Street-Art im DaF-Unterricht


Banksy, London CC BY 2.0 File:Banksy Pressure Washing Away Art.jpg

Street-Art ist längst ein fester Bestandteil der zeitgenössischen Kunst. Als 2009 die Ausstellung Banksy vs. Bristol Museum stattfand, standen die Leute vier Stunden Schlange. „Banksy, der König der Guerilla-Graffiti“ lockte in zwei Monaten 300.000 Besucher aus aller Welt ins Museum. (Quelle: Spiegel-Online). In vielen Großstädten spielt Street-Art für den Tourismus eine wichtige Rolle. Auch werden Künstler und deren Produkte immer öfter vom Kunstmarkt oder für Zwecke der Werbung vereinnahmt, was der Definition als „nichtkommerzielle Form von Kunst im öffentlichen Raum“ widerspricht. In den sozialen Medien findet die Kunstform eine exponentielle Verbreitung im Internet. Auch im universitären Bereich wird sie beachtet, wie das Projekt der Uni Regensburg zur Erfassung, Lokalisierung und Kategorisierung von Street-Art Streetartfinder.de zeigt.

Street-Art und DaF

Street-Art ist seit einiger Zeit auch in Deutsch als Fremdsprache angekommen. Aktuell findet man im Band 90 Materialien Deutsch als Fremdsprache zum Thema „Visuelle Medien im DaF-Unterricht“ ( Hrsg. Marc Hieronimus) einen Artikel von Mirjam Bertocchi zum Thema „Graffiti und Street-Art im DaF-Unterricht“ (S. 153-172). Aber auch auf PASCH-net gibt es seit einiger Zeit einen Themenschwerpunkt zum Thema „Graffiti: mehr als nur Schmiererei“ (Sprachniveau: B1) mit Unterrichtsmaterialien für das A2/B1-Niveau.

Bertocchi stellt in ihrem Text im oben erwähnten Band 90 nicht nur mögliche Einsatzszenarien dieser Kunstform im DaF-Unterricht vor, sondern informiert ausführlich über die Geschichte und Bedeutung der Street-Art-Subkultur. Nach einer didaktischen Begründung, warum Street-Art im Fremdsprachenunterricht eingesetzt werden sollte, findet man konkrete Unterrichtsvorschläge mit interessanten Zusatzinformation zu  Street-Art Künstlern und deren Kunstwerken.

Graffiti a Ordes. CC BY-SA 2.0 File:Desordes – 2012 – Blu – 5 (8168526679).jpg Hochgeladen von Coentor

Vorteile

Die Vorteile des Einsatzes von Street-Art im Fremdsprachenunterricht sieht die Autorin unter anderem darin, dass diese Kunst dabei helfen könnte, sprachliche und ästhetische Kompetenzen zu erwerben. Die Kunstwerke eigneten sich für alle Niveaustufen, da die erworbene Sprachkompetenz eine untergeordnete Rolle spielen würde. Die Schüler könnten offen auf die Kunstwerke reagieren, da keine sprachliche Verständnisbarrieren existierten. Da die Bilder provokativ und manchmal ironisch seien, würde dies motivierend auf die Lernenden wirken.
Die Deutungsoffenheit der Kunstwerke sieht sie als weiteren Vorteil. Dadurch entstünden mehrere Interpretationsmöglichkeiten, die die Interpretationsfähigkeiten der Schülerinnen und Schüler und deren kreatives Denken fördere.
Die kommunikative Funktion der Kunst bestehe darin, dass die Bilder als Diskussionsanlass dienen könnten und die Schüler dazu bringen, ihre eigene Meinung zu äußern, wodurch authentische Sprachhandlungen ermöglicht. Weiterhin werden im Text die Erweiterung der Medienkompetenz und die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit aktuellen landeskundlichen Themen hervorgehoben. Zur Einführung in das Thema empfiehlt sie folgendes Video, das die  Merkmale der Street-Art erklärt:

Weitere Ideen

Für mich liegt die Stärke des Themas insbesondere in der Möglichkeit fächerübergreifende Projekte durchzuführen. Kunstunterricht, Ethik, Sozialkunde, aber auch Geografie dürften sich dafür anbieten. Natürlich kann (bzw. sollte) dabei Projektarbeit grenzüberschreitend erfolgen, um das interkulturelle Potential zu nutzen. Auch wenn die Kunstform besonders für  Großstädter interessant scheint, ist es möglich durch die Präsenz im Internet, alle Schüler und Studenten daran zu beteiligen.

Was könnten Produkte für solche Projekte sein?

1. Recherche-Projekte: SuS dokumentieren und beschreiben Street-Art in ihrer Umgebung. Sie erklären ihren Mitschülern in anderen Ländern evtl. den politischen Kontext, SuS erstellen eine gemeinsame Hitparade der urbanen Kunstwerke und begründen ihre Wahl

Die Präsentation sollte im Internet erfolgen, um unabhängig von Zeit und Ort zu arbeiten. Denkbar wäre auch ein Produkt für Touristen in deutscher Sprache zu erstellen. Auch eine QR-Stadt-Rallye zu diesem Thema wäre denkbar.

2. Produktion eigener Werke mit Beschreibungen und Geschichten; eigene Botschaften zu einem gemeinsamen Thema erstellen oder aufgrund  in Form eines bekannten Kunstwerkes eine eigene Arbeit anfertigen und dokumentieren, Austausch siehe oben.

3. Da die Kunstform im urbanen Bereich nicht ganz unumstritten ist, kann ein Produkt diese Diskussion in unterschiedlichen Ländern zum Thema haben. SuS könnten Argumente sammeln, vergleichen und in sozialer Medien präsentieren. Eine Facebook-Gruppe könnte zum Beispiel zu einer internationalen Diskussion anregen, eine Bildergalerie der beteiligten Städte zeigen und zur Planung eines gemeinsamen Produkts dienen.

4. Natürlich eignet sich das Thema ganz klassisch als Anlass für das kreative Schreiben zu einzelnen Bildern oder Bilderreihen.

5. Alle oben genannten Ideen können in einer Ausstellung bzw. Online-Ausstellung präsentiert werden, die wiederum zum interkulturellen Austausch anregen könnten oder mit selbst erstellten Aktivitäten wie Quiz oder Ausstellungsrallye verbunden werden könnten.

Beispiele aus der Praxis:

A -Ein Beispiel für ein fächerübergreifendes Projekt (ohne DaF) „Die Kunst der Straße – Street-Art in der Dresdner Neustadt“: http://wikis.zum.de/zum/Streetart

B -Das Beispiel in Blog-Form „Jugend in Berlin“ (entstanden während eines Lehrerseminars) zeigt , wie man das Thema auch im landeskundlichen (DaF) Kontext darstellen und mit anderen Kunstformen verbinden kann: http://blog.goethe.de/jugendinberlin/

C – Auch einen Hinweis auf einen Webquest „Graffiti in Berlin“ im DaF-Unterricht habe ich gefunden. Leider ist das Quest nicht mehr online erreichbar.

Vorschläge für geeignete Street-Art Arbeiten

Im Text von Mirjam Bertocchi finden sich auch Vorschläge, welche Street-Art Arbeiten sich für den Unterricht eignen könnten. Die empfohlenen Künstler und Arbeiten sind El Bocho, JR, Alias und Blu.
Im folgenden Abschnitt habe ich dazu eine kleine Linksammlung angelegt. Weitere Informationen zu den folgenden Künstlern und Projekten kann man im oben erwähnten Text im Band 90 nachlesen.

El Bocho
http://www.elbocho.net Beispiel: http://www.elbocho.net/page/6/
https://www.youtube.com/watch?v=xjCcysHXJwo
– Auf Facebook: https://www.facebook.com/elbochoberlin
Film der DW zum Berliner Street-Art-Künstler El Bocho

Projekt „Face 2 Face“ (JR)
FACE 2 FACE TRAILER project:

– Projektseite: http://www.jr-art.net/projects/face-2-face

– Hier ein kurzer Überblick über die Arbeiten von JR (Deutsche Welle):

Hausfassaden und Straßen in Städten aller Welt dienen dem französischen Straßenkünstler JR seit 13 Jahren als Leinwand. Er verwendet archivierte und selbst fotografierte Bilder von unauffälligen und vergessenen Menschen, vergrößert die Fotos und tapeziert sie in die Stadtlandschaft. Eines seiner Fotoprojekte wird noch bis Ende Mai in der Berliner Galerie Springmann ausgestellt.

Kreuzberg and the street and the walls and the street art… CC BY-SA 2.0 File:X.berg Street Art.jpg Hochgeladen von Rotatebot Erstellt: 2. Juli 2008

„Kinder in der Stadt“ (Alias)

https://www.facebook.com/4L1A5

– Street Art by Alias in Berlin (Beispiele und kurze Beschreibung)

Arte urbano obra de Blu, avenida del Manzanares, Madrid, España CC BY-SA 2.0 File:BLU 092010 7 (4975181720).jpg Uploaded by StrakhovMurals (Blu)

(Für mich der Künstler, der mich mit seinen aussagekräftigen Arbeiten am meisten anspricht.)

–  Blu auf Wikipedia
https://www.facebook.com/www.BLUBLU.org
Seine offizielle Seite http://www.blublu.org und hier ein Beispiel von vielen: http://www.blublu.org/sito/walls/2013/big/011.jpg
Weitere Beispiele unter CC BY-SA 3.0 Lizenz: Wikimedia

Ein Video bei dem man den Künstler bei der Arbeit zusehen kann. BLU in Berlin – November 2008:

 

 

„EVOLUTION OF MEN by BLUE“ ist eine sehr schöne Arbeit des Künstlers, die mir persönlich ausgezeichnet gefällt und die sich natürlich auch sehr gut für den Unterricht eignet:

Es gibt natürliche noch weitere für den Unterricht interessante Künstler. Ich finde zum Beispiel, dass die Idee „Street-Art im Miniaturformat“ viel Potential für ein Projekt in DaF hat, bei dem man mit einfachen Mitteln kleine Szenen im Stadtkontext darstellen, fotografieren und beschreiben (mündlich oder schriftlich) kann. (Permalink der DW http://dw.de/p/1ExfL und als MP4-Datei abspeichern)

Weitere Empfehlungen:

1. Zur Schreibweise des Begriffs: http://www.duden.de/rechtschreibung/Street_Art „Von Duden empfohlene Schreibung: Street-Art und alternative Schreibung: Streetart

2. Folgender Film eignet sich als Einstimmung in das Thema:

 

3. Street Art Berlin von artelocal.eu mit vielen Beispielen und Kurzinformationen zu Künstlern

4. Themen zu street+art auf den Seiten der Deutschen Welle

5. Unterrichtsreihe zum Thema „Mauerfall“: 10 Graffiti auf der Mauer (DW) mit Lehrerkommentar und das  Video-Thema Sprühen als Kunst mit Aufgaben und Vokabeln.

6. Graffiti von unbekannten Künstlern an der Berliner Mauer

7. Didaktisierungsvorschlag zum Thema Graffiti auf PASCH-net: Stationenlernen – Sprachniveau: A2/B1 (pdf; 200 KB)

8. Street-Art Beispiele: http://www.fotocommunity.de/motive/streetart/799

9. Linkliste zu Urban Art: http://static.twoday.net/kunstvermittlung/files/Linkliste-Urban-Art.pdf mit einem ausführlichen Materialteil

10. Text aus transkultureller Sicht, lesenswert: „Was liest du aus dem Bild? – Transkulturelles Bilderlesen im DaF-Unterricht“ von Vasili Bachtsevanidis in Zeitschrift für Interkulturellen Fremdsprachenunterricht

11. Linksammlung auf Padlet: STREET ART im DaF-Unterricht – Einstieg in die Künste (Juan Carlos Diazcerio Samaniego)

12.  Der oben erwähnte Band 90 zum kostenlosen Download: Visuelle Medien im DaF-Unterricht, Hieronimus, Marc (Hrsg.), Materialien Deutsch als Fremdsprache; 90 Erschienen: 2014


Der Handy Wahnsinn


Den Film musste ich einfach posten. Er eignet sich ausgezeichnet als Impuls für eine Diskussion zum leidigen Thema Vor- und Nachteile unserer Handy-Kultur. Daneben bietet er einen motivierenden Stoff zum Nacherzählen. Hier sollte man Screenshots erstellen um den Wortschatz darauf zu erläutern.
Auch hat der „Stummfilm“ das Potenzial, eine kleine Bildergeschichte mit Sprechblasen daraus zu machen. Auch hier geht man so vor: Screenshots von ausgewählten Szenen, einfügen zum Beispiel in Word und Sprechblasen aus selbigen Programm an die gewünschten Stellen platzieren.
Je nach didaktischem Wunsch können die Sprechblasen leer bleiben, mit Text oder Lückentext gefüllt werden oder man überlässt die ganze Arbeit gleich den Lernenden, die bestimmt ein ansprechendes Produkt daraus erstellen können.
Und hier der Film (2:11):

Die Musikszene der DDR auf Step into German


Die aktuelle Podcastausgabe von Step into German beschäftigt sich mit der Musikszene in der DDR. Zusätzlich gibt es ein Quiz zur  Die Musikszene der DDR  und den Music Podcast 2013/4 – als Transcript (PDF, 210 KB.

Für mich ist die „Sendung“ leider etwas oberflächlich geraten. Es lohnt sich mit dem Thema intensiver auseinanderzusetzen. Auch viele der damals erschienen Texte laden dazu ein, mehr über das Leben in diesem Teil Deutschlands zu erfahren.

Einige Beispiele aus dieser Zeit:

Als ich fortging ist ein Lied der Gruppe Karussell, das 1987 veröffentlicht wurde. Komponist und Sänger des Songs ist Dirk Michaelis, der Text stammt von Gisela Steineckert.

Stern-Combo Meißen: „Der Kampf um den Südpol“ (Mit original DDR-Einführung)

Das gab es auch: 1988 Feeling B – Artig – Hier ein Ausschnitt aus dem Dokumentarfilm:Flüstern Und Schreien – Die Rockjugend der DDR (1988)

Wer hier genau aufgepasst hat, entdeckt Musiker, die heute hier mitspielen:

Natürlich darf Silly nicht fehlen. Der Text eignet sich auch heute noch ausgezeichnet für den Einsatz im Unterricht: Mont Klamott (1983)

Aktuelle Infografiken zum Thema „Jugend 2010“


In der aktuellen Shell-Jugendstudie „Jugend 2010“ finden sich eine Reihe Infografiken, die sich sehr gut für das DSD-Thema und die Vorbereitung auf die schriftliche DSD-Prüfung eignen. Hier eine Auswahl:

Präsentation der 16. Shell Jugendstudie „Jugend 2010“


Terminhinweis: Präsentation der 16. Shell Jugendstudie „Jugend 2010“ am 14. September um 12 Uhr in der Bundespressekonferenz in Berlin

Die Seite der Studie: hier

Hier eine weitere aktuelle Jugendstudie:

Wie sieht das Leben von Schülern in Deutschland aus?


Die aktuelle Sendung der DW „Deutsch im Fokus“ beschäftigt sich mit dem Thema: Aus der Schule geplaudert – Wie sieht das Leben von Schülern in Deutschland aus?

Darauf antwortete einer der Befragten:

„Am normalen Schultag geht der Schultag um zehn nach acht los. Das heißt also, ich hab’ zehn Minuten Schulweg, steh’ ich so um sieben Uhr auf. Dann hat man sechs bis sieben Stunden Schule, so bis halb zwei, und dann kommen natürlich noch so ein bis zwei Stunden Hausaufgaben dazu.“

So ganz schrecklich klingt das nicht, wenn ich den Schulalltag meiner Schüler hier in Budapest damit vergleiche. Aber jede Schule sieht anders aus und diese Sendung eignet ich nicht nur für kontroverse Diskussionen, u.a. wie der ideale Schulalltag aussehen sollte, sondern vermittelt auch brauchbare Lexik rund um das Thema Schule. Dabei dominiert die aktuell von  Schülern gesprochene Sprache und erklärt die verwendeten Redensarten wie Unter aller Sau oder Sage und schreibe.

In dieser Sendung geht es auch um Abiturbräuche. Zu diesem Thema gibt es im DSD-Wiki einige Wikibausteine.

Internet-Mobbing setzt Jugendlichen zu


Was normalerweise auf dem Schulhof stattfindet, wird im Chat weitergeführt.

FR-Online zitiert aus einer interessanten Studie (leider nicht genauer benannt), die noch einmal unterstreicht, wie wichtig dieses Thema auch in der Schule ist. Jeder dritte Jugendliche berichtet, dass er im vergangenen Vierteljahr Opfer von Hänseleien und Angriffen im Netz geworden sei.

Die Psychologin sprach sich vor allem für bessere Aufklärung in Schulen aus. Neuen gesetzlichen Regelungen stehe sie kritisch gegenüber: „Wir werden Kinder und Jugendliche auch mit rechtlichen Maßnahmen nicht daran hindern können, das Internet für Mobbing- Attacken zu nutzen. Das funktioniert nicht.“

aus: Studie: Internet-Mobbing setzt Jugendlichen zu

Mit der gleichen Überschrift erschien am 31. Dezember 2008 ein Artikel in der Welt: Mobbing im Internet setzt vielen Schülern zu 😉

Erwähnenswert die australische Studie, die wohl die Erste war:

Australien startet eine Großoffensive gegen Internet-Mobbing. Da das Problem zunimmt und immer mehr Kinder und Jugendliche Opfer von beleidigenden SMS, E-Mails oder erniedrigenden Fotos im Internet werden, wurde nun seitens der westaustralischen Regierung eine umfassende Studie in Auftrag gegeben.

Donna Cross, Leiterin der australischen Studie, ist Cyber-Mobbing sogar ein schlimmeres Problem als „herkömmliche“ Mobbing-Attacken. Denn durch die Anonymität im Internet bleiben die Täter meist unerkannt. Diese Tatsache wiederum schürt Verfolgungsängste bei den Opfern, die beispielsweise nach Angriffen wieder in die Schule gehen müssen, ohne zu wissen, wer hinter den Mobbing-Aktionen steckt.aus: www.news.at (März 2008)

Das Thema eignet sich gut für eine Erörterung bzw. Diskussion nicht nur in DaF.

Jugendliche Gewalttäter


Vor längerer Zeit hatte ich hier im Post Jugendkriminalität – Wie es in Deutschland wirklich aussieht einen Film empfohlen, der dieses Problem ironisch darstellt. Nun ein Film, der nach Ängsten, Ursachen und Lösungen fragt. Gedreht wurde das Video von WatchBerlin in der U-Bahn-Station Hermannplatz. Gefragt wurde, ob man härter gegen die jugendlichen Straftäter vorgehen sollte.

Zum Thema gibt es auch ein Diagramm auf Statista:

Leider kann Ihr Browser diese Grafik nicht anzeigen. Direkter Link zur Statistik „Polizeilich ermittelte tatverdächtige Jugendliche von 1993 bis 2007 (in 1.000)“

Lesetipp: Spielen fürs Studium


Die Seite http://www.young-germany.de bietet einen interessanten Text mit Übungen zum Thema „Computerspiele“. Hier eine Kostprobe:

Normalerweise gefällt es Dozenten und Dozentinnen nicht so gut, wenn ihre Studierenden die Freizeit „verdaddeln“. Doch hier ist alles anders: Nur wer regelmäßig spielt und die neuesten Computerspiele kennt, kann auch im Studium erfolgreich sein. Denn Computerspielen gehört hier zum Studieren dazu.

Games Academy heißt dieses außergewöhnliche Privat-College.

Zitat aus: http://www.young-germany.de/deutsch/news-singleview/article/547516b9ed/spielen-fuers-studium.html

Übungen als PDF-Dokument finden sich hier:

Ueb_Games.pdf
Loes_Games.pdf

Eine überwältigende Mehrheit der Jugendlichen in der Bundesrepublik ist stolz darauf, deutsch zu sein


ZEIT-ONLINE veröffentlicht eine Forsa-Umfrage zum Thema „Nationalstolz unter deutschen Jugendlichen“.

Interessant, dass viele Jugendliche sich dazu bekennen, stolz auf Deutschland zu sein, aber nur wenige dieses Gefühl begründen können. Hier einige Zahlen:

  • 86 Prozent der 14- bis 18-Jährigen sind stolz auf ihre Nationalität (nur 9 Prozent sind weniger und nur 3 Prozent überhaupt nicht)
  • Warum?
    • 21 Prozent wissen es nicht
    • 14 Prozent führen an, dass Deutschland ein tolles Land sei
    • 13 Prozent nannten die wirtschaftliche Stärke Deutschlands
    • Nur jeweils 6 Prozent führten ihren Stolz auf eine gute Politik und darauf zurück, in einem Rechtsstaat mit guten Bürgerrechten zu leben.
    • 86 Prozent der Jugendlichen meinten, in Deutschland gebe es gute Bildungschancen.
    • 82 Prozent begründeten ihren Stolz mit dem deutschen Sozialstaat
    • 73 Prozent meinten, Deutschland sei ein multikulturelles, tolerantes Land.
    • 65 Prozent nannten den dritten Platz bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 als Grund.

„In der Minderheit, die nicht stolz auf Deutschland ist, meinten 28 Prozent, Nationalitäten seien egal, alle Menschen seien gleich. 18 Prozent begründeten ihre Ablehnung mit der deutschen Nazi-Vergangenheit.“

Aus: Stolz auf Deutschland

Ich finde, die Umfrage ist eine gute Möglichkeit über das Nationalgefühl der Lerner zu diskutieren. Was macht sie stolz auf ihr Land? Gibt es Gründe nicht stolz zu sein? Kann man auf etwas stolz sein, obwohl man keine Wahlmöglichkeit hat?

Zu diesem Thema gibt es im Blog schon einen Beitrag, wie bekannte Ausländer Deutschland sehen:

Ein Traum für Deutschland – Ideen und Visionen für die Zukunft In Deutschlandradio

Jugendkriminalität – Wie es in Deutschland wirklich aussieht.


In den letzten Wochen das Thema. Auch in anderen Ländern wohl nicht unbekannt. Als Einstieg in die Problematik könnte man folgendes Video nutzen:

Das Oma Problem – Kurzfilm

Eine Meldung, aus dem Sommer 2007, leider zu wenig beachtet. Wahrscheinlich ist sie zu unspektakulär.

„Deutschlands Jugendliche sind weitaus besser als ihr Ruf. Wie Experten beim Deutschen Präventionstag betonten, muss das gängige Bild von der stark gestiegenen Kriminalität und Gewalt unter Jugendlichen gründlich revidiert werden. Die öffentliche Wahrnehmung, dass jugendliche Täter immer zahlreicher, immer jünger und immer brutaler würden, lasse sich empirisch nicht belegen.“

Aus: Studie zur Jugendgewalt: Weniger Straftaten, mehr Anzeigen

Lexikon der Slangsprache


Und wieder etwas zum Thema „Jugendsprache“ – das Lexikon der Slangsprache.

Gefunden habe ich das Angebot übrigens beim  ZDF-Morgenmagazin: Momasurfer Nr.22.

Dort wird die Seite Sprachnudel als „Onlinezentrum für moderne Slangsprache“ bezeichnet. „Denn diese (sie) widmet sich der Aufnahme und Klassifikation neuer Begriffe aus unserem so trendbewussten Leben.“

Die User können selbst ihre neuesten Wortschöpfungen hoch laden und unter die Lupe nehmen lassen.

Als Beispiel wird die Wortschöpfung „Cellulite-Zentrum“ genannt. Dahinter verbirgt sich ein ganz normales Schwimmbad.

Weitere Eintragungen:

  • Maurerdekolleté
  • AOK-Saft

Link: Das Wörterbuch der Jugendsprache (Sprachnudel.de)

Kleines Lexikon der Jugendsprache


RP-ONLINE bietet „die lustigsten Beispiele der Jugendsprache mit Übersetzung“ an. Alle Beispiele sind aus: Langenscheidt Hä??, Jugendsprache unplugged, Deutsch – Englisch – Spanisch – Französisch – Italienisch, 144 Seiten für 2,95 Euro:

Teil 1: Von „Abdrücken“ bis „Klugscheißermodus

Teil 2: Von „Laugenbrezel“ bis „Rudelpisser“

Teil 3: Von „Saugen“ bis „Zugetackert“

Teil 4: Die skurrilsten Ausdrücke der Jugendsprache

Und nicht zu vergessen:

Jugendsprache übersetzt: Die lustigsten Beispiele

Für den DaF-Unterricht ist der Vortrag von Daniela Hartmann interessant. Er gibt einen Überblick über die Problematik „Jugendsprache“ und stellt mögliche Stundenkonzepte vor: (Dokument als PDF)

Siehe auch:

Beispiele aktueller Jugendsprache


Red isch Deutsch oda was? – auf: Focus-ONLINE-Schule.

„Abschnitzeln, rolexen, in den Murmelschuppen gehen: Jugendliche lieben solche Ausdrücke und lassen sich immer wieder neue Begriffe einfallen, um ihre Welt zu umschreiben.“

ZUM THEMA

  • Es gibt bereits 80 Leser-Kommentare , die sich ausgezeichnet für eine Diskussion bzw. Erörterung eignen. Und vielleicht findet der eine oder andere Schüler den Mut, selbst einen Kommentar zu schreiben

In Deutschland gängige Schulanfangszeiten rauben zwei Stunden Nachtschlaf


Wann sollte Schule losgehen? Bei der Beschäftigung mit dem Thema „Zeit“ ist oft die Rede vom „Optimalen Tagesablauf“ (Tangram Z). Die Lehrer und Schüler sind sich oft einig: Die Schule beginnt zu früh! (zur Umfrage Spiesser.de)

Die derzeit in Deutschland gängigen Schulanfangszeiten rauben zwei Stunden Nachtschlaf, schätzen Experten. Das liegt vor allem am Biorhythmus. Jugendliche sind gegen Abend wach wie nie, können vor Mitternacht kaum einschlafen, sollen aber im Extremfall fünf Stunden später schon wieder raus. Das hindert am Lernen

Zitat: SPIEGEL ONLINE

Das Thema eignet sich ausgezeichnet für eine Erörterung. Auch wenn Goethe und Kant Frühaufsteher waren,  sprechen neue Forschungsergebnisse gegen das Frühaufstehen:

Den direkten Bezug zwischen Aufstehzeit und Lernerfolg konnten Forscher von der Northwestern University in Evanston bei Chicago herstellen: Schüler der High School von Evanston mussten Computer-Vitalitätstests machen und Tagebuch über ihre Leistungsfähigkeit führen. Das Ergebnis: Morgens wird’s nichts.