„In 80 Tagen um die Welt“ – Schüler zeichnen Comics


Ogulin in Kroatien + Hexen + Drachen + ein Riese + 20 Schülerinnen und Schüler + eine Comic-Zeichnerin aus dieser interessanten Mischung Mischung entwickelten sich für alle Beteiligten drei spannende Workshoptage.
„In 80 Tagen um die Welt“ ist ein abenteuerliches Comic, dass von PASCH-Schülerinnen und –Schülern aus PASCH-Schulen des Goethe-Instituts auf der ganzen Welt geplant und gezeichnet wird.
Die Ergebnisse des Projekts und die Projektbeschreibung befinden sich auf der Schülerzeitungsseite von PASCH-Global.
Das Konzept kann man hier herunterladen: Konzept „In 80 Tagen um die Welt“ (PDF, 38 KB) 
Daneben gibt es Hinweise für Lehrer (PDF, 4,8 MB) und die Comic-Weltkarte (PDF, 4,8 MB) mit allen beteiligten Ländern.

Die Berliner Zeichnerin Kitty Kahane

Wie alles begann
Den Anfang machte ein Comic, in der die Kinderbuchautorin und -illustratorin Kitty Kahane, die Grundidee der Geschichte, die sich an die Erzählung von Jules Verne anlehnt, und die Protagonisten vorstellt. Seit August war das Projekt zu Gast in Portland, Argentinien, Peru und Kolumbien, um dann erstmals Ende Oktober den europäischen Kontinent zu erreichen.

Zu Gast in Kroatien
In Europa war die erste Station die kleine Stadt Ogulin in Kroatien, die auch als Märchenhauptstadt des Landes bezeichnet wird.

Klek – der magische Berg

Aus der Stadt stammt die kroatische Märchenerzählerin Ivana Brlić-Mažuranić (1874–1938), von der eine Reihe der bekanntesten kroatischen Märchen stammt, die sich auch um den „magischen“ Oguliner Berg Klek ranken. In Ogulin wird bis heute auf Märchenfestivals und Hexenfesten diese Tradition fortgesetzt und so war es auch nicht verwunderlich, dass die Stadt mit ihrer PASCH-Schule eine Station auf der Comic-Reise wurde.

Die Berliner Zeichnerin Kitty Kahane und 20 Schüler der PASCH-Schule Ogulin (Gimnazija Bernardina Frankopana) erstellten an drei Tagen einen spannenden Comic, in dem auch die Märchenwelt der Oguliner Umgebung eine wichtige Rolle spielte.

Die Schüler konnten selbst bestimmen, was die Helden Tom, Anna und Lisa auf ihrer Reise durch Kroatien erleben. Sie sammelten gemeinsam Ideen für die Handlung, erstellten ein Storyboard und zeichneten die Comic-Bilder selbst.

Für alle war überraschend zu sehen, welches Potenzial jeder Einzelne als Comic-Künstler hat und dass auch das Zeichnen von Comics eine sprachliche Herausforderung ist, aber auch Spaß machen kann.


Die Ergebnisse der Oguliner Schüler findet man hier:

 

Wie geht es weiter ?
Das Comic-Projekt wird in den kommenden Monaten seine Reise fortsetzen. Nach Belarus und der Ukraine sind geplante Stationen Kasachstan, Kirgisistan, Südasien und Indonesien und China. Auch hier werden PASCH-Schüler die Geschichte weiterentwickeln und die Protagonisten spannende und dramatische Geschichten erleben lassen. Dabei soll das Projekt zum interkulturellen Austausch anregen und die produktiven und rezeptiven Fertigkeiten der Schüler fördern.

Um zur nächsten Station zu kommen, haben die Helden Hilfe von einem Oguliner Riesen erhalten. Dieser wird in den nächsten Tagen Tom, Anna und Lisa nach Belarus tragen. Auch dort werden sie wieder aufregende Geschichten erleben und nebenbei das PASCH-Netzwerk enger knüpfen.

 

 

Wer malt den besten Drachen?
Der Brunnen aus der KuK-Zeit im Zentrum Ogulins spielt auch eine wichtige Rolle im Comic.
Gymnasium Bernardin Frankopan in Ogulin

Hier im Blog dazu:

Weitere Links:

Nachtrag

In der Fremdsprache Deutsch 63 ist zu dem Thema auch ein Online-Beitrag erschienen: Ein Comic geht um die Welt. Das PASCH-Projekt „In 80 Tagen um die Welt“
Zusatzartikel: „Ein Comic geht um die Welt. Das PASCH-Projekt ‚In 80 Tagen um die Welt‘“ von Tristan Lay

Street-Art im DaF-Unterricht


Banksy, London CC BY 2.0 File:Banksy Pressure Washing Away Art.jpg

Street-Art ist längst ein fester Bestandteil der zeitgenössischen Kunst. Als 2009 die Ausstellung Banksy vs. Bristol Museum stattfand, standen die Leute vier Stunden Schlange. „Banksy, der König der Guerilla-Graffiti“ lockte in zwei Monaten 300.000 Besucher aus aller Welt ins Museum. (Quelle: Spiegel-Online). In vielen Großstädten spielt Street-Art für den Tourismus eine wichtige Rolle. Auch werden Künstler und deren Produkte immer öfter vom Kunstmarkt oder für Zwecke der Werbung vereinnahmt, was der Definition als „nichtkommerzielle Form von Kunst im öffentlichen Raum“ widerspricht. In den sozialen Medien findet die Kunstform eine exponentielle Verbreitung im Internet. Auch im universitären Bereich wird sie beachtet, wie das Projekt der Uni Regensburg zur Erfassung, Lokalisierung und Kategorisierung von Street-Art Streetartfinder.de zeigt.

Street-Art und DaF

Street-Art ist seit einiger Zeit auch in Deutsch als Fremdsprache angekommen. Aktuell findet man im Band 90 Materialien Deutsch als Fremdsprache zum Thema „Visuelle Medien im DaF-Unterricht“ ( Hrsg. Marc Hieronimus) einen Artikel von Mirjam Bertocchi zum Thema „Graffiti und Street-Art im DaF-Unterricht“ (S. 153-172). Aber auch auf PASCH-net gibt es seit einiger Zeit einen Themenschwerpunkt zum Thema „Graffiti: mehr als nur Schmiererei“ (Sprachniveau: B1) mit Unterrichtsmaterialien für das A2/B1-Niveau.

Bertocchi stellt in ihrem Text im oben erwähnten Band 90 nicht nur mögliche Einsatzszenarien dieser Kunstform im DaF-Unterricht vor, sondern informiert ausführlich über die Geschichte und Bedeutung der Street-Art-Subkultur. Nach einer didaktischen Begründung, warum Street-Art im Fremdsprachenunterricht eingesetzt werden sollte, findet man konkrete Unterrichtsvorschläge mit interessanten Zusatzinformation zu  Street-Art Künstlern und deren Kunstwerken.

Graffiti a Ordes. CC BY-SA 2.0 File:Desordes – 2012 – Blu – 5 (8168526679).jpg Hochgeladen von Coentor

Vorteile

Die Vorteile des Einsatzes von Street-Art im Fremdsprachenunterricht sieht die Autorin unter anderem darin, dass diese Kunst dabei helfen könnte, sprachliche und ästhetische Kompetenzen zu erwerben. Die Kunstwerke eigneten sich für alle Niveaustufen, da die erworbene Sprachkompetenz eine untergeordnete Rolle spielen würde. Die Schüler könnten offen auf die Kunstwerke reagieren, da keine sprachliche Verständnisbarrieren existierten. Da die Bilder provokativ und manchmal ironisch seien, würde dies motivierend auf die Lernenden wirken.
Die Deutungsoffenheit der Kunstwerke sieht sie als weiteren Vorteil. Dadurch entstünden mehrere Interpretationsmöglichkeiten, die die Interpretationsfähigkeiten der Schülerinnen und Schüler und deren kreatives Denken fördere.
Die kommunikative Funktion der Kunst bestehe darin, dass die Bilder als Diskussionsanlass dienen könnten und die Schüler dazu bringen, ihre eigene Meinung zu äußern, wodurch authentische Sprachhandlungen ermöglicht. Weiterhin werden im Text die Erweiterung der Medienkompetenz und die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit aktuellen landeskundlichen Themen hervorgehoben. Zur Einführung in das Thema empfiehlt sie folgendes Video, das die  Merkmale der Street-Art erklärt:

Weitere Ideen

Für mich liegt die Stärke des Themas insbesondere in der Möglichkeit fächerübergreifende Projekte durchzuführen. Kunstunterricht, Ethik, Sozialkunde, aber auch Geografie dürften sich dafür anbieten. Natürlich kann (bzw. sollte) dabei Projektarbeit grenzüberschreitend erfolgen, um das interkulturelle Potential zu nutzen. Auch wenn die Kunstform besonders für  Großstädter interessant scheint, ist es möglich durch die Präsenz im Internet, alle Schüler und Studenten daran zu beteiligen.

Was könnten Produkte für solche Projekte sein?

1. Recherche-Projekte: SuS dokumentieren und beschreiben Street-Art in ihrer Umgebung. Sie erklären ihren Mitschülern in anderen Ländern evtl. den politischen Kontext, SuS erstellen eine gemeinsame Hitparade der urbanen Kunstwerke und begründen ihre Wahl

Die Präsentation sollte im Internet erfolgen, um unabhängig von Zeit und Ort zu arbeiten. Denkbar wäre auch ein Produkt für Touristen in deutscher Sprache zu erstellen. Auch eine QR-Stadt-Rallye zu diesem Thema wäre denkbar.

2. Produktion eigener Werke mit Beschreibungen und Geschichten; eigene Botschaften zu einem gemeinsamen Thema erstellen oder aufgrund  in Form eines bekannten Kunstwerkes eine eigene Arbeit anfertigen und dokumentieren, Austausch siehe oben.

3. Da die Kunstform im urbanen Bereich nicht ganz unumstritten ist, kann ein Produkt diese Diskussion in unterschiedlichen Ländern zum Thema haben. SuS könnten Argumente sammeln, vergleichen und in sozialer Medien präsentieren. Eine Facebook-Gruppe könnte zum Beispiel zu einer internationalen Diskussion anregen, eine Bildergalerie der beteiligten Städte zeigen und zur Planung eines gemeinsamen Produkts dienen.

4. Natürlich eignet sich das Thema ganz klassisch als Anlass für das kreative Schreiben zu einzelnen Bildern oder Bilderreihen.

5. Alle oben genannten Ideen können in einer Ausstellung bzw. Online-Ausstellung präsentiert werden, die wiederum zum interkulturellen Austausch anregen könnten oder mit selbst erstellten Aktivitäten wie Quiz oder Ausstellungsrallye verbunden werden könnten.

Beispiele aus der Praxis:

A -Ein Beispiel für ein fächerübergreifendes Projekt (ohne DaF) „Die Kunst der Straße – Street-Art in der Dresdner Neustadt“: http://wikis.zum.de/zum/Streetart

B -Das Beispiel in Blog-Form „Jugend in Berlin“ (entstanden während eines Lehrerseminars) zeigt , wie man das Thema auch im landeskundlichen (DaF) Kontext darstellen und mit anderen Kunstformen verbinden kann: http://blog.goethe.de/jugendinberlin/

C – Auch einen Hinweis auf einen Webquest „Graffiti in Berlin“ im DaF-Unterricht habe ich gefunden. Leider ist das Quest nicht mehr online erreichbar.

Vorschläge für geeignete Street-Art Arbeiten

Im Text von Mirjam Bertocchi finden sich auch Vorschläge, welche Street-Art Arbeiten sich für den Unterricht eignen könnten. Die empfohlenen Künstler und Arbeiten sind El Bocho, JR, Alias und Blu.
Im folgenden Abschnitt habe ich dazu eine kleine Linksammlung angelegt. Weitere Informationen zu den folgenden Künstlern und Projekten kann man im oben erwähnten Text im Band 90 nachlesen.

El Bocho
http://www.elbocho.net Beispiel: http://www.elbocho.net/page/6/
https://www.youtube.com/watch?v=xjCcysHXJwo
– Auf Facebook: https://www.facebook.com/elbochoberlin
Film der DW zum Berliner Street-Art-Künstler El Bocho

Projekt „Face 2 Face“ (JR)
FACE 2 FACE TRAILER project:

– Projektseite: http://www.jr-art.net/projects/face-2-face

– Hier ein kurzer Überblick über die Arbeiten von JR (Deutsche Welle):

Hausfassaden und Straßen in Städten aller Welt dienen dem französischen Straßenkünstler JR seit 13 Jahren als Leinwand. Er verwendet archivierte und selbst fotografierte Bilder von unauffälligen und vergessenen Menschen, vergrößert die Fotos und tapeziert sie in die Stadtlandschaft. Eines seiner Fotoprojekte wird noch bis Ende Mai in der Berliner Galerie Springmann ausgestellt.

Kreuzberg and the street and the walls and the street art… CC BY-SA 2.0 File:X.berg Street Art.jpg Hochgeladen von Rotatebot Erstellt: 2. Juli 2008

„Kinder in der Stadt“ (Alias)

https://www.facebook.com/4L1A5

– Street Art by Alias in Berlin (Beispiele und kurze Beschreibung)

Arte urbano obra de Blu, avenida del Manzanares, Madrid, España CC BY-SA 2.0 File:BLU 092010 7 (4975181720).jpg Uploaded by StrakhovMurals (Blu)

(Für mich der Künstler, der mich mit seinen aussagekräftigen Arbeiten am meisten anspricht.)

–  Blu auf Wikipedia
https://www.facebook.com/www.BLUBLU.org
Seine offizielle Seite http://www.blublu.org und hier ein Beispiel von vielen: http://www.blublu.org/sito/walls/2013/big/011.jpg
Weitere Beispiele unter CC BY-SA 3.0 Lizenz: Wikimedia

Ein Video bei dem man den Künstler bei der Arbeit zusehen kann. BLU in Berlin – November 2008:

 

 

„EVOLUTION OF MEN by BLUE“ ist eine sehr schöne Arbeit des Künstlers, die mir persönlich ausgezeichnet gefällt und die sich natürlich auch sehr gut für den Unterricht eignet:

Es gibt natürliche noch weitere für den Unterricht interessante Künstler. Ich finde zum Beispiel, dass die Idee „Street-Art im Miniaturformat“ viel Potential für ein Projekt in DaF hat, bei dem man mit einfachen Mitteln kleine Szenen im Stadtkontext darstellen, fotografieren und beschreiben (mündlich oder schriftlich) kann. (Permalink der DW http://dw.de/p/1ExfL und als MP4-Datei abspeichern)

Weitere Empfehlungen:

1. Zur Schreibweise des Begriffs: http://www.duden.de/rechtschreibung/Street_Art „Von Duden empfohlene Schreibung: Street-Art und alternative Schreibung: Streetart

2. Folgender Film eignet sich als Einstimmung in das Thema:

 

3. Street Art Berlin von artelocal.eu mit vielen Beispielen und Kurzinformationen zu Künstlern

4. Themen zu street+art auf den Seiten der Deutschen Welle

5. Unterrichtsreihe zum Thema „Mauerfall“: 10 Graffiti auf der Mauer (DW) mit Lehrerkommentar und das  Video-Thema Sprühen als Kunst mit Aufgaben und Vokabeln.

6. Graffiti von unbekannten Künstlern an der Berliner Mauer

7. Didaktisierungsvorschlag zum Thema Graffiti auf PASCH-net: Stationenlernen – Sprachniveau: A2/B1 (pdf; 200 KB)

8. Street-Art Beispiele: http://www.fotocommunity.de/motive/streetart/799

9. Linkliste zu Urban Art: http://static.twoday.net/kunstvermittlung/files/Linkliste-Urban-Art.pdf mit einem ausführlichen Materialteil

10. Text aus transkultureller Sicht, lesenswert: „Was liest du aus dem Bild? – Transkulturelles Bilderlesen im DaF-Unterricht“ von Vasili Bachtsevanidis in Zeitschrift für Interkulturellen Fremdsprachenunterricht

11. Linksammlung auf Padlet: STREET ART im DaF-Unterricht – Einstieg in die Künste (Juan Carlos Diazcerio Samaniego)

12.  Der oben erwähnte Band 90 zum kostenlosen Download: Visuelle Medien im DaF-Unterricht, Hieronimus, Marc (Hrsg.), Materialien Deutsch als Fremdsprache; 90 Erschienen: 2014


Podcast Projekt: Radio für Europa


Nun ist es soweit, Kroatien wird am 1. Juli zur Europäischen Union gehören. In diesem Zusammenhang möchte ich ein Podcast-Projekt vorstellen, bei dem sich 8 kroatische PASCH-Schulen mit diesem Thema beschäftigt haben. Die Ergebnisse des Projekts „Radio für Europa“ findet man auf der weltweiten Schülerzeitung PASCH-Global.

Ausgangspunkt des Projekts war ein Workshop am Goethe-Institut in Zagreb. Geleitet wurde dieser von Werner Nowitzki, dem Edutainment Producer von Musicisthelanguage Ltd..

Werner Nowitzki, Edutainment Producer von Musicisthelanguage Ltd

Je zwei Schüler aus den jeweiligen Schulen nahmen daran teil und erlernten, wie man Radiosendungen plant und technisch umsetzt. Relativ schnell arbeiteten sich die Schüler in die Finessen der Software Audacity ein. Dabei erstellten sie zuerst ein Audiologo.

Als Hardware benutzten wir Laptops mit USB-Headsets. Die Qualität konnte sich hören lassen. Probleme gab es bei der Übersteuerung der Aufnahme, aber auch das wurde nach längerem Probieren gemeistert. Für Straßeninterviews hatten wir spezielle Aufnahmegeräte zur Verfügung (Zoom H-4N). Auch mit diesen waren wir sehr zufrieden.

Nach der inhaltlichen Planung zu unterschiedlichen Schwerpunkten des EU-Beitritts Kroatiens entstanden dann kleinere Beiträge, die zu einer längeren Sendung zusammengefasst wurden.

Als „Hausaufgabe“ erstellten die Schüler an ihren Schulen gemeinsam mit ihren Klassen längere Podcastsendungen, die dann auf PASCH-Global eingestellt wurden. Dieses Projekt soll nun zu anderen Themen fortgeführt werden. Vielleicht gelingt es auch, weitere kroatische Schulen zu gewinnen, die sich daran beteiligen wollen.

Ein besonderer Höhepunkt unseres Workshops war der Besuch bei „echten“ Radiomachern. Beim kroatischen HRT konnten die Schüler live erleben, wie Radio von Profis gestaltet wird. Bekannte Stimmen, wie der Radiosprecher von HRT, bekamen „ein Gesicht“ und in einem Profi-Studio erstellten die Schüler gemeinsam mit einer Produzentin einen eigenen Jingle, der dann in den ersten Podcast eingebunden wurde.

Dass die Profis mit ähnlichen Methoden arbeiten und das Mix-Programm im Tonstudio im Prinzip nicht von Audacity unterschied, war eine ungeplante Einsicht, die die Schüler mit nach Hause nehmen konnten.  😉

 Links:

Vortrag: Wiki im Fremdsprachenunterricht


Gestern Abend durfte ich für das Landesinstitut für Pädagogik und Medien in Saarbrücken einen online Fachvortrag zum Thema „Wiki im Fremdsprachenunterricht“ halten.  Ich hatte versprochen, die PPT online zu stellen und möchte das hiermit tun:

Alle Links des Vortrags kann man auf dieser Wikiseite nachvollziehen.

Der Vortrag wurde auf dem Adobe Connect Pro Server des Landesinstituts für Pädagogik und Medien (LPM) in Saarbrücken aufgezeichnet und ist unter folgender Adresse abrufbar: http://breeze.lpm.uni-sb.de/p29721459/

Mein Dank gilt Jürgen Wagner, der die Veranstaltung leitete und mich technisch darauf vorbereitete.

Wer möchte, kann noch weitere kostenlose Online-Fortbildungen des LPM besuchen. Informationen gibt es hier.

Als technische Voraussetzungen genügen ein DSL-Anschluss sowie ein Headset. Auf der Plattform Adobe Connect präsentieren die Referentinnnen und Referenten ihren Vortrag jeweils multimedial und in direktem Kontakt mit den Teilnehmenden.

Es lohnt sich.

Mehr hier im Blog:

Märchen aus aller Welt


Ängste, Träume, Wünsche und Wunder, das alles findet man weltweit in Märchen. Die Deutsche Welle präsentiert in einer neuen Multimedia-Reihe im Internet ein interessantes Projekt mit dem Titel „Märchen aus aller Welt“. Das Material stammt von Mitarbeitern des deutschen Auslandssenders aus Ländern wie Australien, Afghanistan, China, Dänemark, Indien und vielen mehr. Diese erzählen ihr Lieblingsmärchen in der Originalsprache.  Die Märchen werden in einer  animierten Version -von Ulla Schmidt (hier ein Porträt) – auf Deutsch präsentiert.

Den Text des Märchens gibt es mit Bildern aus der Animation in einer PDF-Datei. Ein Beispiel das Märchen aus Bangladesch: ‚Die sieben Champaka-Brüder‘ als PDF / So klingt das Märchen auf Bengali!   (http://p.dw.com/p/PdQR)

Das Material eignet sich auch für den Unterricht, wobei ich die Möglichkeit zum interkulturellen Vergleich als wichtigsten Grund für einen Einsatz sehe. Natürlich ist diese Idee, Lieblingsmärchen aus aller Welt zu sammeln und mit anderen zu teilen, sehr gut für Projekte im Internet geeignet. Ich könnte mir vorstellen, dass Schüler zum Beispiel mit voicethread (Beispiel hier) ihre Märchen veröffentlichen.

Sie könnten Bilder zeichnen, diese einscannen, Texte verfassen, mit Musik unterlegen und vielleicht auch in Zusammenarbeit mit Schülern aus unterschiedlichen Kulturkreisen kooperativ neue Märchen auf voicethread entstehen lassen. Hier ein kleines Experiment gemeinsam mit einer Kollegin aus Serbien („Eine kleine Weihnachtsgeschichte“).

Die entstandenen Arbeiten lassen sich z. B. auf http://www.netvibes.com (Beispiel), auf Moodle oder auch im Wiki  einbinden. Hier kann man diese vergleichen und die besten Beiträge auswählen.

Ein Video der DW zum Thema Märchen:

und weiter Links:

Dass Märchen auch grausam sind, wissen wir natürlich aus „Hänsel und Gretel“, „Rotkäppchen“ und weitern deutschen Märchen. Auch in anderen Ländern geht es nicht zimperlich zu, wie folgendes Zitat zeigt:

Da erzählten die Knaben ihm die Geschichte der grausamen sechs Königinnen.
Endlich verstand der König. Voller Zorn verbannte er die sechs Frauen, so viel
sie auch weinen und um Gnade betteln mochten, bat seine jüngste Gemahlin
demütig um Verzeihung und lebte danach glücklich und noch viele Jahre mit ihr
und den sieben Kindern.

Aus: http://www.dw.com/downloads/25644178/alltagsdeutsch-m%C3%A4rchensprache.pdf

Vielleicht interessiert Sie auch das:

Gemeinsam mit einer Praktikantin erstellte märchenhafte Ausstellung:

Märchenausstellung – 7 magische Dinge

Interaktive Übungen zum Thema Märchen (von mir im DaF-Wiki oder auf learningApps erstellt)

WikiMindMap mit FreeMind bearbeiten


Schon vor langer Zeit (Oktober 2007) hatte ich hier im Blog das Tool WikiMindMap vorgestellt. Es eignet sich sehr gut für die Planung von Projekten, Referaten etc. . Da es zu einem gesuchten Begriff alle verwandten Einträge der Wikipedia auflistet, kann es sehr unübersichtlich werden. Es besteht aber die Möglichkeit, das Mindmap als Freemind Datei herunterzuladen und in FreeMind zu bearbeiten. Hier kann man Begriffe löschen, ergänzen und umbenennen. Das Gleiche gilt für alle Knoten, die man dazu noch „falten oder entfalten“ kann. So kann man nicht nur von den Anregungen des Tools: WikiMindMap profitieren, sondern sein eigenes „Projekt-Mindmap“ erstellen.

Hier ein Beispiel mit dem Begriff „Frieden“ und unten ein kleiner Hinweis, wo man den Link zum Download findet:

In die erzeugten Mindmaps lassen sich Hyperlinks, Symbole oder Bilder einfügen, auch grafische Verbindungen zwischen den einzelnen „Zweigen“ können dargestellt werden. Mit Exportfunktionen lassen sich die Ergebnisse unter anderem als XHTML oder im OpenOffice.org-Writer-Format abspeichern. Zudem ist die Integration interaktiver Mindmaps mittels Java-Applet und Flash in Webseiten und speziell in verschiedene Wikis möglich, z. B. MediaWiki und WikkaWiki. (…)
Die Beta-Versionen der 0.9.0-Reihe weisen unter anderem erweiterte Exportfunktionen auf, so ist beispielsweise das Erstellen von PDF-Dokumenten oder SVG-Grafiken möglich.

Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Freemind

Wiki im DaF-Unterricht


Aktuelle Dokumente zum Thema Wiki im DaF-Unterricht findet man hier im Blog auf der Seite: Über DaF-Wikis

Nun ist schon mehr als ein Monat vergangen, dass ich folgenden Vortrag auf der IDT in Jena gehalten habe: IDT-Vortrag – Wiki im DaF-Unterricht

Hier ist eine kurze Zusammenfassung. Alle Vorträge in der Sektion E4 wurden in einem Blog IDT2009-E4 dokumentiert.

  1. Warum ein Wiki?
  2. Wiki-Family auf ZUM.de
  3. Technische Möglichkeiten
  4. Konkrete Beispiele der Anwendung
    1. Das Wiki als Projektplattform: DSD-Projekte
    2. Projekt – Freie Themenwahl
    3. Weihnachten in Ungarn
    4. Meine Lieblingsmusik
    5. Arbeit mit den Wiki-Bausteinen – Beispiel: WikiQuest Dresden
    6. Wettbewerbe und kleinere Projekte 2007-09
  5. Das Wiki kann noch mehr: DSD-Schulnetzwerk und Weiterbildung
  6. Wohin soll die Wiki-Reise gehen?

Der Vortrag „Wiki im DaF-Unterricht“ beschäftigt sich mit dem Potenzial von Wiki im schulischen DaF-Unterricht, insbesondere für die Vorbereitung auf das DSD B2/C1. Dabei werden konkrete Einsatzszenarien des projektorientierten und kooperativen Lernens vorgestellt.
Das verwendete DSD-Wiki ist Teil der Wiki-Family auf ZUM.de (Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e.V.) und basiert auf der Media-Wiki-Software, die sich durch einfache Handhabung und eine Reihe von technischen Erweiterungen auszeichnet. Es ist möglich, Seiten einfach und schnell zu editieren,  Bilder, Audiodateien, Videos und PowerPoint-Präsentationen einzubinden, Quizaufgaben zu erstellen und diese mit dem interaktiven Whiteboard zu nutzen. Die Lerner werden zu aktiven Gestaltern des Wikis. Deutsch ist dabei sowohl Arbeitssprache als auch Zielsprache.
Der Vortrag stellt konkrete Beispiele der Arbeit im und mit dem Wiki vor. Seit September 2007 nutzt das Gundel Károly Fachgymnasium Budapest das DSD-Wiki als Projektplattform zur Vorbereitung der Facharbeiten für die mündliche DSD-C1-Prüfung. Die Plattform ermöglicht den Schülern auch eine Zusammenarbeit über die Schule hinaus. Sie können von zu Hause aus, zu jeder Zeit, allein oder gemeinsam, die Aufgaben bearbeiten. Sie sammeln auf der Wiki-Seite die Ergebnisse ihrer Recherche, tauschen Meinungen aus und planen bzw. präsentieren ihre Vorträge. Die Projektseiten werden einheitlich nach festgelegten Vorgaben gestaltet, was planvolles arbeitsteiliges Arbeiten erleichtert.
Die Seiten wurden so angelegt, dass eine ständige Reflexion durch die Schüler selbst erfolgen kann. So ist sichergestellt, dass eventuell auftretende Schwierigkeiten zum Projektende nicht in Vergessenheit geraten und später auch in der Prüfung besprochen werden können.
Die Transparenz der Wiki-Seiten ist nicht nur für die Schüler wichtig, sondern auch für den Lehrer, der sich über den Fortgang der Projekte ständig informieren (über „Letzte Änderungen“), sowie über die „Diskussion(s)“-Seiten (der einzelnen Wiki-Seiten) helfend eingreifen kann.
Der Vortrag  verweist auf weitere Beispiele für schulinterne Wiki-Projekte und Wettbewerbe, die mit dem Wiki realisiert wurden. So diente das DSD-Wiki der Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen wie der Video-Livekonferenz mit dem Innenminister Niedersachsens Uwe Schünemann zum EU-Projekttag.
Auch Unterrichtseinheiten können hier geplant und durchgeführt werden. Gute Beispiele dafür sind die sogenannten Wiki-Bausteine, die in einer Fortbildungsveranstaltung zum Thema Landeskunde entstanden sind.  Ein sehr erfolgreicher  Baustein ist  das WikiQuest „Klassenfahrt nach Dresden“, in dem Schüler mit Hilfe von Google-Maps selbstständig eine Reise planen und ihre Ergebnisse im Wiki präsentieren.
Ein wichtiger  Vorteil des Web2.0-Tools Wiki ist, dass Projekte und Wettbewerbe über Ländergrenzen hinweg bearbeitet werden können. Diese Möglichkeit besteht auch für DSD-Prüfungsthemen. So könnte das Potenzial des weltweiten Netzwerkes der DSD-Schulen für interkulturelles Lernen genutzt werden, wodurch auch DSD-Projekte eine neue Qualität gewinnen könnten.

Die Präsentation des Vortrags befindet sich hier: IDT-Vortrag – Wiki im DaF-Unterricht

Einige Arbeiten und Projekte:

Meine Lieblingsmusik

Aus einem Kommentar auf dem DaF-Blog zum Post Adventskalender 2008 entwickelte sich die Idee, etwas mehr über das Weihnachtsfest in unseren Ländern zu berichten. Cornelia war am schnellsten und erstellte den Post Weihnachten in der Schweiz, den sie mit einem Weihnachtsquiz und den leckeren Guetzli ergänzte: Weihnachten in Ungarn

Projekte:  „Themen die euch interessieren, die ihr spannend findet und über die ihr schon lange etwasmmehr wissen wollt!“  mehr

→ Beispiel: Projekt-Gruppe: Farben
→ Beispiel: Projekt-Gruppe: Religion2

Arbeit mit den Wiki-Bausteinen

  1. WikiQuest Dresden | 12A-08/09/Dresden Gruppe 1 | Leitlinien für ein WikiQuest
  2. Glossar zum Buch „Am kürzeren Ende der Sonnenallee“

„Meine Gitarre“- Mein Lieblingsding; Weiterführung als Projekt: Wie leben Jugendliche in Deutschland und in Ungarn? | Beispiel: Werte in Ungarn

Video-Livekonferenz mit dem Innenminister Niedersachsens Uwe Schünemann Zum EU-Projekttag und Fotoaktion: „Europa in Budapest: Embleme und Flaggen“

Wettbewerb: Wir in Ungarn Quizaufgaben von Schülern für Schüler; MiniWebQuest von Schülern

Mein Lieblingsplatz ist ein Friedhof. mehr


Was ist ein MIKI?


In der Tool-Sammlung der Maschendraht-Community bin ich zum ersten Mal auf den Begriff „MIKI“ aufmerksam geworden.  „MIKI“ setzt sich zusammen aus Magazin und WIKI. Es ist ein Internet-Magazin zum Mit- und Selbermachen.

Was kann es besser als ein Wiki oder Blog?

Sieht man sich die erstellten Mikis an, so fällt die Ähnlichkeit mit Hochglanzbroschüren auf. Das Design scheint auf den ersten Blick wichtiger zu sein als der Inhalt. Die Magazinseiten sind Slides, die miteinander verknüpft sind. Bilder dominieren die Seiten, sie können in allen Größen, Formen beliebig platziert werden. Schrifttypen sind variantenreich einsetzbar und geben das richtige „Zeitschriftengefühl“. Der Text kann in jeder Position den Bildern zugeordnet werden. Es gibt die Möglichkeit, weitere Texte, Videos,  Audiofiles und Weblinks zusätzlich als Symbol (Bei Anklicken erscheint ein Popup-Fenster.) einzubinden. Auch eine Kommentarfunktion ist vorhanden.

Die Navigation unterscheidet sich vollkommen von Wikis. Man klickt die gewünschten Slides (Seiten) als Thumbs (kleine Bildchen) im unteren Bildrand an oder schiebt einfach, wie in einem Film, die Seiten in eine beliebige Richtung. Notwendig für das Erstellen und Lesen der Magazine ist ein Flashplayer. Das Angebot ist kostenlos.

Beispiele:

Die Zusammenarbeit an den Magazinen ist wie im Wiki unkompliziert. Für jedes MIKI lassen sich weitere Editoren benennen. Dazu muss die E-Mail-Adresse angegeben werden, mit der sich die anderen Autoren beim MIKI registriert haben.

Mein erster Test eine Seite zu erstellen, war nicht sehr erfolgreich. Aber das kann auch an mir liegen. Denn ich konnte die Werkzeuge nicht so intuitiv nutzen, wie von den Machern vorausgesetzt. Hier hätte ich mir eine genauere Anleitung gewünscht. So hatte ich Probleme mit dem Einfügen von Texten. Auch die Anzeige der fertigen Seite funktionierte (bei mir) nicht richtig. Der Spaßfaktor ist trotzdem groß. Man bemerkt beim „Herumspielen“ kaum, wie die Zeit vergeht.

Wo könnte man ein Miki im Unterricht einsetzen.

Ich könnte mir vorstellen, dass Schüler gern mit diesem Tool arbeiten werden. Besonders Präsentationen und Dokumentationen von Projekten und Schülertreffen können visuell anspruchsvoll im Netz erstellt werden. Denkbar wäre auch die gemeinsame Erarbeitung eines „Magazins“ (zum Beispiel zu einem landeskundlichen Thema) über Ländergrenzen hinweg.

Der erwähnte Spaßfaktor hat aber auch seine Tücken. Es besteht die Gefahr, dass sich die Schüler in Nebensächlichkeiten verlieren und der Inhalt (bzw. die Arbeit mit und an der Sprache) nicht wie gewünscht im Mittelpunkt steht.

Ein anderes Problem sehe ich hier in Ungarn, dass an Schulen aus Sicherheitsgründen nicht gern der Flashplayer installiert wird. Auch ist es fraglich, ob alle Rechner schnell genug sind.

Am Ende muss jeder für sich entscheiden, ob das Tool für seine Lerngruppe geeignet ist. Eine wichtige Voraussetzung für die Arbeit mit Web2.0-Tools wird oft vergessen: Die Schüler müssen die  Anwendung so beherrschen, dass der Einsatz im DaF-Unterricht sinnvoll bleibt. Dafür benötigt man Zeit, die an anderer Stelle wieder fehlt.

Für mich ist Mediawiki einfacher zu handhaben, auch wenn das Design nicht an Miki heranreicht. Wichtiger für mich sind aber meine Schüler, die sich an die Arbeit im Wiki gewöhnt haben und die wichtigsten Funktionen beherrschen. Ich werde also fürs Erste von weiteren Experimenten absehen.

Trotzdem sehe ich Miki als eine interessante Anwendung. In bestimmten Kontexten würde ich sie auch empfehlen. Auf alle Fälle ist Miki einen Versuch wert.

Weitere Links:

Weihnachten in Ungarn (Teil 2)


Endlich Ferien und höchste Zeit, auf den Abschluss des versprochenen Projekts „Weihnachten in Ungarn“ hinzuweisen. Ein Woche lang hatten die Schüler der 10., 11. und 12 Klassen Zeit, auf die Frage von Cornelia (DaF-Blog) „Und, wie feiert man in Ungarn?“ zu antworten. Dabei konnten sie, entsprechend ihrer Fähigkeiten, einen Beitrag im DSD-Wiki erstellen. Herausgekommen ist ein bunte Mischung verschiedener Anwendungsmöglichkeiten eines Wikis in DaF. Die Beiträge bieten interessante Einblicke in das „offizielle“, aber auch private ungarische Weihnachtsfest. So gibt es  „traditionelle“ Texte, eingebettete Power Point-Präsentationen, Weihnachtsquiz, Befragungen in Text- und Audioform, auch eine Weihnachtsstatistik. Die Tonaufnahmen (mit Mp3-Player und Audacity) haben besonders Spaß gemacht und natürlich konnten alle (auch ich) davon lernen.

Wir möchten alle einladen, die mehr über Weihnachten in Ungarn erfahren wollen, unsere Wiki-Seite zu besuchen:

Weihnachten in Ungarn

Und natürlich wünsche ich allen Frohe Weihnachten und das gleich in 109 Sprachen:

oder einfach anklicken:

Siehe auch:

Weihnachten in Ungarn – Teil 1

Verwandte Themen:

Online Weihnachten feiern


Heute steigt die  internationale Weihnachtsfeier im Online-Raum der DaF Community.

3L Treffen Di, 16. Dez. 2008 – Internationale Weihnachten

  • Termin: 19.00-20.30 h MEZ
  • Ort: Community LiveOnline Raum – zum Login
  • Die internationalen Teilnehmer bringen etwas Weihnachtliches aus ihren Ländern mit und präsentieren es online. Ergänzend gibt es eine Wiki-Seite mit einem  internationalen Weihnachtsbuffet.

    Ich finde die Idee super und möchte allen eine schönes Fest und natürlich Frohe Weihnachten wünschen!

    Kooperatives Schreiben, Soundslides und Podcasts auf der Blog-Seite des IIK Düsselblog


    Der IIK Düsselblog ist ein gutes Beispiel, wie man Kooperatives Schreiben in einem DaF-Wiki umsetzen kann.

    Zitat aus den Zielen:

    Im Rahmen von Projektarbeit bzw. im Unterricht erstellen IIK-Teilnehmer in Gruppen von 2-4 Personen gemeinsam Texte zu vorgegebenen Themen im IIK Wiki. Dabei sollen sie vor allem im Unterricht kennengelernte Textsorten einüben und im Gegensatz zum regulären Unterricht nicht nur ein Lehrer-Feedback bekommen, sondern sich jederzeit selbst Feedback in Form von Korrekturen oder Erweiterungen geben. Zum herkömmlichen Trainingseffekt des Unterrichts wird die Arbeit im Wiki somit um die Ebene der Fremd- und Selbstreflexion erweitert und den Teilnehmern ein tieferer Einblick in ihre eigenen, aber auch die Schreibleistungen der Mitstudenten gewährt.

    Ganz konsequent wird das Wiki-Prinzip jedoch nicht durchgehalten. Die fertigen Texte werden im IIK Blog veröffentlicht. Das ist schade, da der Schreibprozess dadurch nicht transparent wird und die Ergebnisse nicht ahnen lassen, dass die Texte in einem Wiki entstanden sein sollen. Die Ideen für die vorgegebenen Themen finde ich sehr inspirierend. Mir gefällt ihr interkultureller Charakter. Sie fordern den Lerner heraus, eigene und fremde Perspektiven zu überdenken.(Beispiel: Deutsche: Problematisch oder problemlos?)
    Die Einbindung von Podcasts könnte ich mir auch gut für MediaWiki vorstellen. (Einführungstext, Bild, Audio-Datei und Kommentarfunktion)
    Alles in allem eine gelungene Umsetzung der Verbindung kooperativer Methoden und Web 2.0 Anwendungen. Also unbedingt auf der ZUM-Wiki-Seite: Blogs und Wikis für Deutsch als Fremdsprache verlinken und kommentieren.
    Hier einige Beispiele:
    • Beispiel: Rund ums Bier
  • Beispiel: Werbung – die Stimme des Unterbewusstseins
  • YouTube und DaF


    In den letzten Tagen war ich im Urlaub und habe die internetfreie Zeit genossen. Die Insel Hiddensee war bestens dafür geeignet. Sonne, Strand, keine Autos und natürlich kein Computer…  Dafür viel Zeit zum Nachdenken.

    Hiddensee

    Nun, da die Ferien langsam zu Ende gehen, möchte ich einige Ideen für das kommende Schuljahr sammeln.  Dabei geht es natürlich auch um die Arbeit im DSD-Wiki. Seit dem Umzug auf den Server von ZUM.de ist es möglich  YouTube-Videos direkt im Wiki einzubinden. Diese Funktion wurde von mir noch zu wenig genutzt. So zum Beispiel als Präsentation von kleineren Projekten (Hier wurden PPTs in Videos umgewandelt, auf  YouTube hochgeladen und im Wiki auf den Projektseiten der Schüler eingebunden. Leider gab es dabei einige technische Probleme. Aber aus Fehlern wird man ja bekanntlich klug. Einfache Übungen sollten die Schüler befähigen, das YouTube-Tool selbst anzuwenden. Sie konnten ihre Lieblings-Musik-Videos oder Trailer von Kinofilmen im Wiki verwenden.

    Einige Ideen, wie man Filme im DaF-Unterricht einsetzen könnte, habe ich schon vor Monaten in das ZUM-Wiki geschrieben:

    http://wiki.zum.de/Video_im_DaF-Unterricht

    Heute ergänzte ich diese Seite mit einigen Gedanken zu YouTube und DaF. Dies ist zunächst nur eine Sammlung und ich würde mich freuen, wenn daraus mit eurer Hilfe ein brauchbarer Artikel wird.

    Alle der folgenden Ideen sind im DSD-Wiki realisierbar.  Vielleicht findet sich die eine oder andere DSD-Schule, die mitmachen möchte.

    Über die Einbindung eines Videos in Media-Wiki (Beispiel ZUM-Wiki, DSD-Wiki)

    • „Filmbriefe“ („Videokonferenz“ zwischen Gruppen oder Klassen)

      • Lehrer-Schüler usw.
      • Schüler-Schüler (Schüler produzieren kurze Beiträge, andere Schüler beantworten diesen Beitrag usw.)
      • Gedankenaustausch zu länderübergreifenden Projekten (DSD-Projekte)
      • Übersetzung 😦
      • neue Texte/Dialoge verfassen
      • neuer Text zu einem anderen Thema
      • andere Stimmen zu bekannten Persönlichkeiten
      • „ernstes“ Landeskundethema in Videos einarbeiten
      • Kommentare auf Filme sprechen
      • Technik: Kurze Anleitung auf der Seite: http://www.hdtvtotal.com: Synchronisieren einer Audiospur; Programm unter GNU General Public License: VirtualDub; auch Windows Movie Maker (Gratis-Videobearbeitung ab Windows XP) eignet sich für das Hinzufügen von Audiokommentaren zu Filmen
    • YouTube als Projektplattform – Produktion kleiner landeskundlicher Filme

      • gemeinsames (landeskundliches) Thema – unterschiedliche (interkulturelle) Perspektiven
      • Kurzfilme produzieren
      • Gedichte interpretieren
      • thematische (Dokumentationen) Filme
      • Präsentationen: Umwandlung von PPT zu Video (siehe DSD-Wiki)
    • YouTube als Wortschatzübung

      • Lehrer produziert kurze Videos zu einem Thema/Wortfeld (Einheit von Bild-Schrift-Aussprache)
      • Schüler produzieren „Wortfilme“, ergänzen diese Beiträge durch selbst erstellte Wortquiz (sehr gut im Wiki möglich siehe Schüler-Wortquiz auf dem DSD-Wiki)

        Weiterführende Links:

    DaF-Projekte im Internet:(Filme)

    auf: http://de.youtube.com/user/genialFR
    • Kaufsucht – Geni@l B1 Einheit 5

    Drei Schüler kamen bei der Einheit 5 genial B1 auf diese Idee und drehten in Freiburg eine Fiktion über die Kaufsucht.

    • Sport macht Spass – Geni@l A2 Einheit 6

    Film der Klasse 2B OS Marly 2007/08 zum Thema Sport geni@l A2, Einheit 6

    Kurzvortrag zum Thema: DSD C1-Projekte


    Gestern konnte ich mit drei Schülern unsere Projektarbeit zur Vorbereitung der (neuen) DSD C1-Prüfung auf einer DSD-Fortbildung in Velence/Ungarn vorstellen. Dabei standen nicht die Ergebnisse (Präsentation, Projektmappe), sondern die Organisation, Durchführung und Reflexion des Projektunterrichts im Mittelpunkt. Die Besonderheit war, dass wir für die Projekte das DSD-Wiki nutzten.

    Folgende Erfahrungen haben wir gemacht:

    • Wiki eignet sich als Sammelmappe für Suchergebnisse, Inhalte und Ideen (von allen genutzt)
    • Die einheitlichen Vorgaben für die Planung und Durchführung des Projekts haben sich bewährt.
    • Die Zwischenreflexion und die Reflexion am Ende der Projekte waren meist ausführlich und sinnvoll.
    • Die Ergebnisse (Präsentation, Projektmappe) waren gut bis sehr gut
    • Nur teilweise wurde die Moderation über die Diskussionsseite angenommen (dagegen ein gutes Beispiel: DSD-Gruppe:Sterbehilfe)
    • Kooperatives Arbeiten im Wiki gab es nur ansatzweise
    • Das Wiki wurde nicht als Präsentationsmedium genutzt (was auch nicht gefordert war)
    • Die Hauptprobleme lagen auf der Projektebene (Zeitmanagement, Kompromissfähigkeit)

    Ein wichtiger Grund für die aufgetretenen Probleme war die fehlende Zeit für die Kompetenzbildung der Schüler.

    Interessant war die Diskussion mit den Schülern darüber, wie sie die Arbeit sprachlich gemeistert haben. Sie berichteten von ihrer eigenen Projektsprache (Interlanguage, hierzu auch Lernkorpora), die sich im Laufe des Projektes, mit dem tieferen Verständnis des Themas, veränderte.

    Daraus entstand ein fruchtbarer Diskurs, über die Frage, ob nicht Projekte in einem DaF-Wiki dieser Besonderheit Rechnung tragen müssten (spezielle Projektsprache), um kooperatives Lernen zu unterstützen (oder vielleicht erst möglich zu machen).

    Ich habe mir darüber noch keine abschließende Meinung gebildet.

    Im Vortrag auf dem DSD-Wiki gibt es ausführliche Reflexionen und Schlussfolgerungen für die zukünftige Arbeit.

    Zum Kurzvortrag (Kurzinfo)

    Zum Schluss noch „meine Visionen“, wie ich mir E-Learning (Wiki) im DSD-Bereich vorstelle. Grundlage dieser Überlegungen sind die Potenzen, die das weltweite Netzwerk von mehr als 428 Schulen in mehr als 50 Ländern hat:

    Visionen