Gap Year – Ergänzung zum landeskundlichen Thema „Abitur“


Das Thema des sogenannten „Gap Year“ passt sehr gut zum letzten Beitrag Unterrichtsmaterial zum Thema “Abi-Bräuche” hier im Blog. Es beschreibt die Zeit, die zwischen Abi und Studium oder eine Pause zwischen Bachelor und Master, wenn diese länger ausfällt als normal. Wikipedia definiert den Begriff so: „Gap Year (englisch) bedeutet wörtlich übersetzt „Lückenjahr“ und bezeichnet den Zeitraum zwischen zwei wichtigen Lebensabschnitten junger Menschen.“
Besonders nach dem Abitur wird diese Pause von immer mehr Abiturienten in Deutschland aus den unterschiedlichsten Gründen genommen.
Spricht man darüber mit Kollegen in Deutschland, so ist die Meinung weit verbreitet, dass der Grund für die Zunahme dieser Auszeit in der Umstellung auf das sogenannte G8 liege, weil die Schüler dadurch in immer kürzerer Zeit den gleichen Stoff aufnehmen sollen und so die notwendige Zeit für eine Reflexion oder Orientierung fehle. Egal was nun als Grund für diese Entwicklung herhalten muss, für den Fremdsprachenunterricht ist dieses Thema gerade aus landeskundlicher Sicht interessant. Da das Lernen der deutschen Sprache zumeist an Schulen erfolgt, dürfte dieses Thema für die Lerner besonders vor Beendigung ihrer Schulzeit Relevanz besitzen. Die Frage, was kommt nach der Schule und wie gehen die Gleichaltrigen in Deutschland oder in anderen Ländern damit um, enthält spannendes interkulturelles Potential.
Auf den aktuellen Onlineseiten der Süddeutschen Zeitung findet man sechs Ideen für eine Auszeit und eine Antwort auf die Frage „…warum „Lücken“ im Lebenslauf sinnvoll sein können.“

Auf den Seiten von ZEIT-ONLINE findet man Hinweise, wie man ein Gap Year planen solle. Der Text eignet sich sehr gut, um daraus ein Rollen- oder Planspiel zu entwickeln.

Quellen:

http://www.sueddeutsche.de/bildung/gap-year-jetzt-aber-mal-raus-hier-1.2409985
http://www.sueddeutsche.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Gap_Year

Information aus der Wikipedia:

„Das Gap Year dient in erster Linie dazu, Neues auszuprobieren, zu reisen, Sprachen zu lernen, die Welt zu erforschen und Erfahrungen zu sammeln, bevor man sich auf seine längerfristige berufliche Laufbahn fokussiert. Der Art und Weise, sein Gap Year zu gestalten, sind kaum Grenzen gesetzt. Von einem Au-Pair-Aufenthalt über Praktika bis hin zu Work & Travel oder einem Freiwilligen Sozialen Jahr ist alles möglich. Auch der Zeitraum ist nicht zwingend auf ein Jahr festgelegt.

Weitere Weblinks:

Unterrichtsmaterial zum Thema „Abi-Bräuche“


PASCH-net bietet ausführliches Material zum Thema „Abi-Bräuche – Abschied von der Schulzeit“ für das Niveau A2/B. Auf der Seite der Schüler findet man kurze Texte mit Bildern und passende Audiodateien zum Herunterladen (zip; 4,7 MB). Hier geht es auch um Abistreiche, Abi-T-Shirt und den Abiball. Das hat mich daran erinnert, vor Jahren eine ähnliche Idee im DSD-Wiki entwickelt zu haben. (Das hatte ich auch 2009 schon hier im Blog beschrieben.) Leider nicht ganz beendet, aber es war vor allem als Wiki-Baustein (DaF-Wiki Baukasten) für weitere Wiki-Aufgaben gedacht. Wer sich für das Thema interessiert findet hier den einen oder anderen interessanten Link zum Thema.

Hier noch einmal die Materialien im DSD-Wiki:

Abiturbräuche

  1. Einleitung
  2. Aufgabe 1 → Abitur
  3. Aufgabe 2 → Abibräuche in Deutschland
  4. Aufgabe 3 → Abistreich
  5. Aufgabe 4 → Abi-T-Shirt
  6. Aufgabe 5 → Abifeier (Abiparty)
  7. Aufgabe 6 → Abi-Geschenke im Wandel der Zeit. Ein kleiner Überblick
  8. Schluss → Abitur geschafft! Wie geht es weiter?

Didaktisierungen auf PASCH-net

Auf der Lehrerseite von PASCH-net kann man nun zu den oben genannten Materialien der Schülerseite einen didaktisierten Unterrichtsvorschlag herunterladen. Hier die angebotenen Downloads:

„Abi-Taufe“ von Stiftung des Hennebergischen Gymnasiums „Georg Ernst“ – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Abi-Taufe.jpg#/media/File:Abi-Taufe.jpg

Siehe auch:

UPDATE

10.7.2015: SPIEGEL-ONLINE Artikel: Gymnasiasten: Die dämlichsten Abi-Streiche des Jahres

Film auf SPIEGEL.TV: http://www.spiegel.tv/filme/abischerz-koeln

Alltag anders – eine interkulturelle Sendereihe


Über die „kleinen Dingen des Alltags“ zu berichten, ist das Ziel der Sendung „Alltag anders“ von Deutschlandradio Kultur. Die Sendung läuft jeden Freitag gegen 7.40 Uhr und ist im Internet nachzuhören. So erfährt man in kleinen Beiträgen vor knapp 4 Minuten, wie anders das Leben in Peking, Mexiko City, Nairobi, Moskau, Los Angeles, Rabat, Tel Aviv oder Tokio (auch aus anderen Städte wird berichtet.) verläuft. Es sind persönliche Erlebnisse und Erfahrungen der Korrespondenten, die in der Sendung mosaikartig vorgestellt werden.

Obwohl (oder gerade weil) Deutschland fehlt, möchte ich diese Sendereihe für den Unterricht, aber auch für den eigenen Gebrauch empfehlen. Hier kann man alltägliche Handlungen mit der eigenen bzw. der „erlernten“ der Zielsprache vergleichen. So sensibilisiert für verschiedene Konzepte der Alltagsbewältigung könnten Lerner eigene Beiträge erstellen, wie in ihrem Land bestimmte Alltagssituationen gemeistert werden.

Hier einige Beispiele:

Etikette
In den USA ist man im Umgang sehr viel höflicher als in Deutschland. In China muss der Besucher zunächst seine Schuhe ausziehen, bevor er in die Wohnung eingelassen wird. Und in Polen werden Damen noch mit Handkuss begrüßt

Emanzipation
In Italien wird das traditionelle Frauenbild hochgehalten. Chinesinnen sind durchsetzungsstark und Mexikanerinnen tougher als Männer. In welchem Land gilt es als ungeschriebenes Gesetz gilt, dass der Mann beim ersten Date bezahlt?

Weitere Themen sind: Freunde, Flirten, Fitness, Postämter, Fahrrad, Friedhöfe, Winter und vieles vieles mehr.

Es lohnt sich wirklich einmal reinzuhören.

Neujahrswünsche in der deutschen Sprache


Als ich vor Jahren in Ungarn lebte, fand ich den Neujahrswunsch „BÚÉK“ ungemein praktisch. Dieser setzte sich aus den Worten „Boldog Ùj Èvet Kívánok!“ zusammen, was so viel wie „Glückliches neues Jahr (wünsche ich)“ bedeutet. Die kurze Form ermöglicht es auch Nicht-Ungarn, den Neujahrswunsch mehr oder weniger korrekt vorzutragen, auch wenn der Alkoholspiegel sich schon der kritischen Grenze nähert.

Eine Wunschformel für ein positives neues Jahr zum Beginn des neuen Jahres kennt natürlich auch die deutsche Sprache. Nur gibt es hier (wie so oft) regionale Unterschiede. Nachzulesen sind diese im  „Atlas zur deutschen Alltagssprache“ (www.atlas-alltagssprache.de). Ziel des Projektes ist es, „die aktuelle Vielfalt des Deutschen zu erfassen und anschaulich auf Karten darzustellen“.

Nachtrag: Der Atlas zur deutschen Alltagssprache hat die Ergebnisse veröffentlicht. Die Karte findet ihr hier: http://www.atlas-alltagssprache.de/r8-f1a-b-2/

Bei der Umfrage zu den Neujahrswünschen unterscheidet der Atlas zwischen dem Zeitpunkt des Neujahrswunsches: a) in der Silvesternacht um 0:00 Uhr, wenn man auf das neue Jahr anstößt und b) für den Wunsch am 1. Januar.

Die Varianten reichen in der Silvesternacht (von Nord nach Süd) von „Frohes neues Jahr“, „Prosit Neujahr“,  „Gesundes neues (Jahr)“ und „Gutes neues (Jahr)“ (Österreich).

Im zweiten Teil geht es um den Wunsch am 1. Januar. Hier gibt es vor allem für die Gebiete eine Veränderung, wo es in der Silvesternacht „Prost“/“Prosit“ (Wunschformel: „Es möge nützen“ bzw. „Es möge zuträglich sein“) heißt. Diese werden meist durch benachbarte Varianten, wie „Gesundes neues Jahr“, ersetzt.

Wer Lust auf mehr bekommen hat, der findet im „Atlas zur deutschen Alltagssprache“ eine kurzweilige Reise durch die Varianten der deutschen Sprache und wer aus den drei deutschsprachigen Ländern kommt, der kann an der neuen Umfrage (Neunte Runde) teilnehmen, indem er den Online-Fragebogen ausfüllt.

Ich wünsche allen Leser des Blogs, ein gesundes, glückliches und frohes neues Jahr!

Links:

Siehe auch im Blog:

Karneval in der Zeit des Faschismus


Auch in diesem Jahr darf ein Beitrag zum Thema Fasching/Fastnacht/Karneval in Deutschland nicht fehlen. Diesmal möchte ich aus aktuellem Anlass auf ein geschichtliches Thema verweisen. Wie feierte man im „Dritten Reich“ die närrischen Tage?

Carl Dietmar und Marcus Leifeld haben diese Frage untersucht und in ihrem Buch „Alaaf und Heil Hitler. Karneval im Dritten Reich“. (Herbig, München 2010. 224 S., 24,95 Euro) veröffentlicht. In der taz findet man Ergebnisse dieser Recherche. Hier einige Auszüge:

Nicht nur drängte die NSDAP massiv darauf, den Frohsinn zu vereinnahmen und organisatorisch in die eigenen Hände zu bekommen. Viele der Spaßmacher beeilten sich in vorauseilendem Gehorsam, ihre schalen Witze den neuen Machthabern dienlich zu machen.

Auch gab es vereinzelt Beispiele für karnevalistischen Ungehorsam:

Der begnadete kölsche Büttenredner Karl Küpper wagte es etwa, den Hitlergruß zu verspotten: Er hob, am Rand der Bütt hockend, den rechten Arm zum Gruße, nur um das Publikum zu fragen: „Is et am rähne?“ (regnet es?).  Küpper erhielt unter anderem wegen „Verächtlichmachung des Deutschen Grußes“ ein lebenslängliches Redeverbot.

Leo Statz, Präsident der Düsseldorfer Karnevalsvereine und Anhänger der katholischen Zentrum-Partei, bekam wegen unbotmäßigem Verhalten eine eigene Akte bei der Gestapo und bezahlte seine Unangepasstheit schließlich mit dem Leben. Weil Statz 1943 in betrunkenem Zustand am Endsieg zweifelte, verurteilte ihn der Berliner Volksgerichtshof zum Tode.

Interessant auch folgende Aussage von Marcus Leifeld über den Einfluss der NS-Propaganda

WELT ONLINE: Dass Hitler die Psychologie der Masse für seine NS-Propaganda nutzte, ist bekannt. Aber konnte man auch die wirr durcheinanderwuselnden Menschen am Rosenmontagszug so beeinflussen?

Leifeld: Nein, die Nationalsozialisten haben das wilde Treiben des Straßenkarnevals eher gefürchtet. Deswegen haben sie ihre Symbolik davon ferngehalten. Die Mitglieder des Bundes Deutscher Mädel zum Beispiel durften nicht ihre Uniformen tragen. Aber man findet die Ideologie der Faschisten im organisierten und inszenierten Karneval. In den Umzügen gab es etliche propagandistisch genutzte Wagen. Einer der schlimmsten war sicherlich ein Wagen im Nürnberger Umzug des Jahres 1938. Dort sah man eine Puppe an einem Galgen hängen, die einen Juden darstellte. Überall in den Städten gab es Wagen und Fußgruppen, die „jüdische Devisenschieber“ anprangerten oder die Nürnberger Rassegesetze feierten. Gleichzeitig wurden in der Bütt die nationale Erhebung und die Nationalsozialisten verherrlicht.

Es verwundert nicht, dass mit Kriegsbeginn 1939  alle Karnevalsumzüge in Deutschland untersagt wurden.

Ein spannender Gegenstand für den Landeskundeunterricht, berühren sich doch hier das sonst so „heitere“ Thema der Bräuche in deutschsprachigen Ländern mit einem ernsten historischen Problem.

Weitere Links

Weitere Artikel zum Thema Karneval im landeskunde Blog:

    Weingarten – Blutritt oder Blutfreitag


    Weingarten Blutritt

    Seit Jahrhunderten feiert Weingarten in Baden-Württemberg am Freitag nach Himmelfahrt ein Fest, das Ausdruck tiefer Volksfrömmigkeit ist: den sogenannten Blutritt oder Blutfreitag. Dabei versammeln sich rund 2800 Wallfahrer in Frack und Zylinder zu Pferde, um die Heilig-Blut-Reliquie zu ehren.

    „Der Blutritt im oberschwäbischen Weingarten ist die größte Reiterprozession der Welt zu Ehren einer Blutreliquie und findet am Freitag nach Christi Himmelfahrt, dem so genannten Blutfreitag, statt. Er wurde 1529 erstmals schriftlich erwähnt und bereits damals als Brauch von alt her bezeichnet. Traditionell dürfen nur Männer als Reiter teilnehmen.“ aus WP

    Ursprung

    „Die Reliquie in Weingarten enthält der Legende nach einen mit Erde vermischten Blutstropfen Jesu Christi. Dieser Blutstropfen soll von einem römischen Legionär aufgefangen worden sein, der später als Longinus bekannt wurde. Mit seinen Gebeinen kam die Reliquie nach Mantua. Von dort kam ein Teil der Reliquie über Kaiser Heinrich III., Graf Balduin V. von Flandern und dessen Tochter, Stieftochter oder Halbschwester (je nach Quelle) Judith zu den Welfen und schließlich nach Weingarten.“ aus: WP

    Links:

    „Stille Nacht, heilige Nacht“ – Der Weg eines Liedes


    Die Vorweihnachtszeit ist so gut wie vorbei und der Weihnachtskalender fast gelehrt, da gibt es trotzdem noch die eine oder andere Entdeckung:

    Das Hörbuch wurde von den Machern der Seite  http://www.stillenacht.info/ gestaltet und informiert in Form eines Audio(MP3)-Adventskalenders über die Geschichte des Liedes und die weihnachtlichen Bräuche der Region. Um eine geografische Vorstellung des Entstehungsortes zu bekommen, sollte man auch die Seite Oberndorf bei Salzburg – Uraufführungsort des Weihnachtsliedes Stille Nacht besuchen.

    Das Kalenderblatt der Deutschen Welle: 24.12.1818: „Stille Nacht, heilige Nacht“ gibt einen kurzen Überblick über die Entstehung und Wirkung des wohl erfolgreichsten Weihnachtshits. Neben der Textversion kann man auch das Kalenderblatt hören: hier

    Auch Deutschlandradio Kultur widmet sich in einem Kalenderblatt dem gleichen Thema: „Stille Nacht, Heilige Nacht“ Auch hier gibt es den Text als MP3-Datei.

    Das österreichische Schülerradio1476 (Beitrag ist nicht mehr vorhanden, Stand Dez. 2016) hat sich auch mit dem Thema Geschichte des Weihnachtsfestes auseinandergesetzt. Der Beitrag dürfte für den landeskundlichen Unterricht interessant sein. Er berichtet, wie junge Österreicher heute Weihnachten feiern, was sie sich wünschen und:

    Die Maturantin setzt sich kritisch mit Ressourcen verbrauchenden Traditionen des Weihnachtsfestes, wie dem Handel und Kauf von Christbäumen und dem Schmücken von Lichterketten in Einkaufsstraßen und auf Häusern auseinander.

    Einen solchen Beitrag (Beitrag ist nicht mehr vorhanden, Stand Dez. 2016) kann man auch leicht im eigenen DaF-Unterricht produzieren. Es lohnt sich das Archiv des Schülerradios genauer unter die Lupe zu nehmen. Mein erster Eindruck war, dass es einige Hörbeiträge gibt, die man auch als HV im Unterricht einsetzen könnte.

    Aktuell hereingeflattert ist der Podcast von Slow German zum Thema: Slow German #041: Weihnachten

    Wer brauchbare Gedichte für den Unterricht sucht, wird sicherlich welche auf dem Blog Wintergedichte – Weihnachtsgedichte finden. Mein Favorit: Weihnachtsgedicht – Weihnachtsgier

    Wenn man mich fragt, welche Seite ich für den Daf-Unterricht am besten geeignet finde, dann kann ich auf das bewährte Kaleidoskop von Wolfgang Hieber verweisen. Viel Zeit erspart man sich, wenn man bei der Suche nach interessanten Beiträgen zum Thema Rituale, Traditionen und Bräuche in Deutschland, zuerst diese Seite aufruft. Das Thema Weihnachten findet man hier.

    Aber zurück zum Welthit, den es nun schon in vielen Varianten gibt (Hula Cats Christmas):

    Und hier das Lied in voller Länge:

    Oder gefällt euch diese Variante?

     

    Verwandte Themen im Blog:

    Hier die Präsentation eines größeren Projekts, das ich als DaF-Lehrer in Budapest mit Schülern A2 bis C1 im DSD-Wiki durchgeführt habe: Weihnachten in Ungarn

    Weihnachten in Ungarn (Teil 2)


    Endlich Ferien und höchste Zeit, auf den Abschluss des versprochenen Projekts „Weihnachten in Ungarn“ hinzuweisen. Ein Woche lang hatten die Schüler der 10., 11. und 12 Klassen Zeit, auf die Frage von Cornelia (DaF-Blog) „Und, wie feiert man in Ungarn?“ zu antworten. Dabei konnten sie, entsprechend ihrer Fähigkeiten, einen Beitrag im DSD-Wiki erstellen. Herausgekommen ist ein bunte Mischung verschiedener Anwendungsmöglichkeiten eines Wikis in DaF. Die Beiträge bieten interessante Einblicke in das „offizielle“, aber auch private ungarische Weihnachtsfest. So gibt es  „traditionelle“ Texte, eingebettete Power Point-Präsentationen, Weihnachtsquiz, Befragungen in Text- und Audioform, auch eine Weihnachtsstatistik. Die Tonaufnahmen (mit Mp3-Player und Audacity) haben besonders Spaß gemacht und natürlich konnten alle (auch ich) davon lernen.

    Wir möchten alle einladen, die mehr über Weihnachten in Ungarn erfahren wollen, unsere Wiki-Seite zu besuchen:

    Weihnachten in Ungarn

    Und natürlich wünsche ich allen Frohe Weihnachten und das gleich in 109 Sprachen:

    oder einfach anklicken:

    Siehe auch:

    Weihnachten in Ungarn – Teil 1

    Verwandte Themen:

    Weihnachten in Ungarn – Teil 1


    Aus einem Kommentar auf dem DaF-Blog zum Post Adventskalender 2008 entwickelte sich die Idee, etwas mehr über das Weihnachtsfest in unseren Ländern zu berichten. Cornelia war am schnellsten und erstellte den Post Weihnachten in der Schweiz, den sie mit einem Weihnachtsquiz und den leckeren Guetzli ergänzte. In Budapest brauchen wir etwas länger. Wir versuchen auf dem DSD-Wiki unsere Arbeiten zu erstellen.

    Hier ein Vorgeschmack: (Die Schülerarbeiten sind natürlich nicht ohne Fehler.)

    An Weihnachten ist es wichtig, dass in der Küche Alles gut funktioniert,weil das Essen unerlässlich für dieses Fest ist. Die Frauen kochen verschiedene leckere Gänge und backen viele Sorten von Kuchen. Die Kinder helfen bei der Dekoration und sie kosten die Kuchen mit Lust und Freude. Am 24. Dezember essen die Familien zum Abendessen nur Sülze. Sülze ist eigentlich gelierte Fleischsuppe mit Schweinefleisch. Sie backen traditionell Beigli. Beigli ist ein Gebäck mit Mohn oder Nuss. Gewöhnlich ist noch „zserbó“. Es ist ein Kuchen mit Marmelade,Nuss und bittere Schokolade. An dem Tannenbaum hängt Schokoladenschmuck und „Meringe“.Es besteht aus Sahne und Zucker und es ist hart. In Ungarn gibt es eine Spezialität,die heißt „szaloncukor“. Diese sind kleine Bonbons aus Schokolade in verschiedenen Geschmacksrichtungen und diese sind mit bunten Papier eingepackt. Lebkuchen ist auch charakteristisch.Diese wurde früher Honigkuchen genannt.Es ist ein Gebäck,das in zahlreichen Variationen vor allem in der Advents- und Weihnachtszeit erhältlich ist.Das berühmteste Essen auf dem Weihnachtstisch ist die Fischsuppe.Danach kommen die Fischstäbchen mit Maissalat entweder Kartoffelsalat oder geschmorte Reis mit Mais. Heutzutage werden in den Haushalten in der Weihnachtszeit immer mehr besondere Speisen gekocht. Wenn jemand etwas von diesen Speisen kocht,würden wir gern kosten!!

    von Berni und Erika

    Weitere Arbeiten werden hier folgen: Weihnachten in Ungarn

    Jahresrückblicke



    Was es zurzeit nicht alles gibt:

    Bilder des JahresMenschen 2008Blog-Jahresrückblicke, Quiz:  Das Jahr in 100 Fragen oder den Jahresrückblick der SZ. Und auf die  kommenden Sendungen im Fernsehen und Radio muss ich nicht extra hinweisen.

    Aber Jahresrückblicke  müssen nicht  nur nerven. Sie eignen sich auch als Unterrichtsidee.

    So können die Bilder des Jahres als Gesprächsanlass genutzt werden:

    Sucht im Internet ein Bild, das für euch typisch für das vergangene Jahr 2008 ist. Erzählt zu diesem Bild eine Geschichte!

    Die Blog-Jahresrückblicke stecken voller interessanter Fragen, die man als Liste beantworten kann oder ausgeschnitten auf Kärtchen geklebt, sehr gut als Frage-Antwortspiel funktionieren.

    Hier habe ich mögliche Fragen zusammengestellt. Diese reichen von Trivialem bis zu Sinnfragen und jeder möge sich das Passende heraussuchen. Natürlich ist der beste Weg, dass die Lerner solche Fragen selbst formulieren.

    Und zu guter Letzt wäre da noch der Jahresausblick für 2009!

    Hier die Liste möglicher Fragen:

    2008 habe ich …

    zugenommen oder abgenommen?
    mehr Geld ausgegeben oder weniger?
    mich mehr bewegt oder weniger?

    Was war …

    die gefährlichste Unternehmung?
    die teuerste Anschaffung?
    das leckerste Essen?
    das beeindruckendste Buch?
    das Wort des Jahres 2008?
    das Unwort des Jahres 2008?
    der ergreifendste Film?
    der Song des Jahres?
    das Getränk des Jahres?
    das Essen des Jahres?
    die beste CD?
    das schönste Konzert?
    die Person des Jahres?
    die Erkenntnis des Jahres?
    das schönste Ereignis?
    das schlimmste Ereignis?

    Das habe ich:

    2008 zum ersten Mal getan?
    2008 nach langer Zeit wieder getan?
    2008 leider gar nicht getan?

    Weitere Fragen:

    Drei Dinge, auf die ich gut hätte, verzichten mögen?
    Beste Idee/Entscheidung des Jahres

    Vorherrschendes Gefühl 2008?

    Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
    Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
    Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

    Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
    Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
    2008 war mit einem Wort?
    Was hat Dich 2008 zu einem anderen Menschen gemacht
    Bleibende Schäden?
    Über was hast du dich in diesem Jahr am meisten aufgeregt?
    Geht es dir persönlich besser oder schlechter als noch Ende 2006?
    Was hat dich im Jahr 2008 besonders berührt, bzw. was bleibt dir auch noch in einigen Jahren in Erinnerung?
    Hast du 2008 mehr Angst um die Zukunft bekommen?
    Was war für dich die Fernsehsendung, die dich am meisten „interessiert“ bzw. welche dich a m meisten „genervt“ hat?
    Welches Buch hast du förmlich verschlungen in diesem Jahr?
    Was hat dich in der Sportwelt am meisten interessiert/begeistert/geärgert?
    Welcher Film hat dich überzeugt?
    Was war für dich der definitiv SCHÖNSTE Moment des Jahres?
    Über was konntest du dieses Jahr am herzhaftesten lachen?

    Welches Lied kannst du absolut nicht mehr hören?

    Die meiste Zeit verbrachte ich mit?
    Die schönste Zeit verbrachte ich mit?

    Und 2009?

    Hoffnungen für 2009?
    Was erhoffst du dir konkret für das nächste Jahr (also Ziele, Wünsche)?
    Schaust du pessimistisch oder optimistisch ins neue Jahr?
    Vorherrschendes Gefühl für 2009?

    Verwandte Themen:

    Und wieder Ostern…


    …und so viel Material: Karin hat auf ihrem Blog schon den Anfang gemacht und viele interessante Links eingestellt. Besonders die Seite von Lehrer-Online ist sehr informativ. Sehr schön auch die Kinderseiten von Kidsweb zum Thema Ostern. Eine Kollegin machte mich auf die Arbeitsblätter der Seite Kindersuppe.de aufmerksam. Sie benutzt diese im Anfängerunterricht. Hier können die Schüler Ostereier ausmalen und dabei die Farben kennen lernen. Aber noch mehr steckt in diesen PDF-Dateien. So gibt es ein Osterhasen-Labyrinth. Durch das könnten sich Schüler lotsen und dabei den Wortschatz und die Grammatik für Richtungsbeschreibungen anwenden:( Hilf dem Osterhasen)

    Das könnte man auch nutzen:

    Für die Landeskunde fand ich die Seiten auf Planet Wissen.de sehr gut. Der Internetauftritt der Sendung ist unbedingt sehenswert. Zum Thema Ostern werden Videos angeboten (Real Player) und folgende Unterthemen:

    Religiöses Brauchtum | Der Osterhase | Ostereier | Link-Tipps

    Neben Ostern werden noch folgende Themen und Bräuche vorgestellt:

    HEIMAT
    „Heimat“ – nur ein zuckersüßer Kitschausdruck für Oma und Opa, besetzt mit Bildern von Kuckucksuhren und Krachledernen? Etwas für ewig Gestrige? Von wegen! Überall begegnet einem dieser Begriff. [ >> mehr]

    FASNACHT IM SÜDWESTEN
    Die Fasnacht im Südwesten, die sogenannte „schwäbisch-alemannische Fasnet“, boomt seit vielen Jahren. Selbst in Gegenden, in denen es vor Jahren noch keine Narrenzünfte gab, schießen sie wie Pilze aus dem Boden. [ >> mehr]

    HOCHZEIT
    „Ganz in Weiß, mit einem Blumenstrauß“ sang Roy Black 1966. Und noch immer scheint es für viele das größte Glück zu sein, mit strahlenden Augen „Ja“ zu hauchen, um den Bund fürs Leben zu schließen. [ >> mehr]

    Daneben gibt es noch: RHEINISCHER KARNEVAL |VOLKSMUSIK

    Siehe auch: Grafiken zu Ostern


    Skurrile Bräuche auf Spiegel ONLINE


    Nun haben wir den Salat. Seit Jahren hat sich bei uns dieser „skurrile Brauch“ eingeschlichen, wo Kinder missgestaltet auf den Straßen wandeln und alte Menschen mit dem Schlachtruf: „Süßes oder Saures!“ erpressen.

    Über den Sinn dieses Brauches und dessen historischen Hintergrund lässt sich wunderbar diskutieren. Auch die Frage, wie es kommt, dass fremde Bräuche, Grenzen überwinden und welche Folgen das hat.

    Auf Spiegel-Online findet man wunderbare Fotos zu diesem Thema. Daraus lässt sich schnell eine Horrorgeschichte entwickeln. Mündlich, schriftlich, allein oder im Team, vielleicht als Kette, egal – Hauptsache es macht Spaß.

    Wem die Fotos nicht reichen, wird bestimmt auf www.flickr.com/ fündig.

    Auf den Seiten  „einestages“ hat man geplant, Zeitgeschichte zu sammeln und „ein kollektives Gedächtnis unserer Gesellschaft auf(zu)bauen.“ Ja, was wollen wir als Landeskunde-Lehrer mehr? Ich bin jedenfalls gespannt, welche Themen dort zu finden sein werden.

    Interessant auch der Blogcharakter. Kommentare sind erwünscht und natürlich eine Voraussetzung, um ein „kollektives Gedächtnis“ zu schaffen.

    Unter „skurrile Bräuche “ findet man auch Beiträge zu Silvester , Fastnacht und dem Nikolaustag.

    Ach so, über welchen Brauch habe ich oben eigentlich geschrieben?

    Link: http://www.spiegel.de/einestages/skurrile-braeuche-a-948755.html

    Skat – Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg


    Sag mir was du spielst und ich sag dir wer du bist.

    Spiele als Spiegel einer Kultur oder Nation? Geht man von der Präsenz dieses Themas im Landeskundeunterricht aus, dann müsste man die Frage mit „Nein“ beantworten. Aber ich meine, dem interkulturellen Aspekt der Spielkultur wird (zu unrecht) zu wenig Beachtung geschenkt.

    Ich möchte heute ein Spiel vorstellen, dass fast seit 200 Jahren Kultstatus in Deutschland genießt. Schon Kurt Tucholsky wusste zu berichten:

    „Wenn dem Deutschen so recht wohl ums Herz ist, dann singt er nicht. Dann spielt er Skat.“

    Diesen Spruch habe ich einem Hörbeitrag des Deutschlandradios Kultur entnommen. Er beschäftigt sich mit dem Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg.

    „Um 1810 wurde das Skat-Spiel erfunden. Heute gilt es als das Nationalspiel der Deutschen und Altenburg in Thüringen als dessen Geburtsstadt. Für die Altenburger war das Grund genug, den Spielkarten gleich ein ganzes Museum zu widmen.“

    Den Link zum Hörbeitrag findet man auf der Seite: „Museum der Woche: Altenburger Schloss und Spielkartenmuseum“ . Länge: 05:37 Minuten

    Hier erfährt man zum Beispiel, woher der Ausdruck: „Schwein gehabt!“ kommt.

    Die Erklärung des Spiels ist auf den ersten Blick verwirrend:

    "Skat ist ein Kartenspiel für drei Spieler. Es wird mit 32 Karten gespielt.Von den vier Farben Kreuz, Pik, Herz und Karo, gibt es jeweils acht Karten:Sieben, Acht, Neun, Zehn, Bube, Dame, König, As. Die meisten Karten habeneinen bestimmten Wert (Augen), was ein wichtiger Bestandteil von Skat ist."

    aus: http://www.germancanadianclubhansa.com/html/Skatregeln.htm

    Die Seite Skat für Anfänger versucht die Regeln auf einfache Weise zu erklären.

    Eine ausführliche Geschichte des Skatspiels gibt es auf Wikipedia. Hier ist das Spiel auch mit Bildern erklärt. Daneben finden sich eine Liste der wichtigsten Skatbegriffe und das sogenannte „Skatgeschwätz“ . Ich glaube, wenn man als Außenstehender einer Skatrunde zuhören würde, so könnte man dem Gespräch genauso wenig folgen, wie ein Nichtmuttersprachler. Oder wie verstehen Sie folgende Aufforderung?

    • Hosen runter!

    (Ist die Aufforderung, bei einem Ouvert-Spiel vor Spielbeginn alle 10 Karten offen auf den Tisch zu legen.)

    Viel Spaß beim Spielen!