Im Fokus: H5P-Übungstypen im DaF/DaZ-Kontext



Nachtrag zur gestrigen Online-Fortbildung zu H5P im DaF/DaZ-Unterricht.


Ausgehend vom Lernziel sind bei der Aufgabenerstellung unterschiedliche Entscheidungen zu treffen.

  1. Ist zu deinem Lehrziel der passende Fragetyp ausgewählt?
  2. Ist es vielleicht sinnvoll, Fragetypen zu kombinieren? (Abwechslung)
  3. Sind deine Fragen für die Niveaustufe verständlich? Sind die Fragen klar und prägnant formuliert.
  4. Hast du realistische Antwortoptionen gewählt?
  5. Ist dein formuliertes/programmiertes Feedback hilfreich, verständlich (kurz und bündig, kein Englisch, Sprachniveau entsprechend, eventuell in der Muttersprache – A1)
  6. Gibt es zusätzliche Ressourcen zum Weiterlernen?

Die Auswahl des passenden Fragetyps und die sinnvolle Kombination unterschiedlicher Fragetypen setzt voraus, dass man sich über das Potential aber auch über mögliche Probleme, die auftreten können, im Klaren ist. Deshalb habe ich hier einige Übungstypen von H5P für den DaF/DaZ-Unterricht kurz beschrieben. Die aufgeführten Übungen sind meist geschlossene oder halboffene Übungstypen. (Bei einem späteren Beitrag werde ich auch offene Aufgabentypen präsentieren.) Nur der Übungstyp Freitextantwort bildet hier eine Ausnahme. Zur Orientierung habe ich noch einmal das Lernfeldermodell eingefügt, um für den ausgewogenen quantitativen Einsatz solcher Übungen (meist Automatisierung) zu sensibilisieren.

Nach dem Lernfeldermodell / Four Strands  (Nation/Newton 2009)

Multiple Choice und Multiple Response (Mehrere Antworten) / Ja/Nein-Fragen

Ziel: Die Lernenden sollen Informationen erkennen oder die richtigen Antworten aus einer Reihe von Optionen auswählen.

H5P-Formate:

Einsatzmöglichkeiten:

  • Lese- Hör- Hör/Seh- Verstehen
  • Wortschatz vermitteln/ üben / testen
  • Grammatik üben und testen
  • Tests / Bewertungen

Beispiel:

Problem: Lernende erraten oft die richtige Antwort, indem Sie die falschen Antworten eliminieren.

Tipps: Verwende möglichst plausible falsche Antworten oder nutze Multiple-Response-Fragen, da die Lernenden schwerer erraten können, wie viele der Auswahlmöglichkeiten korrekt sind.

Interaktive Lernbilder: Hotspot-Fragen oder Input durch Hotspots

Ziele:  Lernenden sollen einen bestimmten Bereich oder Punkt auf einem Bild finden/auswählen.

H5P-Formate:

Einsatzmöglichkeiten:

Wortschatz / Grammatik / Bewertungen / Bildbeschreibung / „Seh“- Verstehen / Interaktive Lernwelt (Ausgangspunkt für WebQuest, Recherche oder Stationenlernen)

Vorteil: H5P Bildanwendungen sind sehr leicht anpassbar und bieten eine gute Qualität. (Meiner Meinung nach besser als LearningApps)

Mögliche Alternativen: sind Thinklink (kann auch app-basiert verwendet werden, ist aber teilweise kostenpflichtig) und LearningApp (Die Qualität der Bilder wird sichtbar schlechter.) und Quizlet. Hier einige Beispiele: Interaktive Schaubilder mit LearningApp, Beispiel: Haus: https://learningapps.org/3362876  , mit Thinglink, Beispiel: Das Gemüseregal: https://www.thinglink.com/scene/1013512350826758147 … , mit Quizlet: Transportmittel https://quizlet.com/217988546/transportmittel-diagram/

H5P-Beispiel 1:  Wortschatz Input – Das interaktive Bild kann selbstständig solange gelesen werden, bis man einen Test bestehen kann

Tipps: Hotspot-Fragen und -Inputs können Schüler schnellund sinnvoll erstellen und damit üben.

  • Unbedingtden Artikel bei Nomen verwenden.
  • WerHördateien auf Hotspotbildern nutzen möchte, sollte Thinklink verwenden.  Ansonsten geht auch, wenn man die Hördateials Video aufnimmt.

Beispiel: Input zum Thema Mehrsprachigkeit, Europäische Sprachen – Hotspot mit Videos auf der Europa Karte Dieses Beispiel zeigt, dass mit dieser Anwendung projektorientierter Unterricht möglich ist: So geht es: 4 Schulen teilen sich einen H5P Zugang. Sie erstellen für ihr Land einen Hotspot mit einem Video. Sie nehmen dafür eine kleine Lektion als Video auf: “Wie begrüßt man sich bei uns!

Drag-and-Drop-Fragen

Ziel: Mit dieser Übungsform lassen sich Wortschatz,Grammatik, Landeskunde (Fakten) abfragen. Es sind geschlossene Übungen, diealso nur eine Lösung zulassen.

Problem: Wenn Lerner sich mit dieser Übungsform unterfordert fühlen, kann es schnell zu Demotivierung führen und der Lerneffekt liegt dann bei „0“.

H5P-Formate:

Mit H5P lassen sich 4 Untertypen erstellen

  • Typ 3“Reihenfolge”: Lernende sollen priorisieren, Elemente in die richtige (zeitliche oder körperliche) Reihenfolge zu bringen, Inhalte bewerten oder einstufen sollen.
  • Typ 5 “Platzierung”: Lernenden sollen Objekte an eine bestimmte Stelle platzieren. (ähnlich Kategorisierung,)

Lückentext-Fragen (H5P-Typ: Fill in the Blanks)

Ziele:

  • Wortschatzebene:
    Lernende sollen Informationen im Kontext abrufen. Begriffe müssen logisch /lexikalisch passen, damit das Verständnis des Textes funktioniert.
  • Grammatikebene:
    Zeitformen, Endungen, Artikel müssen korrekt verwendet werden.

Tipp
Der Fragetyp erfordert genau die gleiche Antwort. (gleiche Wortwahl, genaueSchreibweise, nur die eine grammatikalische Lösung) usw., aber einige Toolslassen auch Alternativen zu, was zum Beispiel auf der lexikalischen Ebenewichtig sein kann.

H5P-Format: Fill in the Blanks

Beispiel:

Wie wurde diese Aufgabe erstellt?
Das schreibt man: *die* DominikanischeRepublik, *die* Seychellen, *die* USA,

und mit #Tipp

Woher kommst du?

Ich kommen aus *dem:Achte auf den Artikel "der Iran" und aufdie Präposition "aus" + Dativ* Iran. Und du?

Beispiel 2: Rechtschreibung:
Oft wird auch die korrekte Schreibung überprüft.

Flashcards: Thema Familie, A1, lernen

Offene Fragen bzw. Freitexteingabe / „Freispracheingabe“

Ziele:

  • umfangreichere Antworten, wie zum Beispiel:
  • die Textproduktion (Briefe, E-Mails, WhatsApp usw.)
  • Verstehens-Fragen eines Textes
  • Rechercheaufgaben mit Inhaltsangaben
  • Textproduktion: Erörterung
  • Sammeln von Ideen, Assoziationen usw.

Diese Aufgabe ist so eingestellt, dass der Schwerpunkt “Perfekt”zurückgemeldet wird. Probieren Sie es aus.

Link zur Übung

Probleme:

  • Die Fragen können nicht (oder nur eingeschränkt) automatisch korrigiert werden.
  • Die Erstellung als H5P ist sehr aufwendig und nicht immer in der Korrektur eindeutig.
  • Obwohl dies ein “Freitext” ist, kann man durch die Korrektureinstellungen nur von einer halboffenen Übung sprechen.

Tipps:

Bestimme genau, was du von dieserAufgabe erwartest (Erwartungshorizont)

Formuliere wenn möglichReferenztexte

Gib Wortschatz vor (Wortschatzauf einer Liste, in einer Wortwolke usw.)

Eventuell bestimme die Zeitform(A1,  A2)

Eventuell weiße auf dieGrußformeln in einem formellen oder informellen Schreiben hin.

Freitextsprechen

  • Der Lerner erhält eine Aufgabe / Impuls.
  • Er spricht allein oder mit anderenzu diesem Thema.
  • Der Monolog oder das Gespräch wird aufgenommen.
  • Die Aufnahme kann erneut abgespielt oder downgeloadet werden.
  • Der Lehrende kann die Aufnahme im Plenum oder in einem persönlichen Beratungsgespräch analysieren und eventuell weitere Übungen geben.

Hier ein Beispiel: Tonaufnahme zum Thema “Gemüse”

Morgen werde ich hiernoch 3 weitere Übungsformen vorstellen

  • Schreibennach Hören – Das Diktat
  • MitDialogkarten üben
  • SpielerischeQuiz-Formen

Hilfreich ist es auch bei der Aufgabendurchführung den geplanten Prozess zu reflektieren. Hilfreich können dabei folgende Fragen sein:

  • Ist die digitale Übung sinnvoll in den Unterrichtskontext eingebettet? (Gelingt die “Verzahnung” auf das Lernziel – Aufgabe, die Sitz im Leben hat –  hin)
  • Wird mehrkanaliges Lernen (Hören, Sehen) angeboten, so dass wirklich meine unterschiedlichen Lerner davon profitieren? (ebenso Lerntypen, Lerngewohnheiten, Binnendifferenzierung –
  • Ist eine freie Auswahl / bzw. flexible Handhabung der Übungen seitens der Lerner möglich?)
  • Ist informelles Lernen möglich? Kann auch außerhalb des Unterrichts mit den Übungen barrierefrei gearbeitet werden? Motiviert die Aufgabe für eine solche Weiterarbeit bzw. zu einer Adaption der Aufgabe von Seiten des Lerners in einem anderen Kontext?

Links:


Materialien zur Vorbereitung auf das Goethe-Zertifikat A2: Fit in Deutsch


Weitere nützliche Links zum Thema (ergänzt 18.10.2017)

 

 

Wikinar: Wordle & Co – Unterrichtsideen für den Fremdsprachenunterricht


„Was ist ein Wikinar?“

wird sich der eine oder andere fragen. Für mich passt der Begriff sehr gut zu Präsenz- und Onlineveranstaltungen, bei denen das Wiki als „digitales Arbeitsblatt“, das heißt als E-Collaboration Tool zum Beispiel für Gruppenarbeiten und natürlich als digitale Ablage, fungiert. Wiki-Seiten können dabei als Präsentationsmedium, als Kollaborations-Tool, als Linkliste (z.B. als Ersatz für https://todaysmeet.com) und als Ablage für die Ergebnissicherung und für die nachhaltige Bearbeitung dienen. Der Vorteil ist, dass sich alles übersichtlich auf einer Seite befindet, da verschiedene externe Anwendungen im Wiki eingebettet werden können.

Im DaF-Wiki gab es im letzten Jahr einige Seminare mit Wiki-Unterstützung. In den kommenden Monaten sollen darum Module entstehen, die jeder frei im DaF-Wiki (oder in einem anderen Media-Wiki) weiterverwenden kann. Dabei soll es für jedes Modul eine „Mastervorlage“ geben, die von jedem (Be-)Nutzer in eine neue Seite kopiert und angepasst werden kann. Die absolvierten Seminare stehen den Seminarteilnehmern und den Fortbildnern zur Verfügung, können natürlich auch wieder gelöscht werden.

„Wordle & Co Unterrichtsideen für den Fremdsprachenunterricht“

Heute möchte ich dazu ein Beispiel vorstellen. Der Workshop „Wordle & Co Unterrichtsideen für den Fremdsprachenunterricht“ fand im letzten Jahr in Zagreb für Lehrer aus Grund- und Mittelschulen, sowie Lehramtsstudenten statt. Leider war die damalige Workshopzeit auf 90 Minuten beschränkt. Die doppelte Zeit wäre notwendig gewesen, um alle Phasen einer guten Fortbildung ausreichend zu berücksichtigen.
Wichtig ist im Voraus noch zu erwähnen, dass nicht die Tools im Mittelpunkt stehen sollten, sondern das Thema Wortschatzarbeit. Die Tools wurden so ausgewählt, so dass folgende Schritte beabeitet werden konnten:

Grundlage für diese Planung ist die Idee, dass es einen Zusammenhang von Wortschatz und Internet gibt:

Oft nutzt man den Vergleich des Wortschatzes mit einem Netzwerk, welcher den Zusammenhang der Wörter bildlich bewusst machen soll. Betrachten wir das Wort „Internet“, werden wir wieder auf den Begriff „Netzwerk“ stoßen. In dieser strukturellen Gemeinsamkeit liegt der Mehrwert von Web2.0 Tools, wie zum Beispiel Wiki. Hier kann Wortschatz präsentiert, vernetzt und in seinen kulturellen Bedeutungsunterschieden angewandt und dargestellt werden.

Wie schon oben beschrieben, wurde der Workshop mithilfe einer Wiki-Seite gestaltet:

  • Den bereits im März durchgeführten Workshop findet man mit Ergebnissen hier: Wordle & Co
  • Den „Masterkurs“ kann man hier einsehen, in eine neue Seite kopieren und anpassen: Wordle & Co – Masterkurs

Da der Workshop auf 90 Minuten begrenzt war, konnte man das Thema nur oberflächlich anreißen. Besonders in den Phasen der Anwendung und des zusätzlichen Inputs konnten daher nicht alle Aufgaben gelöst werden. Auch hier ist das Wiki als digitales Arbeitsblatt hilfreich, da diese ungelösten Aufgaben zur persönlichen Nacharbeit daheim zur Verfügung stehen.

Der Ablauf des Workshops sah/sieht folgendermaßen aus:

1. Einführung, Vorstellung und Impuls

2. ZO / Plan

3. E – Erfahrungen zum Thema Wortschatz sammeln, Tool: ZUMPad – Auswertung: Plenum

4. Wortschatz Sammeln – Ordnen – Präsentieren

a. Wortschatz sammeln: Tool- ZUMPad
b. Wortschatz ordnen: Tool-Mindmap auf LearningApp
c. Wortschatz anwenden: Textproduktion

5. Textproduktion mit Wortwolken: Tool-Wordle und Reflexion

a. Einführung in Wordle – Simulation, kurze Texte verfassen
b. Ideen für den Unterricht sammeln: ZUMPad
c. Erstellung von Wortwolken: Tool-Wordle, Pinnwand von LearningApps

6. Rückblick-Evaluation: ZUMPad

7. „Hausaufgabe“ (Anwendung/Transfer): Erstellung einer Unterrichtsidee und eines Arbeitsblattes mit Wordle.

8. Ausblick

Da keine Zeit für Anwendungsaufgabe (Hier nur „Hausaufgabe“) für den eigenen Unterricht war, habe ich dies nachträglich in den Masterkurs eingefügt.

Zu den eingebetteten Tools:

Das verwendet ZUMPad, aber auch alle Tools von LearningApps lassen sich problemlos in die Wiki-Seite einbetten.
Beim ZUMPad ist zu beachten, dass jeweils im Einbettungscode die Bezeichnung oder die Nummerierung geändert werden sollte.
Beispiel:

  name=’embed_readwrite‘ src=‘http://zumpad.zum.de/p/Zagreb2?showControls=true&showChat=true&showLineNumbers=true&useMonospaceFont=false‘ width=900 height=600>

…/Zagreb2  wird  zu Berlin1 usw. Wichtig ist, dass jeweils neue Pads generiert werden, damit man nicht in die bereits vorhandenen schreiben muss.

Bei LearningApps Anwendungen sollte man erst die Anwendung erstellen und dann den Einbettungscode in die Wiki-Seite kopieren und speichern.
Für das Mindmap von LearningApps habe ich das hier beschrieben: http://wikis.zum.de/daf/Mindmap_mit_LearningApps_erstellen
Für alle anderen Anwendungen hier: LearningApps erklärt im DaF-Wiki

Natürlich stehe ich bei Fragen jederzeit zur Verfügung. Ihr könnt diese hier als Kommentar posten.

Wichtig ist selbstverständlich auch die Evaluation eines Workshops. Diese kann auch im eingebetteten ZUMPad erfolgen. Im beschriebenen Workshop sah das so aus: Im Wiki bzw. http://zumpad.zum.de/p/Zagreb6

Abschließend die Kursbeschreibung des Workshops vom März 2015:

Web 2.0 – Anwendungen im Fremdsprachenunterricht sind beim Großteil der Lehrergemeinde noch nicht angekommen, obwohl das „Mitmach-Web“ viel zu bieten hat. Gezielt eingesetzt, kann es nicht nur produktive Fertigkeiten (Sprechen, Schreiben) im Unterricht unterstützen, sondern leistet einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung der Medienkompetenz bei Schülern. Auch in Hinblick auf die Befähigung der Lerner eine Sprache selbstständig weiterzulernen (Lernerautonomie), sind solche Web2.0-Anwendungen mehr als nur hilfreich. Sie bieten Werkzeuge für ein lebenslanges Lernen, mit denen die Lerner eigene Lernprozesse selbst weiterentwickeln und steuern können. Im Workshop erkunden die Teilnehmer anhand von Beispielen, wie verschiedene Onlinedienste im Fremdsprachenunterricht zweckmäßig und verantwortungsvoll eingesetzt werden können. Dabei werden für ausgewählte Tools Unterrichtsszenarien entwickelt, umgesetzt und reflektiert.
E-Learning wird in diesem Workshop nicht als Ersatz für das Face-to-face-Lernen gesehen, sondern soll neue Kanäle öffnen, die die selbstorganisierte Auseinandersetzung mit Lerninhalte unterstützen und einen wichtigen Beitrag für das lebenslange Lernen leisten.

Wie schon beschrieben, kann der Workshop als gesamte Wiki-Seite kopiert und angepasst werden. Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons: Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland“ verfügbar; zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. Siehe die Nutzungsbedingungen für Einzelheiten.

Ich würde mich freuen, von euren Erfahrungen mit diesem Modul zu hören.

Ralf Klötzke

 

 

 

 

 

Quizlet spricht jetzt auch Deutsch


Der bekannte und teilweise kostenlose online Lernkarten- und Vorkabeltrainer Quizlet  hat jetzt aufgerüstet und bietet eine weitere nützliche Erweiterung an. Man kann sich die zu lernende Lexik nun auch vorlesen lassen. Dies war bisher nur dem Englischen und vier weiteren Sprachen vorbehalten und soll nun bei insgesamt  18 Sprachen funktionieren. Das nun auch Deutsch zu den auserwählten Sprachen gehört, hat mich erst einmal sehr gefreut. Aber was bringt das für Deutsch als Fremdsprache? Ich habe einige Wörter kurz getestet.

Die Einbindung der Audiofunktion erfolgt automatisch. Alle bereits erstellten Lernkartensätze, die mit einer der 18 Sprachen erstellt wurden, erhalten ein kleines „Lautsprechersymbol“.

Klickt man auf das Symbol, wird der gesamte Text vorgelesen, also hier das Hauptwort und der Artikel in der eingetragenen Reihenfolge.

Wie ist die Qualität der vorgelesenen Wörter?

Sehr unterschiedlich. Funktioniert das Lesen bei beiden Begriffen hier noch ganz ordentlich, hat das Programm zum Beispiel Probleme bei dem Wort „Bleistift“ (i klingt nicht korrekt) und bei dem Wort „Beamer“ (Bildwerfer, Digitalprojektor, Daten-Video-Projektor), das vollkommen schief geht, da sich das Wort als „Scheinanglizismus“ bei der Aussprache am Englischen orientiert. Leider lässt sich die Sprache nicht für einzelne Wörter einstellen, sondern immer nur für den gesamten Lernkartensatz. Der Lehrer wird also jetzt neben der von den Lernern eingetragenen Begriffe und Erklärungen, auch die Aussprache der Wörter kontrollieren müssen, was den Mehrwert der neuen Funktion etwas trübt.

Eine weitere Neuerung ist die Übung „Buchstabieren“ (Spelling).

Hier soll der Lerner schreiben, was er hört:

Bei richtiger Aussprache, ist das sicherlich eine sinnvolle Übung.

Insgesamt sind die Neuerungen nützliche Erweiterungen, die bei weiteren Verbesserungen das Sprachenlernen unterstützen können. Quizlet ist als Tool auch deshalb interessant, weil es sich einfach in andere Lernumgebungen (zum Beispiel Moodle oder Wiki) einbetten lässt.

Redemittel für DSD-Vorträge


Im DSD-Wiki hatte ich schon vor längerer Zeit eine Sammlung von Redemitteln für eine Präsentation zusammengestellt.

Jetzt bin ich auf den Seiten des Klett Lehrwerkes „Mittelpunkt“ auf eine anspruchsvolle Darstellung solcher Redemittel in Form von Unterrichtsplakaten  gestoßen. Sinnvoll finde ich vor allem die Konzentration auf wenige wichtige Formulierungen, da die Lerner oft von „gut gemeinten“ Arbeitsblättern überfordert werden.

Daneben gibt es auch ein Lernplakat zu Diskussionsmitteln:

WordSift – Texte „durchsieben“ und visualisieren


http://wordsift.com/

„Wordsift“ ist weniger ein Tool zum Erstellen von Wortwolken, sondern dient zur Analyse von Texten (sift = sichten, durchsieben) und deren Visualisierung. Dies  funktioniert auf ganz anderer Weise, als bei den hier vorgestellten Wortwolken-Tools.

Als klassische Word Cloud ist Wordsift (ein Angebot der Stanford University) auch nicht zu gebrauchen. Nach Eingabe eines Textes (65k characters max) werden die Wörter gehörig durcheinandergewirbelt. Man kann diese auch nach bestimmten Kriterien neu anordnen (alphabetisch).  Der Clou an der ganzen Sache ist, dass die einzelnen Wörter  mit thematisch passenden Bildern im Netz verlinkt werden. Diese Bilder lassen sich auf einem Fenster sammeln (Funktion: Make Images Draggable)  und so entsteht ein bildhaftes Gegenstück des Textes, welches man abspeichern und dann in eine Präsentation einbinden kann.  Daneben werden bei längeren Texten alle Textstellen aufgeführt, in denen das verlinkte Wort vorkommt. Auch ein Wortnetz (Visual Thesaurus) wird erstellt, wie man es aus der DWDS (nutzt OpenThesaurus) kennt.

Hier ein Video, das das Tool beschreibt: http://wordsift.com/site/video

Ein Problem fällt bei der Auswahl der visualisierten Wörter auf. Wordsift kann nicht viel mit der deutschen Sprache anfangen. Das Tool liebt „Artikel“ und zeigt nur wenige Nomen. Besonders mag es den Artikel „die“, jeder kann sich denken warum. Auch die angezeigten Bilder haben nicht immer etwas mit dem Thema zu tun. Manchmal muss man einfach schmunzeln, welche Assoziationen das Tool hat. 😉

Wordsift eignet sich vor allem für Englischlehrer, aber auch für die eigene Präsentation könnte man es nutzen. Im Unterricht würde ich einmal Folgendes ausprobieren:

1. Einen Text eingeben und bearbeiten („durchsieben“) lassen.

2. Aus den angebotenen Bildern, passende auswählen und auf ein Arbeitsblatt kopieren („Bilderwolke“).

3. Vor Einführung der Texte, die Bilder präsentieren und nach-(vor)-erzählen lassen.

Das funktioniert natürlich auch online und Schüler können das natürlich auch selbst. Hier sollte man aber das geltende Urheberrecht beachten.

Auch die umgekehrte Variante wäre denkbar. Der besprochene Text wird zu Hause visualisiert und mithilfe der Bilder wiedergegeben. Wem das Tool zu kompliziert ist, kann einfach eine Suchmaschine nutzen.

Die Idee der Methode finde ich trotzdem spannend. Intuitiv wünsche ich mir ein Netz-Wörterbuch , das nicht nur Übersetzungen oder Erklärungen bietet, sondern Bilder mit entsprechenden Situationen, Wortnetze und weiterführende Links. Die aktuelle zweite Version des Digitalen Wörterbuchs der deutschen Sprache (DWDS) (zurzeit in der  Betaphase)  kommt mit einigen Funktionen dem schon sehr nahe. Für viele Lerner ist es natürlich zu unübersichtlich, auch wenn man eine eigene Auswahl der zu nutzenden Bücher erstellen kann.

Im Folgenden habe ich das DWDS, OpenThesaurus und eyePlorer ausprobiert, um das Wort „Wolke“ zu „erklären“:

http://beta.dwds.de/?qu=Wolke

Siehe auch im Blog:

Altweibersommer


Gábor hatte mir hier im Blog eine knifflige Aufgabe gestellt, was wohl folgendes ungarische Wort bedeute: vénasszonyok nyara

„Sommer“ verstand ich noch, aber dann musste ich doch das Wörterbuch zu Rate ziehen und siehe da, der „Altweibersommer“ tauchte aus den Seiten auf. Diesen kann man zurzeit  in Budapest in vollen Zügen genießen. Aber was bedeutet dieser Begriff? Bei arte.tv wurde ich fündig:

Es gibt zwei Theorien, die versuchen, die Wortherkunft zu erklären. Eine weit verbreitete Theorie besagt, das Wort „Weiber“ im Altweibersommer bezeichne gar keine Frauen, sondern komme in Wirklichkeit von „weiben“, einem altdeutschen Wort, das so etwas bedeutet wie „Spinnfäden weben“. Es bezieht sich auf die Tausenden von weißen Fäden, die man zu Herbstanfang morgens auf den Wiesen, an Sträuchern und an Bäumen sieht, oft mit Tautropfen behängt, wodurch sie aussehen wie Perlenketten. Das Wort Altweibersommer bedeute demnach so etwas wie der „späte Sommer der Spinnweben“.

aus: der Altweibersommer (arte.tv)

Die zweite Theorie:

Manche erklären den Ursprung des Wortes aber auch mit der Tatsache, dass die langen Spinnfäden wie die Haare alter Frauen aussehen. Unterschiedliche Volksglauben hielten sie sogar für Gespinste von Elfen oder Zwergen oder für die Haare der heiligen Maria. Die wissenschaftliche Erklärung für die Entstehung dieser Fäden ist weniger romantisch aber genauso spannend: es handelt sich nämlich in Wirklichkeit um die Flugfäden von kleinen Spinnen. So unwahrscheinlich es klingt: die Spinnen können dank dieser Fäden fliegen!

aus: der Altweibersommer (arte.tv)

Im Französischen nennt man ihn „été indien“, also „indianischer Sommer“. Kennt ihr weitere Bezeichnungen in anderen Sprachen?

Weitere Links:

Wikipedia
Wiktionary

Bildergalerie zum Wort (DW)

Wort der Woche (DW): Altweibersommer
Audio: Altweibersommer – das Wort der Woche hören (MP3)‎

Übrigens, das fand ich in der Wikipedia:

Das LG Darmstadt hat im Jahr 1989 festgestellt, dass die Verwendung des Ausdrucks Altweibersommer durch die Medien keinen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte von älteren Damen darstellt (LG Darmstadt, Az. 3 O 535/88, Urteil vom 2. Februar 1989; NJW 1990, Seite 1997). Das Urteil wurde am 2. Februar verkündet – „Altweiberfastnacht“. 😉

aus: Wikipedia (Permanenter Link)

Siehe dazu auch folgenden Artikel: Der „Altweibersommer“ ist nicht frauenfeindlich

Eine 78-jährige Frau hatte gegen die Bundesrepublik Deutschland geklagt. In den Wetterberichten des Deutschen Wetterdienstes solle zukünftig der Begriff „Altweibersommer“ nicht mehr verwendet werden.

Machen


Das Wort „machen“ wirkt harmlos und bescheiden. Dennoch verfügt es über eine gehörige Portion Macht, weil sich mit ihm mehr machen lässt als man vermuten mag. Ein Nachteil: Es macht der Verben-Vielfalt den Garaus!

„Die Macht des Machens“ eine sehr gute Sendung  der Deutschen Welle: Alltagsdeutsch

Zitat:

Zu bedenken ist, dass ein differenzierter Wortschatz auch Träger kulturellen Erbes ist. Wer nur auf das Verstehen eines Textes achtet und deshalb die einfachere Ausdrucksweise bevorzugt, fügt seiner Sprache mit der Zeit Verluste zu. …Gewarnt sei aber auch vor Übertreibungen. Wer ein gutes Deutsch schreiben und sprechen will, muss das Wort machen nicht zwangsweise vermeiden. Er läuft sonst Gefahr, sich gestelzt auszudrücken.

Herkunft aus Wiktionary:

Aus indoeuropäisch *mag- „kneten“. Verwendung in handwerklichen Sonderbereichen. Die allgemeine germanische Bedeutung, bauen, könnte auf „Wände mit Lehm verschmieren“ zurückgeführt werden. Indoeur.: *mag- ist griechisch μάσσω (másso): ich knete, altslawisch mazati bestreichen; bretonisch meza kneten.

westgermanisch: althochdeutsch machôn, mittelhochdeutsch machen; altsächsisch altnfr. macôn, niederdeutsch, niederländisch maken; friesisch makia, angelsächsisch macian, englisch make; ins Isländische und Schwedische als maka, ins Dänische als mage entlehnt. Präteritum: althochdeutsch machôta, Konjunktiv machôti, mittelhochdeutsch machete, machte.

Noch mehr Beispiele:

Wortschatz-Lexikon der Uni Leipzig: http://wortschatz.uni-leipzig.de/cgi-bin/wort_www.exe?site=1&Wort=machen

DWDS:http://www.dwds.de/?kompakt=1&qu=machen

Die Rose – die Königin unter den Blumen


Die Rose ist ein Sinnbild für Schönheit und Liebe. Besungen und gemalt, umgibt sie immer ein Hauch des Mystischen. Die Dornen werden dabei aber meist vergessen.‎

So beginnt das neue Stichwort der Deutsche Welle (22.06.2009)

Rose

Das Thema Blumen habe ich hier im Blog schon im Beitrag Blumen sagen mehr als 1000 Worte – 100 Jahre Fleurop näher beleuchtet. Das aktuelle Stichwort geht vor allem auf die Bedeutung der Rose in Alltag und Kunst ein. Die Sendung beschreibt die Rose als Symbol der Liebe:

Die Rose ist die Blüte der Liebe, die Blume der Freude, Ausdruck der Jugendfrische. Was Wunder, dass die Rose, zumal die tiefrote, der Geliebten überreicht wird, dass die rosenroten Lippen, der rosige Teint, die rosaroten Wangen den Mädchen und Frauen vorbehalten sind.

und berichtet aus der Zeit, als der

Rosenkranz, … unter dem lateinischen Namen „rosarium“ Eingang in die christlich-katholische Religion gefunden hat.

Es ist wie immer möglich, die Sendung als Audio zu speichern: Stichwort: Rose – die Folge hören (MP3)‎ und es gibt den Text und dazu Übungen zum Ausdrucken als PDF.

Was ich als in der Botanik Unkundiger noch nicht wusste, dass die Rose streng botanisch gesehen keine Dornen, sondern Stacheln hat.

Trotzdem bleibt folgendes Lied der Gruppe Renft eines meiner Lieblingslieder, auch des Textes wegen. Ich finde, mit der geeigneten DaF-Lerngruppe kann man es auch im Unterricht einsetzen. Das Lied beginnt mit folgenden Zeilen:

Wer die Rose, wer die Rose ehrt
Der ehrt heutzutage auch den Dorn
Der zur Rose noch dazu gehört
Noch so lang, so lang man sie bedroht

vollständiger Text hier ->

Hier fällt die Wiederholung des (vielleicht heute schon etwas altmodisch erscheinenden Begriffs: ehren auf

In Wiktionary findet man folgende Bedeutungen:

[1] jemandem hoch schätzen; Hochachtung zeigen
[2] etwas ehrt jemanden: etwas beweist den Wert einer Person
[3] achten, respektieren

Ich würde es folgender Bedeutungsgruppe zuordnen:

begrüßen, bejubeln, besingen, ehren, empfangen, huldigen, jubeln, preisen, rühmen, vergöttern, verherrlichen

aus dem Wortschatzportal der UNI-Leipzig

  • Was bedeutet das Sprichwort: Aber keine Rose ohne Dornen ?
  • Wie erklärt das Lied die Frage, warum Rosen Dornen haben?

Hier kommt nun das Lied. Achtet bitte auf das Ende!

Am Ende heißt es:

Einmal wirft sie ihn ab, Einmal wirft sie ihn ab

Das wird sein, wenns sein wird
Und Mensch ehrt den Menschen

Wann kann der Zeitpunkt kommen, dass die Rose ihre Dornen verliert?

Interessant für den Unterricht kann auch die Information über die Band „Renft“ (richtiger Name: Klaus Renft Combo) sein, die in der DDR Kultstatus besaß. 1975 wurde sie verboten und später verließen einige Bandmitglieder das Land. Erst 1990 fand sich die Band zu einer Wiedervereinigungs-Tournee wieder zusammen.

Die offizielle Band-Seite findet man hier: http://www.renft.de/

Hier noch als Zugabe „Gänselieschen“ – auch eines meiner Lieblingslieder dieser Band:

Uns’re LPG hat 100 Gänse,
und ein Gänselieschen – das ist meins.
Jeden Morgen ziehn sie auf die Wiese,
100 Gänse und die Hunderteins.

Als Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft, LPG, wird der Zusammenschluss von Bauern und Bäuerinnen und deren Produktionsmitteln, sowie anderer Beschäftigten zur gemeinschaftlichen agrarischen Produktion in der DDR bezeichnet. Landwirtschaftliche Genossenschaften waren in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den sozialistischen Staaten Europas weit verbreitet. aus Wikipedia

Trecker hier Traktor

Volkseigentum: In den 1980er-Jahren war etwa 98 Prozent des gesamten Produktivvermögens der DDR volkseigen, darunter etwa 8000 volkseigene Betriebe und Kombinate, die den Titel VEB führten. Vollständig in Volkseigentum in diesem Sinn überführt wurden in der DDR Bodenschätze, Bergwerke, Gewässer, Naturreichtümer, Kraftwerke, Banken, Versicherungen, Transportmittel, Verkehrswege, Luftfahrt, Schifffahrt, Post- und Fernmeldewesen sowie letztlich alle Industriebetriebe. 50 % der Liegenschaften standen im Volkseigentum. Dazu kamen noch andere, oftmals landwirtschaftlich genutzte Flächen, die Gegenstand sonstigen sozialistischen Eigentums waren.

aus Wikipedia

Tipps zum Wortschatzlernen


Das Blog Deut (sch) lich postet eine kleine Übersicht, wie man auf den unterschiedlichen Stufen (A1 usw.) einfach Wortschatz erlernen kann:

Es ist besser, das Wort mit anderen deutschen Wörtern zu kombinieren …

Wortschatzübungen für alle Stufen

Eine sehr gute Seite, um passende Übungen zu finden, ist die Linkliste von Cornelia: http://cornelia.siteware.ch/wortschatz/wortschatzuebungen.html

Wer sich intensiver mit dem „beliebeten“ Thema Vokabellernen auseinandersetzen möchte, sei auf die Seite von Wolfgang Pohl verwiesen: Umgang mit Vokabeln

Sprachwettbewerb: „Uns fehlen die Worte“


Heute habe ich einen interessanten Abend vor dem Fernseher verbracht. Es hat sich gelohnt! Auf 3sat gab es den Themenakzent: Uns fehlen die Worte

Dabei wurde ich auf den Sprachwettbewerb des Senders aufmerksam: „3sat sucht neue Wörter. Suchen Sie mit!“ http://www.3sat.de/woerter/flash/worte.html

Welche Begriffe vermissen Sie im Deutschen?
Wie z.B. heißt unser zweiter und vierter Zeh?
Wie könnte z.B. das Innere des Brötchens heißen?
Welches neue Wort schlagen Sie vor?

Hier findet man eine Liste der Begriffe/Worte, die gesucht werden.

So zum Beispiel:

Die ersten 10 Jahre eines Jahrhunderts

Der häufig vergebliche Versuch, sich an einen Traum zu erinnern

Etwas partout nicht finden können

Etwas ausleihen mit dem festen Vorsatz, es niemals zurückzugeben

Oft wird von den Lernern geglaubt (bzw. erwartet), dass das zu erlernende sprachliche System perfekt sei (sein muss). Um so wichtiger die vorsichtige Sensibilisierung für Leerstellen, die es auch in anderen Sprachen gibt und die noch gefüllt werden könnten/müssten.

Und es macht sicherlich Spaß, neue Wörter zu erfinden!

Blumen sagen mehr als 1000 Worte – 100 Jahre Fleurop


Am 17. September 1908 gründete der Berliner Florist Max Hübner, zusammen mit 98 Blumengeschäftsinhabern, die „Blumenspenden-Vermittlungsvereinigung“.

Was verbirgt sich hinter diesem Begriff?

Heute nennen wir die  „Blumenspenden-Vermittlungsvereinigung“  Fleurop !

Die Idee erscheint in der Zeit der allgemeinen Mobilität und der Globalisierung simpel: Die Blumen sollten nicht selbst verschickt werden, sondern lediglich die Aufträge an Blumenfachgeschäfte vor Ort. Dort werden die gewünschten Blumen ganz frisch zusammengestellt und dem Empfänger überbracht. Später erfolgt dann die Verrechnung zwischen den beiden beteiligten Floristen.

Zurzeit gibt es gut 50.000 Partnerfloristen in 150 Ländern der Erde.

Mehr in der Wikipedia :Fleurop
Die Deutsche Welle hat zu diesem Thema einen Film online gestellt, der sich sehr gut im Unterricht einsetzen lässt: Fleurop – 100 Jahre Blumengruß

Wie die Deutschen dieses Angebot annehmen, verrät folgende Statistik von Statista:

Leider kann Ihr Browser diese Grafik nicht anzeigen. Direkter Link zur Statistik „Bestellen von Blumen über das Internet“

Aber es gibt noch so viel rund um die Blume zu berichten. Also „Lasst Blumen sprechen!“

Da wären die Sendungen der DW Alltagsdeutsch „Durch die Blume“ und das Stichwort „Blühen“.

Deutschland importiert weltweit die meisten Schnittblumen.

Aber woher kommen sie? Das verrät die Sendung: „Der weite Weg der Blumen“.

Wortschatz zum Thema Hochschule


Glossar akademischer Begriffe (54 kb) PDF
„Für Teilnehmende, die sich auf ein Hochschulstudium vorbereiten oder an einer Hochschule studieren und bereits viel über den Universitätsalltag wissen.“

Gefunden bei:

Material für den Unterricht in Deutsch als Fremdsprache (http://vonrauch.de/daf/)

„erst – schon – noch“: häufige Fehler, nicht nur in Ungarn


Bei der Suche nach Übungen zu diesem Problem bin ich auch auf ausführliche Darstellungen im Netz gestoßen:

In: Fritz Mauthner: Sprache und Grammatik:

„schon – erst – noch“ Temporale Gradpartikeln als Phasenquantoren von Sebasliun Löbner (25 Seiten PDF)

Übungen und Arbeitsblätter gibt es auch:

Beispielübung : Stufen International

und

http://www.stk.tu-darmstadt.de/edaf/schon.htm

und noch eine Übung:

http://www.quia.com/pop/27820.html

Das Arbeitsblatt Wf320 erst – schon – noch von http://www.deutschalsfremdsprache.ch/ ist leider nicht mehr online.