort auch eine Abfrage in Form einer Wortwolke generieren. Seit wenigen Wochen ist es auch möglich, die Arbeitsanweisungen in deutscher Sprache anzuzeigen. Hier ein Beispiel zum Thema „Typisch deutsch“:

Screenshot Mentimeter.com

www.menti.com

898136

Screenshot-2018-1-12 Voting – Mentimeter

Die Ergebnisse lassen sich in Echtzeit präsentieren oder sind auch herunterladbar.

Das Ergebnis kann man hier verfolgen.

Das Tool kann man auch einbetten und so zum Beispiel in Moodle sichtbar machen.

Besonders motivierend fanden die Teilnehmer, dass sie live miterleben konnten, wie sich die Wortwolke entwickelte. Dies Szenarien für den Fremdsprachenunterricht liegen auf der Hand. Es kann sowohl für Brainstorming und Aktivierung des Vorwissens in Vorbereitung einer Aufgabe oder Übung eingesetzt werden (zum Beispiel für das Lese- und Hörverstehen, Vorbereitung einer Textproduktion usw.), aber auch ganz klassisch als Abbildung der Gruppenmeinung für eine sich daran anschließende Diskussion. Auch zur Sichtbarmachung des eigenen Lernfortschrittes eignet es sich, indem man zum Beispiel eine Wortwolke vor einer Übungssequenz mit einer danach erstellten vergleicht. Auch hier eignen sich die Wortwolken für das kreative Schreiben, nur dass durch BYOD der Schreibprozess dynamischer gestaltet werden kann, da die Wortwolke ständig verändert werden kann. Auch für eine Evaluation oder als Stimmungsbild eignet sich die Wortwolke von Mentimeter.

Die Erstellung ist ganz simpel. Man muss sich zuerst auf der Seite https://www.mentimeter.com/  registrieren und hat dann verschiedene Präsentationsstile zur Auswahl:

Screenshot Mentimeter Auswahl

Die Einstellungen der Präsentation zum Beispiel der Präsentationssprache oder des Präsentationsmodus oder die Begrenzung der Anzahl der Einträge sind möglich. Das Tool ist aktuell noch kostenlos und in seinen Basisfunktionen für die Schule oder auch für die Fortbildung ausreichend.

Beiträge zum Thema Wortwolken hier im Blog: (2016)

Zusammenfassung: Wortwolken im DaF-Unterricht


Gestern habe ich im Blog-Artikel Wikinar: Wordle & Co Unterrichtsideen für den Fremdsprachenunterricht einen kurzen Workshop zum Thema Wortwolken vorgestellt. Heute gibt es noch mehr Informationen und Materialien rund um das Thema: Wortwolken im DaF-Unterricht. Ihr findet hier:

  • Die ausführliche Beschreibung einer Fortbildung zu diesem Thema und Material
  • Eine Liste mit möglichen Einsatzszenarien für Wortwolken in DaF

Mit Wortwolken in Fortbildungen habe ich mich in den letzten Jahren im Blog Landeskunde (erstmals 2008) und in Online- oder Blended Learning-Kursen oder in Präsenzseminaren beschäftigt. Meist ging es darum, Unterrichtsideen für Wortwolken zu analysieren und eigene Wortwolken zu erstellen. Dabei sollten Ideen für die eigene Unterrichtspraxis entwickelt und Arbeitsblätter mit Wortwolken und Arbeitsanweisungen angefertigt und präsentiert werden. In den letzten 8 Jahren ist so eine Menge Material entstanden, das ich hier gerne veröffentlichen möchte.
Grob kann man den Ablauf fast aller Fortbildungsvarianten so wiedergeben:

  1. Simulation: Bearbeitung von Beispielaufgaben mit Wordle im DaF-Unterricht
  2. Reflexion dieser Aufgaben und Sammlung eigener Unterrichtsideen
  3. Erstellung von Wortwolken: Schritt-für Schritt-Anleitung, Ausprobieren von versteckten Eigenschaften des Wordle-Tools
  4. Planung und Erstellung eines Arbeitsblattes mit Wortwolken für den DaF-Unterricht
  5. Präsentation der Ergebnisse und Evaluation

Einstieg

In den Fortbildungen vergangener Jahre habe ich verschiedene Einstiegsvarianten ausprobiert. So zum Beispiel in einer Online-Fortbildung (auf Moodle) mit internationalen Teilnehmern, mit der Aktivität Wörter und Wortgruppen zum Thema: „Typisch deutsch ist für mich: …“ zu sammeln. Daraus entwickelte sich im Moodle-Forum eine interessante Diskussion und ein multiperspektivischer Blick auf das Thema. Aus den gesammelten Ideen wurde eine gemeinsame Wortwolke erstellt, die dann wiederum als Schreibanlass für einen kurzen persönlichen Text zum Thema diente. Damit waren sogleich zwei grundlegende Möglichkeiten von Wortwolken im Fremdsprachenunterricht genannt: Als Visualisierung von Assoziationen, aber auch als Schreibanlass für einen Text (auch Dialog oder Gedicht).

Simulation: Bearbeitung von Beispielaufgaben

Die Simulationsphase des Workshops soll den TN die Möglichkeit bieten, dass Potenzial von mit Wortwolken erstellten Übungen zu erkennen. Dabei lösen sie aus der Perspektive der Lerner Beispielaufgaben und reflektieren diese Aufgaben aus der Sicht des Lehrers (Lehrerprofessionalität).
Im Folgenden findet man mögliche Simulationsaufgaben und Anweisungen für die Reflexion.
Simulationsaufgaben: (Gruppen- oder Paararbeit)

Reflexionsaufgaben: (Gruppenarbeit)

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Arbeitsblätter für den Unterricht untersuchen:

  1. Lösen Sie die Aufgaben der Arbeitsblätter.
  2. Diskutieren Sie, welche Ziele mit den Aufgaben erreicht werden sollen. Tragen Sie die Ergebnisse hier ein:

Ziele:

……
3. Inhaltliche Seite:
Wie sinnvoll finden Sie die Aufgaben? a) Geben Sie 1-5 Punkte: von 1 = „nicht sinnvoll“ bis 5 = „sehr gut einsetzbar“. b) Begründen Sie Ihre Entscheidung.

Nicht sinnvoll                                                                          Sehr gut einsetzbar
1                          2                               3                            4                                5
Begründung:

…..

4. Welche Alternativen für die Aufgabenstellung oder für die formale Gestaltung würden Sie vorschlagen? Was würden sie anders machen?

….

5. Präsentieren Sie Ihre Ergebnisse im Plenum:

a) Sie stellen die Aufgabenstellung und die Ziele des Arbeitsblattes kurz vor. (früher Folie, jetzt iPad über Apple-TV) b) Lesen Sie Ihre Texte vor. (Zeitfrage)
c) Präsentieren Sie Ihre Bewertungen mit Begründung.
d) Nennen Sie mögliche Alternativen.

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Erarbeitung / Information

Danach sammeln die TN in Gruppen Ideen für den Einsatz von Wortwolken im eigenen Unterricht.

Arbeitsauftrag:

1. Finden Sie in Ihrer Gruppe eine für Sie interessante Unterrichtsidee, wie man das Wordle-Tool im DaF-Unterricht einsetzen könnte.
2. Beschreiben Sie diese Idee und stellen Sie diese im Plenum vor. Nutzen Sie für Ihre Arbeit folgende Wortwolke:

Einige Ergebnisse findet man im ZUMPad: http://zumpad.zum.de/p/Zagreb5

Zu den gesammelten Wortwolken-Ideen

Folgende Wortwolken-Ideen stammen von mir oder aus Online- und Präsenzveranstaltungen der vergangenen Jahre. Sie sollen hier nur kurz beschrieben werden.
Sinnvoll erscheint mir eine Gliederung nach Fertigkeitsbereichen (Lese- oder Hörverstehen, Sprechen und Schreiben), wobei die Einteilung nach Unterrichtsphasen dem untergeordnet wird. Weitere Übungsformen zum Beispiel zu Grammatik, Wortschatz, aber auch zur Landeskunde werden gesondert dargestellt. Ergänzt werden auch Ideen für die Lehrerfortbildung.

Als ersten ein ausführlich beschriebenes Beispiel aus meiner Unterrichtspraxis:

Zielaufgabe im Fach Civilizacio (DaF-Landeskunde-Fach in Ungarn):
Die Schülerinnen und Schüler (SuS) können einen Tourismuswerbetext zu München verfassen.

Verlauf:
1. Als Einstieg wurde das Vorwissen der SuS abgefragt und in einer Wortwolke visualisiert. (Mehrfachnennungen = größere Anzeige)
2. Danach wurde der Inhalt erarbeitet: Texte, Filme, Bilder (Vorgehen nach Belieben – Vorschlag: projektorientiert, Gruppenarbeit (GA), Wirbelgruppen)
3. Der“ Zwischenstand“ kann ebenfalls als Wortwolke dargestellt werden. Der Lernzuwachs wird so von den SuS direkt wahrgenommen.
4. „Abschluss-Wortwolke“ mit allen relevanten Begriffen, die zur Erfüllung der Aufgabe notwendig sind, wird erstellt.
5. Die Wortwolke kann zum Üben (Erstellung von MindMaps zur strukturierten Textproduktion, freies Sprechen, Formulierung von Sätzen und Textabschnitten) genutzt werden.
6. Die Wortwolke dient als Vorlage für den Aufsatz, der als Abschlusstest der Einheit geschrieben wird.
Hinweis: Hier bietet es sich an, je nach Lernergruppe, die Erstellung der Wortwolke den SuS zu überlassen. Die Sammlung der Ideen kann im Wiki oder Etherpad erfolgen. Die „Abschlusswolke“ sollte durch den Lehrer vereinheitlicht werden.

Ideen zur mündlichen und schriftlichen Textproduktion

Die Wortwolke:

  • als Dialoggerüst: Der Inhalt eines Dialogs (Beispiel „Im Restaurant“) wird in Wortgruppen (zusammenhängende Darstellung durch ~; Wort~Wort ) und Wörtern in einer Wortwolke dargestellt. Die SuS ordnen den Dialog zu einem Dialoggerüst, üben zuerst mit diesem Gerüst, danach mit der Wortwolke als Stütze, um dann später frei zu sprechen.
  • für Vorträge: Für Vorträge nutzen die SuS anstatt Notizzettel selbsterstellte Wortwolken, welche während der Präsentation als Bild präsentiert werden.
  • als Grundlage für mündliches Erzählen oder kreatives Schreiben:
    Ein thematischer Kurztext (Beispiel: „Bürogeschichte“) in einer Wortwolke dargestellt. Die SuS erhalten die Aufgabe, daraus einen Text (mdl., schr.) zu produzieren. Weitere Steuerung über Bilder oder Geräusche möglich, evtl. können weitere Vorgaben gemacht werden: wie Genre, handelnde Personen, Zeit usw.
  • Schreiben von Gedichten: Wortwolken aus
    • 1. Reimwörtern,
    • 2. Teile aus bekannten Gedichten,
    • 3. thematisch von den SuS gesammelten Wörter dienen als Grundlage  (Ergänzung zu 3. : SuS können in Gruppen die Wörter für die anderen Gruppen vorgeben.)
  • Texte zur Landeskunde produzieren (siehe oben):
    Textproduktion aus gemeinsamen Assoziationen (Beispiel: „Was ist typisch Deutsch?)
  • Rekonstruktion von Texten: (Beispiel: bekannte Texte wie Rezepte, Dialoge, Wegbeschreibungen + mit Bild) werden in Wortwolken zerlegt und müssen durch die SuS „rekonstruiert“ werden, je nach Fertigkeit und Komplexität des Textes kann dies frei oder in einem Textgerüst erfolgen.
  • Eine Inhaltsangabe (Zusammenfassung) erstellen: Siehe DIGU-Aufgabentypologiesammlung

Vorwissen aktivieren

  • Lese- oder Hörverstehen: zur Vorentlastung der Texte, Wortwolke aus Text erstellen – Vermutungen anstellen lassen
  • Hörverstehen global: Eine Wortwolke mit in dem Hörtext vorkommenden Themen gemischt mit Distraktoren („Ablenker“) erstellen. Beim Hören markieren die TN die im Text vorkommenden Themen. Dann bringen sie die Themen in die richtige Reihenfolge und vergleichen diese mit ihren Vermutungen.
  • beim Einstieg in das Thema: (Beispiel: Abiturbräuche im DSD-Wiki, Bundestagswahlen und andere landeskundliche Themen) – Was kennt ihr? – Was sollten wir noch recherchieren?
  • beim Einstieg in ein Projekt: Assoziationen sammeln und visualisieren, für die weitere Planung des Projekts benutzen, für Zwischenevaluationen einsetzen

Wortschatztraining

  • zum Lernen: Die Lerner notieren wichtigen Lernwortschatz, drucken sich diesen als Wortwolke aus und hängen Sie in ihrem Zimmer an einer sichtbaren Stelle auf, bis sie die Wörter kennen.
  • Üben 1: Die SuS notieren den Lernwortschatz in der Ziel- und Muttersprache und erstellen daraus eine Wortwolke. Die SuS tauschen ihre Wortwolken. Zuordnungsübung zusammengehörender Paare, Austausch und Korrektur der Übungsaufgabe
  • Üben 2: Themen wie „Arbeit und Beruf“, „Einkauf/Lebensmittel“ oder „Eigenschaften von Personen“ usw. können mithilfe von Wortwolken geübt werden: Zuordnung Beruf – Verb, Lebensmittel – Verpackung, …

Spiele

Ideen für Spiele mit Wortwolken findet man auch auf DIGU des Goethe-Instituts (Datenbank „Digitale Unterrichtsgestaltung“) http://digu.goethe.de

 Lehrerfortbildung

  • Name + etwas Persönliches (für alle gleich: Hobbys, Was man mag, Lieblingstier, Diese Metapher passt zu mir als Lehrer usw.)
  • Namen von allen Kursteilnehmern werden als ein „Wolken“-Plakat im Raum aufgehängt.
  • Sich mit Hilfe einer Wortwolke vorstellenhttp://digu.goethe.de/p4ansehen.php?id=132 (auch für den Unterricht geeignet).
  • Erfahrungen (Wörter, Wortgruppen) zu bestimmten Themen in der Gruppe sammeln, Gruppen-Wolke erstellen – die anderen Gruppen müssen erfragen, welche Erfahrungen damit gemeint sind (Wibelgruppen)
  • Gut gemachte und einfach gehaltene Anleitung für Fortbildner zum Thema: Wordle – einfach und schnell Wortwolken erstellen (wb-web)

Auf die Beispiele zum Thema Grammatik verzichte ich hier. Diese sind sehr zahlreich und meist Zuordnungsübungen. Vielleicht ergänze ich sie zu einem späteren Zeitpunkt.

Was noch fehlt ist die:

Anwendungsphase (Transfer)

Erstellung einer kurzen Übung für den Unterricht mithilfe eines Wordles

Erstellen Sie ein Arbeitsblatt. Schwerpunkt soll eine Wortwolke sein. Nutzen Sie als Anregung die Seiten „Unterrichtsmaterialien“ auf PASCH-net.

Folgende Schritte können Ihnen helfen:

  1. Thema suchen
  2. Ziel formulieren
  3. Text suchen oder Wörterliste erstellen
  4. Wortwolke generieren und in das Arbeitsblatt einfügen.
  5. Arbeitsauftrag formulieren
  6. Speichern

Stellen Sie Ihre Ergebnisse im Plenum vor.

Zeit: 30 Minuten

Damit sind wir am Ende des kurzen Workshops angekommen. Es folgt eine kleine Linkliste mit Beiträgen aus diesem Blog:

 

„In 80 Tagen um die Welt“ – Schüler zeichnen Comics


Ogulin in Kroatien + Hexen + Drachen + ein Riese + 20 Schülerinnen und Schüler + eine Comic-Zeichnerin aus dieser interessanten Mischung Mischung entwickelten sich für alle Beteiligten drei spannende Workshoptage.
„In 80 Tagen um die Welt“ ist ein abenteuerliches Comic, dass von PASCH-Schülerinnen und –Schülern aus PASCH-Schulen des Goethe-Instituts auf der ganzen Welt geplant und gezeichnet wird.
Die Ergebnisse des Projekts und die Projektbeschreibung befinden sich auf der Schülerzeitungsseite von PASCH-Global.
Das Konzept kann man hier herunterladen: Konzept „In 80 Tagen um die Welt“ (PDF, 38 KB) 
Daneben gibt es Hinweise für Lehrer (PDF, 4,8 MB) und die Comic-Weltkarte (PDF, 4,8 MB) mit allen beteiligten Ländern.

Die Berliner Zeichnerin Kitty Kahane

Wie alles begann
Den Anfang machte ein Comic, in der die Kinderbuchautorin und -illustratorin Kitty Kahane, die Grundidee der Geschichte, die sich an die Erzählung von Jules Verne anlehnt, und die Protagonisten vorstellt. Seit August war das Projekt zu Gast in Portland, Argentinien, Peru und Kolumbien, um dann erstmals Ende Oktober den europäischen Kontinent zu erreichen.

Zu Gast in Kroatien
In Europa war die erste Station die kleine Stadt Ogulin in Kroatien, die auch als Märchenhauptstadt des Landes bezeichnet wird.

Klek – der magische Berg

Aus der Stadt stammt die kroatische Märchenerzählerin Ivana Brlić-Mažuranić (1874–1938), von der eine Reihe der bekanntesten kroatischen Märchen stammt, die sich auch um den „magischen“ Oguliner Berg Klek ranken. In Ogulin wird bis heute auf Märchenfestivals und Hexenfesten diese Tradition fortgesetzt und so war es auch nicht verwunderlich, dass die Stadt mit ihrer PASCH-Schule eine Station auf der Comic-Reise wurde.

Die Berliner Zeichnerin Kitty Kahane und 20 Schüler der PASCH-Schule Ogulin (Gimnazija Bernardina Frankopana) erstellten an drei Tagen einen spannenden Comic, in dem auch die Märchenwelt der Oguliner Umgebung eine wichtige Rolle spielte.

Die Schüler konnten selbst bestimmen, was die Helden Tom, Anna und Lisa auf ihrer Reise durch Kroatien erleben. Sie sammelten gemeinsam Ideen für die Handlung, erstellten ein Storyboard und zeichneten die Comic-Bilder selbst.

Für alle war überraschend zu sehen, welches Potenzial jeder Einzelne als Comic-Künstler hat und dass auch das Zeichnen von Comics eine sprachliche Herausforderung ist, aber auch Spaß machen kann.


Die Ergebnisse der Oguliner Schüler findet man hier:

 

Wie geht es weiter ?
Das Comic-Projekt wird in den kommenden Monaten seine Reise fortsetzen. Nach Belarus und der Ukraine sind geplante Stationen Kasachstan, Kirgisistan, Südasien und Indonesien und China. Auch hier werden PASCH-Schüler die Geschichte weiterentwickeln und die Protagonisten spannende und dramatische Geschichten erleben lassen. Dabei soll das Projekt zum interkulturellen Austausch anregen und die produktiven und rezeptiven Fertigkeiten der Schüler fördern.

Um zur nächsten Station zu kommen, haben die Helden Hilfe von einem Oguliner Riesen erhalten. Dieser wird in den nächsten Tagen Tom, Anna und Lisa nach Belarus tragen. Auch dort werden sie wieder aufregende Geschichten erleben und nebenbei das PASCH-Netzwerk enger knüpfen.

 

 

Wer malt den besten Drachen?
Der Brunnen aus der KuK-Zeit im Zentrum Ogulins spielt auch eine wichtige Rolle im Comic.
Gymnasium Bernardin Frankopan in Ogulin

Hier im Blog dazu:

Weitere Links:

Nachtrag

In der Fremdsprache Deutsch 63 ist zu dem Thema auch ein Online-Beitrag erschienen: Ein Comic geht um die Welt. Das PASCH-Projekt „In 80 Tagen um die Welt“
Zusatzartikel: „Ein Comic geht um die Welt. Das PASCH-Projekt ‚In 80 Tagen um die Welt‘“ von Tristan Lay

Reime Suchmaschine 2.0


Auf der Suche nach Links zum Thema „Lyrik im DaF-Unterricht“ bin ich auf folgende Reimemaschine (Reimesuchmaschine) gestoßen:
http://www.reimemaschine.de/reim_suchen.php
Diese ist nicht nur hilfreich um eigene Gedichte zu verfassen, sondern hilft auch Reime und Verse für den Unterricht zu schreiben. Diese können dann in Phonetik oder bei der Vorbereitung von kleinen „Gedichtwerkstätten“ in der Klasse eingesetzt werden.

„Dazu sucht die Reimemaschine dir Wörter raus, die von Besuchern vorgeschlagen wurden oder die, die gleichen Endungen haben. Du kannst die Ergebnisse bewerten und so die Qualität der Reimemaschine verbessern. Nutze dazu den grünen und den roten Smilie oder schlage neue Reime vor.“

  • Hier ein Versuch einige Reime zu visualisieren:

  • Hier kann man passende Reimpaare suchen:

Märchen aus aller Welt


Ängste, Träume, Wünsche und Wunder, das alles findet man weltweit in Märchen. Die Deutsche Welle präsentiert in einer neuen Multimedia-Reihe im Internet ein interessantes Projekt mit dem Titel „Märchen aus aller Welt“. Das Material stammt von Mitarbeitern des deutschen Auslandssenders aus Ländern wie Australien, Afghanistan, China, Dänemark, Indien und vielen mehr. Diese erzählen ihr Lieblingsmärchen in der Originalsprache.  Die Märchen werden in einer  animierten Version -von Ulla Schmidt (hier ein Porträt) – auf Deutsch präsentiert.

Den Text des Märchens gibt es mit Bildern aus der Animation in einer PDF-Datei. Ein Beispiel das Märchen aus Bangladesch: ‚Die sieben Champaka-Brüder‘ als PDF / So klingt das Märchen auf Bengali!   (http://p.dw.com/p/PdQR)

Das Material eignet sich auch für den Unterricht, wobei ich die Möglichkeit zum interkulturellen Vergleich als wichtigsten Grund für einen Einsatz sehe. Natürlich ist diese Idee, Lieblingsmärchen aus aller Welt zu sammeln und mit anderen zu teilen, sehr gut für Projekte im Internet geeignet. Ich könnte mir vorstellen, dass Schüler zum Beispiel mit voicethread (Beispiel hier) ihre Märchen veröffentlichen.

Sie könnten Bilder zeichnen, diese einscannen, Texte verfassen, mit Musik unterlegen und vielleicht auch in Zusammenarbeit mit Schülern aus unterschiedlichen Kulturkreisen kooperativ neue Märchen auf voicethread entstehen lassen. Hier ein kleines Experiment gemeinsam mit einer Kollegin aus Serbien („Eine kleine Weihnachtsgeschichte“).

Die entstandenen Arbeiten lassen sich z. B. auf http://www.netvibes.com (Beispiel), auf Moodle oder auch im Wiki  einbinden. Hier kann man diese vergleichen und die besten Beiträge auswählen.

Ein Video der DW zum Thema Märchen:

und weiter Links:

Dass Märchen auch grausam sind, wissen wir natürlich aus „Hänsel und Gretel“, „Rotkäppchen“ und weitern deutschen Märchen. Auch in anderen Ländern geht es nicht zimperlich zu, wie folgendes Zitat zeigt:

Da erzählten die Knaben ihm die Geschichte der grausamen sechs Königinnen.
Endlich verstand der König. Voller Zorn verbannte er die sechs Frauen, so viel
sie auch weinen und um Gnade betteln mochten, bat seine jüngste Gemahlin
demütig um Verzeihung und lebte danach glücklich und noch viele Jahre mit ihr
und den sieben Kindern.

Aus: http://www.dw.com/downloads/25644178/alltagsdeutsch-m%C3%A4rchensprache.pdf

Vielleicht interessiert Sie auch das:

Gemeinsam mit einer Praktikantin erstellte märchenhafte Ausstellung:

Märchenausstellung – 7 magische Dinge

Interaktive Übungen zum Thema Märchen (von mir im DaF-Wiki oder auf learningApps erstellt)

Textzusammenfassung als Kunst


Vielleicht passt diese Idee ganz gut zu dem gestrigen Beitrag. Da ging es u.a. um den Aufgabenteil Schriftliche Kommunikation in der DSD II – Prüfung (B2/C1). Hier verlangt der erste Arbeitspunkt eine Textzusammenfassung (Herausarbeitung wichtiger Aussagen aus Text und Grafik). Der Comiczeichner und Poet Austin Kleon hat eine ganz ungewöhnliche Art mit Textkürzungen umzugehen. Er macht daraus Kunst. Das funktioniert ganz einfach. Man braucht nur eine Zeitung und eine Idee. Der  Text wird  so lange geschwärzt, bis nur Worte da stehen, die zu seiner Poesie werden. Das Ganze nennt er “Newspaper Blackouts”,  die es sogar schon als Buch gibt.

Hier ein Beispiel: FOREIGN LANGUAGE REQUIREMENT

Und hier sieht man, wie es gemacht wird:

Filmempfehlung No.5


Wieder ein wunderschöner Trickfilm, welcher einen sogleich in seinen Bann zieht. Die Geschichte, die der israelische Filmemacher Eran Hilleli in seinem  “Between Bears” erzählt, ist so vieldeutig, dass sie sich wunderbar für das kreative Schreiben eignet.

Siehe auch:

Netzwerke im DaF-Unterricht einsetzen


Auch eine sehr schöne Idee für den DaF-Unterricht im Internet – Netzwerke (hier Ning) im Unterricht einsetzen – Beispiel:

„Wilhelm Tell goes Web 2.0“ – die Wilhelm Tell-Community

Gefunden über Twitter: @lisarosa

Hier die Beschreibung des Projekts:

Die Klasse 9b der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule Ahrweiler versucht, die Inhalte und die Figurenkonstellation des Dramas „Wilhelm Tell“ in Form einer modernen Community wiederzugeben.

Dazu melden sich die Schüler als eine von Schillers Figuren hier an, teilen sich der Öffentlichkeit mit, schließen „Freundschaften“, gründen Gruppen und bloggen über das, was sie als Figur im Drama „Wilhelm Tell“ erleben, was sie bewegt und was sie bewegen wollen.

Zitat aus: http://wer-kennt-wilhelm.ning.com/

entwickelt von Ralf Breuer www.breuer-info.de

Ein schon bestehendes DaF-Projekt mit Ning ist das Portal Fin(n)de für

Finnlandfans, Leute die Deutsch lernen oder lehren, Deutschsprachigen in Finnland und deutschsprachigen Finnen

http://meinsuomi.ning.com/

Hier gibt es zum Beispiel die Online-Zeitung Besserwisseri für finnische Jugendliche mit:

…  interessante(n) Texte, Audiomaterial, Videos… Wir berichten dir interessantes über Deutschland, die deutsche Jugend, Trends, Events und Deutschprojekte in Finnland.

Beispiele:

Mode und Trends mit Texten, Bildern und einer Abstimmungsmöglichkeit oder diese interessante Aufgabenform: ABC des Lebens

Danke für den Tipp an Klaus im ZUM-Wiki: http://wiki.zum.de/Deutsch_in_Finnland

Was bist du in 20 Jahren?


Interessante Anregungen zum Schreiben oder Diskutieren findet man immer wieder im Blog  jetzt.de. Diesmal wird die Frage nach der Zukunft gestellt. Ich weiß, dass dies keine neue Idee im DaF- Bereich ist, möchte aber diese Anregung gerne weitergeben, weil sich die Aufgabenstellung sehr gut für die Arbeit im Internet eignet. So können die Lerner ihre Kommentare direkt bei jetzt.de einstellen oder man nutzt ein Blog oder ein Wiki (Wie das DSD-Wiki) zum Verfassen eines Textes, der dann wieder kommentiert wird. Daneben gefällt mir auch die Art und Weise von jetzt.de, wie sie an die Problematik herangehen. Nicht: „Schreibe auf, was du in 20 Jahren machen wirst“, sondern sie provozieren „Taxifahrer mit Halbglatze? Geschiedene Bachmann-Preisträgerin?“ und sprechen  die Jugendlichen direkt an:

Denn in den kommenden zwanzig Jahren wird sich, ob man es darauf anlegt oder nicht, das Grundlegende entscheiden, das, was man irgendwann mal „meine Lebensumstände“ nennen wird. Das Anstrengende ist, dass man das Meiste davon selbst entscheiden oder erreichen muss. Das unterscheidet diesen Lebensabschnitt doch deutlich von den ersten zwanzig Jahren, in denen sich die Dinge noch oft wie von alleine oder fremdbestimmt ergeben.

Weiter Fragen findet man auf jetzt.de .

Schreibt eine zweite Strophe für die deutsche Nationalhymne!


Eine Unterrichtsidee, die mir beim Lesen eines ZEIT-ONLINE Artikels kam. Hier stellt man folgende Fragen zur Diskussion:

Soll die Bundesrepublik zum 60. Geburtstag eine zweite Strophe für ihre Nationalhymne bekommen? Wäre der Text der DDR-Hymne geeignet?

Der Vorschlag stammt vom SZ-Autor Heribert Prantl, der zum 60. Geburtstag der Bundesrepublik die Nationalhymne um eine zweite Strophe ergänzen möchte. Zitat:

Schon 1990, bei den Verhandlungen zum Einigungsvertrag, hatte Lothar de Maizière, der letzte, der demokratisch gewählte DDR-Ministerpräsident darum gebeten, „Einigkeit und Recht und Freiheit“ mit dem „Auferstanden aus Ruinen“ zu verbinden“. Aber damals galt im Westen alles als schlecht, was sich mit der DDR verband. Der Westen lehnte brüsk ab, im Gestus: Was wollen wir mit eurer Hymne? Es war der Überheblichkeitsgestus: Ihr könnt froh sein, dass ihr nicht mehr die alten Lieder singen müsst.  aus SZ

Nun möchte ZEIT-ONLINE darüber eine Debatte führen, ob dies politisch machbar sei. Auch eine Karaoke-Version zur alten Melodie kann man aufzeichnen und als Dateianhang MP3 hochladen.

Ich würde vorschlagen, ein neue Strophe von unseren Schülern (DaF) schreiben zu lassen. Stellt euch vor, aus der ganzen Welt werden neue Strophen eingesandt, die den unterschiedlichen Blick auf unser Land thematisieren. Die Ergebnisse könnten im Internet gesammelt und kommentiert werden. Also, dann mal los!

Weitere Links:

Woran erkennt man einen Deutschen?


Der Post „Woran erkennt man einen Deutschen?“ im Blog Deut(sch)lich hat mich gleich an eine ähnliche Aufgabe mit meinen Schülern im Civi-Wiki erinnert. Hier eine Kostprobe – Die Aufgabe war: Wie stellt ihr euch den typischen deutschen Urlauber vor?

Die Deutschen tauchen ganz oft am Balaton auf. Man findet einen Deutschen nie alleine, die laufen immer in Horden. Wenn man zum Beispiel am Abend spaziert und zuerst nur laute Gespräche hört und 2 Minuten lang nichts sieht, kann er sich sicher sein, dass er etwas mit einem Deutschen zu tun hat. Die sehen auch besonders gut aus. Die tragen Sandalen, dazu weiße Socken, hellbraune Shorts und haben den Oberkörper frei., stellen ihren schönen Bierbauch zur Schau. Im Allgemeinen sind sie rot oder haben Sonnenbrand. Ihre Haut ist so empfindlich, dass sie Sonnenhut tragen müssen, so kann man ihre wunderschönen blonden Haare und blauen Augen nicht ganz gut sehen. Bemerkenswert ist noch, dass sie immer etwas suchen und sind wie die Italiener, die glauben, dass alle ihre Sprache können. Also, wenn man sieht, dass die nur so rumstehen und ratlos schauen, soll man ganz schnell fliehen. Außerdem liegen sie fast den ganzen Tag am Strand und hören laut Musik. Mit dem Ball, den sie dabei haben, spielen sie so „geschickt“, dass man den ihnen immer zurückwerfen muss.

Leg dich am Strand nie neben eine deutsche Horde.!

So viel über die Deutschen am Balaton. Aber Vorsicht! die sind überall …

Danach konnten die Schüler darüber schreiben, wie Ungarn im Ausland gesehen werden:

Die meisten ungarischen Touristen kann man daran erkennen, dass sie mit großen Koffer im Urlaub erscheinen. Sie schaffen meist ein großes Gemeinschaftsgefühl und erzählen Witze. Deshalb haben sie gute Laune und sprechen sehr laut. Sie verbringen viel Zeit am Meer und sie können den ganzen Tag unter der Sonne liegen. Die meisten Frauen machen das, um schön braun zu sein. Beim Essen ist es charakteristisch, dass sie die Spezialitäten des gegebenen Landes essen. Aber, wenn man einen ungarischen Touristen sieht, ist es sicher, dass man oft Unzufriedenheit auf dem Gesicht sieht, aber sie essen trotzdem viel.

  • Die Gastfreundschaft wird von dem Zielgebiet erwartet.
  • Sie machen meist viele Fotos.
  • Sie mögen am Ufer faulenzen und dort schlafen.
  • Für sie ist auch das Sparen typisch.
  • Wenn die Ungarn eine Reise machen, dann denken sie, dass sie alles dürfen.
  • Früh am Morgen essen sie Wurst mit Senf. Für sie ist das Abend- und Mittagessen sehr wichtig.

WikiMindMap zu Stereotyp

Jahresrückblicke



Was es zurzeit nicht alles gibt:

Bilder des JahresMenschen 2008Blog-Jahresrückblicke, Quiz:  Das Jahr in 100 Fragen oder den Jahresrückblick der SZ. Und auf die  kommenden Sendungen im Fernsehen und Radio muss ich nicht extra hinweisen.

Aber Jahresrückblicke  müssen nicht  nur nerven. Sie eignen sich auch als Unterrichtsidee.

So können die Bilder des Jahres als Gesprächsanlass genutzt werden:

Sucht im Internet ein Bild, das für euch typisch für das vergangene Jahr 2008 ist. Erzählt zu diesem Bild eine Geschichte!

Die Blog-Jahresrückblicke stecken voller interessanter Fragen, die man als Liste beantworten kann oder ausgeschnitten auf Kärtchen geklebt, sehr gut als Frage-Antwortspiel funktionieren.

Hier habe ich mögliche Fragen zusammengestellt. Diese reichen von Trivialem bis zu Sinnfragen und jeder möge sich das Passende heraussuchen. Natürlich ist der beste Weg, dass die Lerner solche Fragen selbst formulieren.

Und zu guter Letzt wäre da noch der Jahresausblick für 2009!

Hier die Liste möglicher Fragen:

2008 habe ich …

zugenommen oder abgenommen?
mehr Geld ausgegeben oder weniger?
mich mehr bewegt oder weniger?

Was war …

die gefährlichste Unternehmung?
die teuerste Anschaffung?
das leckerste Essen?
das beeindruckendste Buch?
das Wort des Jahres 2008?
das Unwort des Jahres 2008?
der ergreifendste Film?
der Song des Jahres?
das Getränk des Jahres?
das Essen des Jahres?
die beste CD?
das schönste Konzert?
die Person des Jahres?
die Erkenntnis des Jahres?
das schönste Ereignis?
das schlimmste Ereignis?

Das habe ich:

2008 zum ersten Mal getan?
2008 nach langer Zeit wieder getan?
2008 leider gar nicht getan?

Weitere Fragen:

Drei Dinge, auf die ich gut hätte, verzichten mögen?
Beste Idee/Entscheidung des Jahres

Vorherrschendes Gefühl 2008?

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
2008 war mit einem Wort?
Was hat Dich 2008 zu einem anderen Menschen gemacht
Bleibende Schäden?
Über was hast du dich in diesem Jahr am meisten aufgeregt?
Geht es dir persönlich besser oder schlechter als noch Ende 2006?
Was hat dich im Jahr 2008 besonders berührt, bzw. was bleibt dir auch noch in einigen Jahren in Erinnerung?
Hast du 2008 mehr Angst um die Zukunft bekommen?
Was war für dich die Fernsehsendung, die dich am meisten „interessiert“ bzw. welche dich a m meisten „genervt“ hat?
Welches Buch hast du förmlich verschlungen in diesem Jahr?
Was hat dich in der Sportwelt am meisten interessiert/begeistert/geärgert?
Welcher Film hat dich überzeugt?
Was war für dich der definitiv SCHÖNSTE Moment des Jahres?
Über was konntest du dieses Jahr am herzhaftesten lachen?

Welches Lied kannst du absolut nicht mehr hören?

Die meiste Zeit verbrachte ich mit?
Die schönste Zeit verbrachte ich mit?

Und 2009?

Hoffnungen für 2009?
Was erhoffst du dir konkret für das nächste Jahr (also Ziele, Wünsche)?
Schaust du pessimistisch oder optimistisch ins neue Jahr?
Vorherrschendes Gefühl für 2009?

Verwandte Themen:

Kooperatives Schreiben, Soundslides und Podcasts auf der Blog-Seite des IIK Düsselblog


Der IIK Düsselblog ist ein gutes Beispiel, wie man Kooperatives Schreiben in einem DaF-Wiki umsetzen kann.

Zitat aus den Zielen:

Im Rahmen von Projektarbeit bzw. im Unterricht erstellen IIK-Teilnehmer in Gruppen von 2-4 Personen gemeinsam Texte zu vorgegebenen Themen im IIK Wiki. Dabei sollen sie vor allem im Unterricht kennengelernte Textsorten einüben und im Gegensatz zum regulären Unterricht nicht nur ein Lehrer-Feedback bekommen, sondern sich jederzeit selbst Feedback in Form von Korrekturen oder Erweiterungen geben. Zum herkömmlichen Trainingseffekt des Unterrichts wird die Arbeit im Wiki somit um die Ebene der Fremd- und Selbstreflexion erweitert und den Teilnehmern ein tieferer Einblick in ihre eigenen, aber auch die Schreibleistungen der Mitstudenten gewährt.

Ganz konsequent wird das Wiki-Prinzip jedoch nicht durchgehalten. Die fertigen Texte werden im IIK Blog veröffentlicht. Das ist schade, da der Schreibprozess dadurch nicht transparent wird und die Ergebnisse nicht ahnen lassen, dass die Texte in einem Wiki entstanden sein sollen. Die Ideen für die vorgegebenen Themen finde ich sehr inspirierend. Mir gefällt ihr interkultureller Charakter. Sie fordern den Lerner heraus, eigene und fremde Perspektiven zu überdenken.(Beispiel: Deutsche: Problematisch oder problemlos?)
Die Einbindung von Podcasts könnte ich mir auch gut für MediaWiki vorstellen. (Einführungstext, Bild, Audio-Datei und Kommentarfunktion)
Alles in allem eine gelungene Umsetzung der Verbindung kooperativer Methoden und Web 2.0 Anwendungen. Also unbedingt auf der ZUM-Wiki-Seite: Blogs und Wikis für Deutsch als Fremdsprache verlinken und kommentieren.
Hier einige Beispiele:
  • Beispiel: Rund ums Bier
  • Beispiel: Werbung – die Stimme des Unterbewusstseins
  • Schreiben im Wiki-Web (DaF)


    In der neuen Ausgabe der Zeitschrift für Interkulturellen Fremdsprachenunterricht fand ich folgenden interessanten Artikel: mit dem Themenschwerpunkt:

    „Schreiben in elektronischen Umgebungen“ Ausgabe April 2008

    Gemeinsames Schreiben im Wiki-Web – Aktivitäten in einer untutorierten Schreibwerkstatt für fortgeschrittene Deutschlernende

    von Eva Platten [Abstract] [PDF-Version]

    Der „Artikel untersucht Aktivitäten in der für DaF-Lernende eingerichteten Interaktiven Schreibwerkstatt im Wiki-Web, ein Angebot der webbasierten Lernumgebung JETZT Deutsch lernen.“

    Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt:

    „Ob und wie realisieren die Lernenden kooperatives Schreiben im Wiki-Web, welche Rolle spielen dabei die Aufgaben und welche Aussagen können im Rahmen dieser Studie bezüglich der Auswirkungen der Aktivitäten auf den Lernprozess der Lernenden gemacht werden?“
    Das Fazit bestärkt mich darin , dass ich mit den Übungen auf dem DSD und Landeskunde-Wiki auf dem richtigen Weg bin:

    „Es zeigt sich, dass das selbstständige und untutorierte gemeinsame Lernen in dem Medium Wiki ein großes schreib-didaktisches und motivationales Potential birgt. Allein durch das Setzen von Schreibimpulsen in Form von kreativen Schreibaufgaben wurden gemeinsame Schreibprozesse in Gang gebracht, deren Ergebnisse zeigen, dass sich die Lernenden selbstständig und intensiv mit Texten anderer Lernender auseinandersetzen, gemeinsam Texte verfassen und daran arbeiten, mit dem Ziel, ein inhaltlich und sprachlich angemessenes Textprodukt zu erzeugen. Kooperatives Schreiben setzt auch intensives Lesen voraus, so können in der Interaktiven Schreibwerkstatt beide Fertigkeiten geübt und ausgebaut werden.“

    @bsolut? privat! Vom Tagebuch zum Weblog


    Letztes Wochenende durfte ich an dem ZUM-Wiki-Seminar in Frankfurt a.M. teilnehmen. Nicht nur das Seminar, wo ich endlich die Wiki-Mitstreiter persönlich kennen lernen durfte, war eine Bereicherung, sondern auch eine Ausstellung im Museum für Kommunikation/ Frankfurt wird mir lange in Erinnerung bleiben. Durch Zufall (Flyer in der Touristeninformation) wurde ich auf die Ausstellung aufmerksam. Neugierig, wie man Bloggen in einem Museum darstellen könnte, ohne das es langweilig wird, machte ich mich auf den Weg.

    Das Haus, am Mainufer gelegen, macht erst einmal einen sehr technischen Eindruck. Im unteren Teil befinden sich diverse Post- und Fernmeldegeräte, wie man sie auch aus anderen Museen kennt. Positiv ist mir gleich die Abteilung zum Basteln und Malen aufgefallen, die schon erahnen lies, dass hier nicht nur der rein „technische Geist“ zu Hause ist.

    Meine Überraschung war groß, als ich den Ausstellungsbereich „@bsolut? privat!“ erreichte. Man „betritt“ die Ausstellung – auf kleinen Teppichteilen -, auf denen Tagebucheinträge von Kafka über Th. Mann bis hin zu Goethe festgehalten sind.

    Lesend nähert man sich den eigentlichen Vitrinen. In diesen finden sich, nach unterschiedlichen Themen geordnet, Tagebücher ganz normaler Menschen. Der Umfang, das Design und auch der Inhalt sind so außergewöhnlich, dass man sich staunend von einem fesselnden Ausstellungsstück zum nächsten bewegt. Es besteht die Möglichkeit einige Bücher sitzend zu durchblättern und sich in die Gedankenwelt der oft schon verstorbenen Verfasser zu vertiefen. Bei vielen Tagebüchern hat mich die „Besessenheit“ ihrer Autoren sowohl abgestoßen als auch fasziniert. Erschüttert war ich von den Notizen eines NS-Häftlings, der auf Zigarettenpapier seine letzten Tage beschreibt und später damit hilft, seine Peiniger vor Gericht zu bringen. Natürlich darf man den Blogger Opa Gröner nicht vergessen, der seine Gedanken auf Holzklötzchen verewigte (wenn er sie nicht verbrannte).

    Über die in der Ausstellung vorgestellten Blogs möchte ich mich nicht weiter auslassen. Geordnet sind sie nach Typen (Lebenswerke, Temporäre Tagebücher wie für eine Reise usw.), „Machart“ und „Überformung“. Hier einfach einige Links, die helfen könnten, sich ein eigenes Urteil zu bilden:

    http://www.ankegroener.de

    http://www.tageundjahre.de(sammelt DDR-Erinnerungen)

    http://www.janseghers.de

    Das hermetische Café

    Miagolare

    http://www.echo-online.de / „Intime Welt für alle“ (über die Ausstellung)

    http://gaga.twoday.net/

    Reisenotizen aus der Realität (Rainald Goetz)

    Das Tagebuch im Unterricht: „In diesem Weblog findest du Projekte von Kolleginnen und Kollegen sowie Modell-Lerneinheiten des Anne Frank Hauses.“

    Elsa Seefahrt: http://www.elsa-seefahrt.de

    Am Ende der Ausstellung, so muss ich gestehen, kam dann doch noch der Lehrer in mir durch.

    Könnte man die Satzzeichen „?“ und „!“ – „@bsolut?privat!“ nicht einfach neu zuordnen? Welcher Sinn entsteht in unserer vernetzten Welt, wo alle alles mitlesen können und sollen? Ist der Narzissmus im Alltag eine Gefahr oder eine Chance? Die Auseinandersetzung mit dem Problem „@bsolut! privat?“ hat mir am Ende doch (etwas) gefehlt.

    Aber es gibt ja noch die Blogger. So konnte ich in der Ausstellung folgenden, gerade ins Netz gestellten, Blogbeitrag „absolut privat?“ des Blogs Moving-Target.de lesen …

    Bis zum 14. September hat man noch die Möglichkeit die Ausstellung zu besuchen. Wer kann, sollte das tun!

    (Wer es nicht kann, muss sich mit der Bildergalerie aus „DERWESTEN“ begnügen.)

    Bilder zu den (Un)Tugenden der Deutschen


    Hinweis: Diese Seite wurde 2008 erstellt. Eventuell sind einige Links veraltet bzw. funktionieren nicht mehr.

    Mal einen anderen Einstieg in das Thema „Was ist typisch deutsch?“ bietet die Onlinepräsentation der Ausstellung: „Die Kunst Deutscher zu sein“ (Wortbilder)

    In der Online-Galerie findet man Anregungen (Alltagsbilder, Gesichter, Häuser, Puppenszenen usw.) zur Textproduktion, aber auch Provokantes für Diskussionen:

    Oder man nimmt einfach die Kindergesichter von Markus Urban: „Geboren 2003“ und lässt die Lerner fiktive „deutsche“ Biographien schreiben, die man im Blog, Wiki veröffentlichen oder einfach im Klassenraum aushängen kann.

    Gute Bilder findet man auch auf Focus-Online: Stereotype – Was ist typisch deutsch? eine Diashow mit 25 Bildern.

    Daneben gibt es eine Tabelle, die die Antworten auf folgende Frage dokumentiert: „Wenn Sie jetzt bitte nun einmal an Deutschland und die Deutschen denken. Was verbinden Sie persönlich mit Deutschland und den Deutschen, wofür stehen ihrer Meinung nach Deutschland und die Deutschen?“